Tesla-Aktie vor Zahlenvorlage am Mittwoch tiefer: Damit steht und fällt die Bilanz

Der E-Autobauer Tesla legt am Mittwoch nach US-Börsenschluss seine Bilanz für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr 2025 vor. Was Anleger im Auge behalten sollten.
Werte in diesem Artikel
• Tesla vor Zahlenvorlage am Mittwoch
• Umsatz und Gewinn dürften sinken
• Blick auf Musks Vision von Robotaxis und Robotern
Am Mittwoch nach US-Börsenschluss ist es so weit: Der Elektropionier Tesla legt seine Zahlen für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr 2025 vor.
Es wird davon ausgegangen, dass der Konzern von Milliardär Elon Musk wegen hartem Wettbewerb sowie den Kontroversen rund um den Unternehmenschef selbst einen Umsatzrückgang verzeichnen wird. Schon jetzt ist bekannt, dass die Auslieferungen des E-Autobauers in 2025 von 1,789 Millionen auf 1,636 Millionen Stromer zurückgingen. Jüngste EU-Daten zeigen zudem, dass Tesla auch in der Europäischen Union 2025 einen Absatzeinbruch von knapp 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr hinnehmen musste. Konkurrent BYD konnte seine Verkäufe derweil mehr als verdreifachen.
Tesla-Ausblick
Mit Blick auf das abgelaufene Fiskaljahr wird von 42 FactSet-Analysten im Schnitt ein Gewinn je Aktie von 1,65 US-Dollar prognostiziert. Ein Fiskaljahr zuvor waren es 2,04 US-Dollar je Aktie gewesen. Beim Umsatz schätzen 41 Analysten im Schnitt, dass im jüngst beendeten Fiskaljahr insgesamt 94,90 Milliarden US-Dollar umgesetzt werden sollen, gegenüber 97,69 Milliarden US-Dollar im Zeitraum des vorigen Fiskaljahres.
Musks Vision im Fokus
Noch ist Tesla an der Börse knapp 1,5 Milliarden US-Dollar wert. Ein großer Teil der hohen Bewertung des Musk-Konzerns fußt auf der Vision des Unternehmenschefs, seine Fahrzeuge vollständig autonom zu machen und diese als Robotaxis einsetzen zu können sowie dem Bau humanoider Roboter. Schon seit einiger Zeit spricht Musk davon, dass die Zukunft Teslas in Robotern und Robotaxis liegen werde. Zuletzt sagte Musk im Rahmen des Weltwirtschaftsforums in Davos, dass es eines Tages auf der Welt mehr Roboter als Menschen geben werde, die sich um "alle Bedürfnisse der Menschen" würden kümmern können. Er kündigte außerdem an, dass der Verkauf des humanoiden Tesla-Roboters Optimus voraussichtlich Ende 2027 beginnen werde.
Hargreaves Lansdown-Analyst Matt Britzman, der selbst Tesla-Aktien hält, misst der Vision Musks große Bedeutung bei, wie er gegenüber Reuters sagt: "Die Anleger blicken weitgehend über die kurzfristigen Fundamentaldaten hinaus. Die Marktstimmung wird von Teslas weitreichenden Autonomie-Ambitionen getrieben, darunter Fortschritte bei der Robotaxi-Plattform und die Erwartung, dass das Cybercab 2026 in Serie gehen wird". Vor diesem Hintergrund sei es wichtig, dass die Wachstumsstory nach der Bilanzvorlage Teslas intakt bleibe, um die hohe Bewertung zu stützen.
Robotaxis schon bald überall?
Frühere Prognosen hatten besagt, dass Tesla-Robotaxis bis Ende 2025 bereits in mehreren US-Metropolen flächendeckend eingesetzt würden. Nachdem sich dies jedoch nicht bewahrheitet hatte, erklärte Musk erst kürzlich, dass der Tesla-Robodienst in Austin nun erstmals Kunden in autonomen Fahrzeugen akzeptiere, ohne, dass eine menschliche Begleitperson als Aufsicht dabei sei. Der Tesla-Chef erwartet außerdem, dass sein FSD-System auch in Europa und China im nächsten Monat durch die Behörden bewilligt werden dürfte.
Für Ken Mahoney von Mahoney Asset Management sei in der Tesla-Bilanz auch wichtig zu sehen, ob der Einsatz von KI bereits zu Umsatz und Gewinn führen würde, oder er lediglich Kosten verursache, "wie es derzeit meist der Fall ist", gibt ihn Reuters wider.
Erst vor kurzem hatte Tesla das Monatsabonnement um einige Fahrerassistenzfunktionen für Autobahnen in Nordamerika erweitert, die zuvor im Kaufpreis enthalten waren, um die Einnahmen aus KI-gestützter Technologie zu steigern.
Absatzentwicklung von Bedeutung
Nachdem der Gewinn, den Tesla aus dem Verkauf seiner EVs generierte zwei Jahre in Folge zurückging könnten Anleger in diesem Jahr den Absatz ins Visier nehmen. So erwarte die Wall Street, dass die Auslieferungsrate in 2026 wieder um rund acht Prozent zunehme, schreibt Reuters. "Das wichtigste Signal für 2026 ist, dass Tesla bewusst kurzfristige Margen im Automobilbereich zugunsten einer Flottenausweitung opfert, da Elon versteht, dass der Wert der Plattform nicht in der Maximierung der Rentabilität pro Fahrzeug liegt, sondern in der Maximierung der installierten Basis, die später durch Autonomie und Software monetarisiert werden kann", analysiert dazu Shay Boloor, Chef-Marktstratege bei Futurum Equities, laut der Nachrichtenagentur.
So entwickelt sich die Tesla-Aktie
Die Tesla-Aktie blickt auf eine durchwachsene Bilanz. In 2025 hatte das Papier 11,36 Prozent zugelegt und das Jahr mit einem Preis von 449,70 US-Dollar verlassen. In 2026 hat der Anteilsschein bisher 3,23 Prozent an Wert verloren. Im NASDAQ-Handel zeigt sich die Tesla-Aktie zeitweise mit -0,24 Prozent bei 434,16 US-Dollar.
Nun bleibt nur auf die Zahlenvorlage am Mittwoch zu warten, um zu sehen, ob sie der Tesla-Aktie neuen Schwung wird verleihen können.
Redaktion finanzen.net
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