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Charttechnik: DAX - Einmal Himmel und zurück


Charttechnik: DAX - Einmal Himmel und zurück

Man könnte meinen, dass beim DAX die Bäume in den Himmel wachsen. Tun sie aber nicht, denn eine Konsolidierung deutet sich an.

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Analyse-Datum: Mittwoch, 25. Februar 2015

Diagnose: Mittlerweile hat der DAX das 11.000er-Bollwerk geknackt und bei 11.228 Punkten am gestrigen Dienstag ein neues Allzeithoch auf Intraday-Basis markiert.

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Doch ist der Durchmarsch auch nachhaltig? Mit Blick auf die überkaufte Markttechnik und einem schwindenden Momentum sind kurzfristig Zweifel angebracht. Beeindruckend bleibt weiterhin die Stärke, die der deutsche Aktienindex an den Tag legt. Er scheint noch immer nicht im Traum daran zu denken, erobertes Terrain preiszugeben. Neben den jüngst gebildeten Unterstützungen um 11.000, 10.800 und 10.600 Zählern, klafft noch eine Kurslücke zwischen 10.454 und 10.502 Punkten, die zwischen dem 22. und 23. Januar gerissen und noch nicht wieder geschlossen wurde. Alles in allem hat der DAX reichlich Abwärtsspielraum, ohne das aussichtsreiche Bild zu gefährden.


DAX: 12-Monats-Chart, Quelle: tradesignalonline.com
(Zum Vergrößern bitte Chart anklicken)

Prognose: Mittlerweile hat sich das Performance-Defizit zwischen DAX und den wichtigen US-Indizes wie Dow Jones und S&P 500 wieder angeglichen, denn auch in Übersee wurden neue Höchststände bewältigt. Der marktbreite S&P 500 schob sich im gestrigen Handel bis auf knapp 2118 Punkte hinauf, um dann insgesamt den Tag auf 2115 Zähler zu beenden - ein Tagesplus von 0,28 Prozent. Und auch der Dow Jones stand gestern um nichts nach und stieß in charttechnisches Neuland bis auf 18.231 Zähler vor.

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Wohlgleich zeigen sich bei vielen führenden Indizes, der britische FTSE 100 inbegriffen, nun erschöpfte Zustände. Die technischen Indikatoren sind weit in ihre oberen Extremzonen vorgedrungen. Rückläufige Handelsvolumina bestätigen die frischen Hochs nicht mehr. Eine Konsolidierung wird damit immer wahrscheinlicher.

Wie weit diese allerdings beim DAX laufen wird, ist schwer vorherzusagen. Selbst ein Test des alten Ausbruchsniveaus bei 10.000 Punkte wäre aus charttechnischer Sicht noch akzeptabel und würde für viele Anleger eine günstige Einstiegsgelegenheit bieten. Doch das ist dem DAX derzeit nur schwer zuzutrauen. Zumindest die erwähnte Kurslücke könnte zum Thema werden.

Mit dem neuen Verlaufshoch liegt die 38,2-prozentige Fibonacci-Korrektur (Rücklauf-Ziel) der Aufwärtsbewegung zwischen dem Oktober-Tief und dem neuen Allzeithoch um 10.130 Punkte. Das wäre fast im "Dunstkreis" des Dezember-Rekords bei 10.093 Zähler.

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Erst bei einem Rückfall unter 9800 Zähler, ehemalige obere Begrenzung der Schiebezone aus 2014 (blau markiert), müsste der Ausbruch als Fehlsignal interpretiert werden.

Die obere Trendlinie des im Oktober entspringenden Aufwärtstrendkanals (rot) hält derzeit Potenzial bis auf rund 11.350 Punkte bereit. Auf der Unterseite lässt der besagte Trendkanal eine Korrektur bis auf etwa 10.150 Zähler zu. Dies harmoniert ganz gut mit dem 38,2-prozentigem Fibonacci-Korrekturziel (siehe oben). Perspektivisch ergibt sich beim DAX ein übergeordnetes Kursziel zwischen 11.600 und 12.000 Zähler.

Zwischenzeitliche, auch heftigere, Korrekturen, wie wir sie im Oktober erlebten, liegen in der Natur der Sache. Elementar für die Bullen ist die weiterhin ansteigende 200-Tage-Linie bei aktuell 9750 Punkten sowie der alte Unterstützungsbereich um 9000/8900 Zähler.

von Karen Szola, Technische Analystin "Euro am Sonntag" und "Börse Online"

Ziel der Technischen Analyse ist es, aus Kursverläufen künftige Trends vorherzusagen. Die Technische Analystin Karen Szola untersucht an dieser Stelle interessante Aktien und Indizes auf charttechnische Signale und stellt ihre Prognose.

Bildquellen: Sebastian Kaulitzki / Shutterstock.com, PhotoSTS / Shutterstock.com

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