Aurubis-Aktie fällt dennoch: Starkes Metallergebnis treibt an

Der Kupferkonzern Aurubis hat in seinem ersten Geschäftsquartal 2025/26 auch dank eines deutlich höheren Metallergebnisses infolge gestiegener Metallpreise mehr umgesetzt und verdient als erwartet.
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Den erst Ende Januar erhöhten Jahresausblick hat der Konzern bekräftigt.
Der Umsatz stieg auf 5,28 Milliarden Euro von 4,22 Milliarden Euro im Vorjahr, Analysten hatten im Schnitt mit Einnahmen von 5,13 Milliarden Euro gerechnet. Das Ergebnis nach Steuern erreichte 81 (Vorjahr: 99) Millionen Euro, hier lag die Analystenschätzung bei 74 Millionen Euro. Für das erste Quartal wies Aurubis ein operatives EBT von 105 Millionen Euro nach 130 Millionen im Vergleichszeitraum des Vorjahres aus. Analysten hatten mit 100 Millionen Euro gerechnet.
Zu den wichtigsten unterstützenden Faktoren zählte laut Aurubis das erheblich bessere Metallergebnis, das von den gestiegenen Metallpreisen insbesondere bei Edelmetallen profitiert hatte. Darüber hinaus blieben die Schwefelsäureerlöse auf dem hohen Vorjahresniveau, und auch die Erlöse aus Kupferprodukten seien anhaltend hoch gewesen. Gegenläufig hätten hingegen deutlich niedrigere Schmelz- und Raffinierlöhne bei einem über Vorjahr liegenden Konzentratdurchsatz gewirkt. "Das erste Quartal zeigt erneut, wie wirksam unsere Multimetallkompetenz in Kombination mit den diversifizierten Ergebnistreibern ist. Ein starkes Metallergebnis und stabile Produktmärkte ermöglichen uns auch in einem geopolitisch unruhigen Umfeld eine konsequente Fortsetzung unseres Kurses", sagte Aurubis-Chef Toralf Haag.
Wie Ende Januar bereits mitgeteilt, hat Aurubis seine Gesamtjahresprognose für das laufende Geschäftsjahr erhöht und peilt nun für 2025/26 nun ein operatives EBT in einer Spanne von 375 bis 475 Millionen Euro statt zuvor 300 bis 400 Millionen Euro an.
Aurubis fallen vom Rekordhoch zurück - Kupferpreis sinkt
Die Aktien von Aurubis haben am Donnerstag ihrer wochenlangen Rekordrally Tribut gezollt. Die konjunktursensiblen Titel des Kupferkonzerns litten unter dem weiter trüben Marktumfeld. Sie fielen im MDAX, nachdem sie erst am Vortag bei gut 171 Euro einen Höchststand erreicht hatten. Via XETRA verliert die Aurubis-Aktie zeitweise 4,43 Prozent auf 159,50 Euro. Der Index der mittelgroßen Werte lag zeitgleich moderat im Minus.
Die Aktien von Aurubis waren bereits im späten Handel am Mittwoch unter Druck geraten und hatten leicht im Minus geschlossen. Für Belastung sorgt neuerdings eine Korrektur der Preise an den Edelmetall-Märkten. So fiel der Kupferpreis am Donnerstag weiter, da aktuell die Lagerbestände steigen und die Nachfrage seitens chinesischer Käufer nachlässt. Zuvor hatte die Rally der Rohstoffpreise die Anteilsscheine der Kupferhütte auf immer neue Höhen katapultiert.
Endgültige Quartalszahlen von Aurubis lieferten am Donnerstag keine größeren Impulse. Der Konzern peilt trotz eines Rückgangs im ersten Quartal im laufenden Geschäftsjahr weiterhin einen mindestens ausgeglichenen freien Finanzmittelfluss vor Dividendenzahlungen an.
Die Resultate hätten die vorläufigen Zahlen sowie die zuvor angehobene Prognose bestätigt, schrieb Analyst Dirk Schlamp von der DZ Bank. Er sah in diesen keine größeren Impulse für die Aktien. Das Ergebnis sei derzeit stark von der Metallpreisentwicklung geprägt, was die Volatilität erhöhe und die kurzfristige Berechenbarkeit der Geschäftsentwicklung begrenze.
Zudem belastet Schlamp zufolge das laufende Investitionsprogramm das Ergebnis wegen höherer Abschreibungen, während mittelfristig steigende Ergebnisbeiträge aus den Wachstumsprojekten zu erwarten seien. Das erste Quartal sei damit eher ein Bestätigungs- als ein Richtungsquartal.
DOW JONES / dpa-AFX
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Bildquellen: Sascha Schuermann/Getty Images
