24.11.2020 10:12

Schwächere Erwartungen lassen ifo-Index im November sinken

Corona-Welle: Schwächere Erwartungen lassen ifo-Index im November sinken | Nachricht | finanzen.net
Corona-Welle
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Die Stimmung in den Führungsetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im November wie erwartet weiter eingetrübt, wobei sich die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage auf einem überraschend hohem Niveau hielt.
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Der ifo-Geschäftsklimaindex sank auf 90,7 (Oktober revidiert: 92,5) Punkte, wie das Münchner ifo-Institut nach seiner monatlichen Umfrage unter rund 9.000 Managern mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Rückgang auf 90,6 Punkte erwartet. Vorläufig war für Oktober ein Wert von 92,7 gemeldet worden.

Der ifo-Index ist das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer und gilt als zuverlässiger Indikator für die Entwicklung der nächsten sechs Monate. Der Index zur Beurteilung der aktuellen Lage ging im November auf 90,0 (revidiert 90,4) Punkte zurück. Die Prognose der Ökonomen hatte auf 87,0 gelautet. Vorläufig waren für Oktober 90,3 gemeldet worden.

Der Index für die Geschäftserwartungen sank auf 91,5 (revidiert 94,7) Zähler, den niedrigsten Stand seit Juni. Die befragten Volkswirte hatten einen Rückgang auf 93,5 Punkte erwartet. Der vorläufige Oktober-Wert hatte bei 95,0 gelegen. "Die zweite Corona-Welle hat die Erholung der deutschen Wirtschaft unterbrochen", konstatierten die ifo-Konjunkturforscher.

Das verarbeitende Gewerbe war der Lichtblick im Monat November. Das Geschäftsklima besserte sich, die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage deutlich besser. Die Auftragseingänge stiegen, wenn auch langsamer als im Vormonat. Der Ausblick auf die kommenden Monate fiel jedoch merklich weniger optimistisch aus.

Im Dienstleistungssektor gab der Geschäftsklimaindikator merklich nach und lag erstmals seit Juni wieder im negativen Bereich. Die zuletzt gute Lageeinschätzung trübte sich deutlich ein. Zudem blickten erheblich mehr Unternehmen pessimistisch auf die kommenden Monate. Die Indikatoren im Bereich Hotels und Gastgewerbe stürzten regelrecht ab.

Im Handel verschlechterte sich das Geschäftsklima. Die Unternehmen waren mit ihrer aktuellen Lage weniger zufrieden. Auch die Erwartungen trübten sich merklich ein. Insbesondere die Einzelhändler berichteten von deutlich weniger gut laufenden Geschäften.

Im Bauhauptgewerbe gab der Index leicht nach. Die Baufirmen bewerteten ihre aktuelle Lage etwas besser als im Vormonat. Ihre Erwartungen hingegen fielen etwas pessimistischer aus.

FRANKFURT (Dow Jones)

Bildquellen: ifo
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