Douglas AG: Wie tief geht es noch?
SmartCaps ist ein Angebot des redaktionellen Partners StockXperts.
finanzen.net GmbH ist für die Inhalte dieses Artikels nicht verantwortlich.

Die Douglas AG ist mit verhaltenen Zahlen ins neue Geschäftsjahr gestartet und hat damit die Sorgen vieler Anleger bestätigt. Vor allem das schwache Weihnachtsgeschäft belastet die Stimmung und setzt die Aktie charttechnisch wie fundamental unter Druck.
Die jüngsten Zahlen der Douglas AG für das erste Quartal 2025/26 sind an der Börse schlecht angekommen. Zwar konnte der Umsatz von Oktober bis Dezember um 1,7 % auf 1,67 Mrd. Euro gesteigert werden, doch insbesondere der Dezember verlief in wichtigen Märkten wie Deutschland, Frankreich und den Niederlanden schwächer als erwartet. Viele Anleger werten dies als Hinweis darauf, dass die operative Dynamik insgesamt geringer ausfällt als erhofft und sich die Konsumzurückhaltung hartnäckiger hält.
Prognose bestätigt, Erwartungen sinken
Formal hat Douglas die Prognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigt. Erwartet werden weiterhin Umsätze zwischen 4,65 und 4,80 Mrd. Euro sowie eine bereinigte EBITDA-Marge von rund 16,5 %. Am Kapitalmarkt scheint jedoch zunehmend das untere Ende dieses Korridors eingepreist zu werden. Der Margendruck durch hohe Preissensitivität und ein intensiver Wettbewerb lässt Zweifel aufkommen, ob im weiteren Jahresverlauf eine spürbare Beschleunigung möglich ist.
Deutlich eingetrübtes Chartbild
Die Aktie hat seit Veröffentlichung der Zahlen kräftig nachgegeben, die Wochenperformance liegt bei rund -10 %. Dabei wurden sowohl die 100-Tage-Linie als auch die 200-Tage-Linie dynamisch nach unten durchbrochen. Nächste technische Unterstützungen finden sich bei 9,70 Euro, dem Tief aus dem August, sowie bei rund 9,50 Euro, den Tiefs aus dem April 2025. Da der RSI bislang keine Übertreibung nach unten signalisiert und der Kursrückgang von erhöhten Umsätzen begleitet wurde, erscheint ein Test zumindest der ersten Unterstützung nicht unwahrscheinlich.
Abwarten auch aus fundamentaler Sicht
Charttechnisch spricht derzeit wenig für ein vorschnelles Engagement, eine klare Stabilisierung bleibt abzuwarten. Auch fundamental besteht kein akuter Handlungsdruck. Die Unsicherheiten im konjunkturellen Umfeld bleiben hoch, und zusätzliche Risiken aus der internationalen Wirtschaftspolitik könnten das ohnehin fragile Wachstum auch 2026 belasten. Douglas bleibt strategisch solide positioniert, kurzfristig dominieren jedoch Vorsicht und Zurückhaltung.
Sehr überzeugend ist derzeit hingegen das Bild beim Raumfahrtkonzern OHB. Getrieben von hohen staatlichen Investitionen soll der Umsatz in den kommenden Jahren massiv wachsen, weshalb die Aktie nach dem starken Anstieg im Jahr 2025 auch im laufenden Jahr weiter zulegt: zum Artikel
Mehr Schwung für die Aktie erhofft sich auch clearvise. Dafür hat das Unternehmen zum Jahreswechsel die Transformation zu einer dividendenorientierten YieldCo vollzogen und kürzlich einen sehr erfahrenen Manager als neuen CEO präsentiert: zum Artikel
Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Erstellung am 21.01.26 um 10:32 Uhr. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.176 Prozent oder 14,0 Prozent p.a. (Stand: 17.01.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.
Bitte beachten Sie auch unsere Informationen zur SmartCaps-Redaktion, insbesondere zu Arbeitsmethoden und zu potenziellen Interessenkonflikten, sowie unseren Disclaimer/Haftungsausschluss: zum Artikel