Tesla-Aktie im Fokus: Neue FSD-Preisstrategie tritt am 14. Februar in Kraft

Tesla stellt den Vertrieb seines Fahrassistenzsystems Full Self-Driving grundlegend um. Die Option zum Einmalkauf entfällt künftig - Kunden bleibt nur noch das Abo-Modell.
Werte in diesem Artikel
• Tesla-CEO Elon Musk kündigte am 14. Januar 2026 auf X das Ende des FSD-Einmalkaufs an
• Die bisherige Einmalkauf-Option lag bei 8.000 US-Dollar
• Bestehende FSD-Käufer behalten ihren Zugang inklusive künftiger Updates
Musk kündigt Ende des Einmalkaufs an
Tesla-CEO Elon Musk verkündete am 14. Januar 2026 auf der Plattform X eine weitreichende Änderung für das Fahrassistenzsystem Full Self-Driving (FSD). Ab dem 14. Februar 2026 werde Tesla den Verkauf von FSD als Einmalkauf einstellen, so Musk. Danach sei die Software ausschließlich als monatliches Abonnement verfügbar.
Tesla will stop selling FSD after Feb 14.
- Elon Musk (@elonmusk) January 14, 2026
FSD will only be available as a monthly subscription thereafter.
Bislang konnten Tesla-Kunden in den USA zwischen zwei Optionen wählen: einem Einmalkauf für 8.000 US-Dollar oder einem monatlichen Abonnement für 99 US-Dollar. Wie The Verge berichtet, nannte Musk keine Begründung für die Umstellung. Die Entscheidung markiert das Ende einer Ära, in der Musk FSD wiederholt als wertsteigende Anlage beworben hatte, deren Preis mit zunehmender Leistungsfähigkeit steigen werde.
Strategische Hintergründe der Umstellung
Die Gründe für den Strategiewechsel dürften vielschichtig sein. Wie aus Teslas Earnings Call vom Oktober 2025 hervorgeht, erklärte Finanzchef Vaibhav Taneja, dass lediglich zwölf Prozent aller Tesla-Kunden für FSD bezahlt hätten. Ein reines Abo-Modell mit niedrigeren Einstiegshürden könnte diese Quote deutlich erhöhen.
Zudem ist die Umstellung eng mit Musks Vergütungspaket verknüpft. Der im November 2025 von den Aktionären genehmigte Kompensationsplan sieht unter anderem vor, dass Tesla zehn Millionen aktive FSD-Abonnements erreichen muss, damit Musk seine Aktienoptionen vollständig erhält. Wie aus dem Proxy Statement hervorgeht, zählen dabei explizit Abonnements, nicht Einmalkäufe.
Rechtliche Entlastung und Marktanpassung
Die Abkehr vom Einmalkauf könnte Tesla auch rechtlich entlasten. Wer FSD bislang kaufte, erwarb damit das Versprechen, dass das Fahrzeug eines Tages vollständig autonom fahren werde. Diese Zusage konnte Tesla bislang nicht einlösen - FSD bleibt ein Level-2-Assistenzsystem, das permanente menschliche Überwachung erfordert. Wie Electrek analysiert, beendet das Abo-Modell dieses Dauerversprechen: Abonnenten zahlen für die aktuelle Leistung, nicht für eine künftige Vollautonomie.
Bestehende FSD-Käufer behalten laut Tesla ihren Zugang inklusive künftiger Updates. Für Neukunden entfällt die Kaufoption jedoch ersatzlos. Als kleines Zugeständnis erlaubt Tesla aktuell erneut die Übertragung bereits gekaufter FSD-Lizenzen auf ein neues Fahrzeug - eine Option, die das Unternehmen in der Vergangenheit nur sporadisch gewährte.
D. Maier / Redaktion finanzen.net
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