Hartes Umfeld

Volvo-Aktie tiefer: Rote Zahlen im Jahresabschluss - Absatz sinkt - Autowerte geraten unter Druck

05.02.26 12:29 Uhr

Volvo-Aktie im Minus: Quartals- und Jahreszahlen schwächer als erwartet - Autowerte geraten unter Druck | finanzen.net

Der schwedische Autobauer Volvo Cars kämpft weiter mit dem harten Umfeld in der Branche.

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Im vergangenen Jahr sackten Verkäufe und Umsatz spürbar ab, unter dem Strich rutschte das vom chinesischen Geely-Konzern kontrollierte Unternehmen gar in die roten Zahlen. Der Verlust betrug rund drei Milliarden schwedische Kronen (281 Mio Euro), wie Volvo-Chef Hakan Samuelsson am Donnerstag in Göteborg mitteilte. Die Aktie rauschte deutlich in die Tiefe, weil auch im operativen Geschäft nur wenig zusammenlief.

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Das Papier sackte in Stockholm um ein Fünftel auf 23,49 Kronen ab. Damit setzte die Aktie ihre Abwärtsbewegung der Vorwochen dynamisch fort. Die starke Erholung Ende 2025, die in der Spitze eine Kursverdoppelung gebracht hatte, ist Geschichte. Mit dem aktuellen Niveau bewegt sich der Wert wieder im Bereich zu Beginn des Vorjahres.

Die Experten von Bernstein sprachen von einem "großen Rückschritt" des Autobauers. Der operative Gewinn (Ebit) im vierten Quartal habe die Konsensschätzungen um die Hälfte verfehlt. Der Ausblick der Schweden erscheine angesichts anhaltenden Gegenwinds von der Währungsseite und anderer Belastungsfaktoren ambitioniert.

Für den Verlust unterm Strich auf Jahressicht sorgten Umbaukosten für Stellenstreichungen, aber auch hohe Abschreibungen für verspätete Modelle und die US-Zölle. Ein Jahr zuvor hatte Volvo noch knapp 16 Milliarden Kronen Gewinn gemacht. Auch im vierten Quartal für sich genommen stand ein Verlust zu Buche.

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Im Gesamtjahr 2025 lieferte der Autobauer 710.000 Pkw an die Kunden aus und damit sieben Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Im neuen Jahr will Samuelsson wieder mehr Autos verkaufen, der freie Mittelzufluss soll sich deutlich verbessern. "Unsere Maßnahmen im Jahr 2025 haben uns auf einen Weg zurück zum Wachstum gebracht", sagte der Manager laut Mitteilung. "Wir sind von unserer langfristigen Strategie und unserer klaren Ausrichtung überzeugt." Unter anderem hat Volvo 3.000 Stellen gestrichen. Im neuen Jahr sollen zusätzlich mindestens fünf Milliarden Kronen eingespart werden.

Im vierten Quartal rutschte der Umsatz um 16 Prozent auf 94,4 Milliarden Kronen ab. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern fiel um gut die Hälfte auf 1,9 Milliarden Kronen. Mit beiden Werten verfehlte Volvo die Schätzungen von Analysten deutlich. Als Gründe für den Rückgang nannte der Konzern einen ungünstigeren Verkaufsmix und niedrigere Preise, sinkenden Absatz und auch die stärkere Krone als Belastung.

Autowerte leiden unter schwachen Volvo-Cars-Zahlen

Schlechte Nachrichten von Volvo Cars haben am Donnerstag das Bild im Autosektor wieder getrübt. Auf Kursgewinne vom Vortag folgten bei den deutschen Autobauern Volkswagen, BMW, a href="/aktien/mercedes-benz-aktie">Mercedes-Benz und Porsche vz Verluste von 1,2 bis 2,7 Prozent. Der Kurs von Volvo Cars brach in Stockholm nach den Quartalszahlen des Autobauers noch sehr viel deutlicher um 22 Prozent ein. Die Volvo-Aktie zeigt sich im Handel in Stockholm zeitweise 25,64 Prozent tiefer bei 22,01 Kronen.

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Experte Harry Martin von Bernstein Research erwähnte in seiner ersten Einschätzung, dass man zuvor schon von negativen Voraussetzungen ausgegangen sei, doch nun seinen die Dinge bei Volvo Cars noch schlimmer als befürchtet. Er attestierte den Schweden einen "großen Schritt zurück", indem das operative Ergebnis nicht einmal halb so hoch sei wie die Erwartungen. In der Folge sollten die Markterwartungen im prozentual zweistelligen Bereich sinken.

Die Kurse der vier deutschen Autobauer kommen damit auch 2026 nicht wirklich auf die Beine. Zumindest die Aktien von Mercedes-Benz und Volkswagen hatten es am Vortag in der Jahresbilanz wieder in positives Terrain geschafft, das jetzt aber schon wieder verlassen wurde. Neben den 2025 belastenden US-Zollsorgen prägen auch das in Europa schwierige Marktumfeld und China-Sorgen schon länger das Bild. Hinzu kommen steigende Kosten und das regulatorische Umfeld in Zeiten des Umstiegs auf die Elektromobilität.

GÖTEBORG (dpa-AFX)

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Bildquellen: Taina Sohlman / Shutterstock.com

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