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02.04.2019 18:32
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Aktie von Börsenneuling Lyft rauscht unter IPO-Preis - Analysten verpassen Anlegern kalte Dusche

Euphorie gedämpft: Aktie von Börsenneuling Lyft rauscht unter IPO-Preis - Analysten verpassen Anlegern kalte Dusche | Nachricht | finanzen.net
Euphorie gedämpft
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Die Euphorie der Anleger hielt nicht lang: Nach einem fulminanten Börsendebüt am Freitag hat die Lyft-Aktie an ihrem zweiten Handelstag einen zweistelligen Kurseinbruch verzeichnet.
Die Aktie des Fahrdienstvermittlers Lyft hatte Anleger bereits vor ihrem Börsengang in Ekstase versetzt: Noch bevor die Anteile offiziell gehandelt wurden, bekamen sie von einem Analysten ein "Buy"-Rating und ein Kursziel verpasst. Und auch der IPO verlief ganz wie erhofft: Der erste Kurs der Lyft-Aktie lag gut 20 Prozent über dem Ausgabepreis, auch auf Schlusskursbasis konnten Anleger der ersten Stunde satte Zeichnungsgewinne einfahren. Doch nur einen Handelstag später dreht die Stimmung am Markt.

Lyft-Aktie bricht zweistellig ein

Am Montag brach die Lyft-Aktie an der US-Börse 11,85 Prozent ein und schloss bei 69,01 US-Dollar. Damit sackten die Titel des Fahrdienstvermittlers wieder deutlich unter den IPO-Preis, der bei 72 Dollar gelegen hatte.

Dabei dürfte es auch eine Analystenbewertung sein, die die IPO-Euphorie der Anleger bereits am zweiten Handelstag empfindlich gedämpft hat. Jake Fuller und Ali Faghri, Analysten bei Guggenheim, haben der Lyft-Aktie ein "Neutral"-Rating verpasst und insbesondere auf den beschwerlichen Weg hingewiesen, den das Unternehmen gehen muss, um schwarze Zahlen zu schreiben. "Wir müssten einfach zu weit in die Zukunft schauen und von zu vielen Annahmen ausgehen, um die Aktie zu bewerten", schrieben die Experten am Montag. Für dieses Jahr gehen sie von einem Verlust von 1,2 Milliarden Dollar aus - erst 2022 hofft man auf den Break-Even, ein Jahr später sollen dann Gewinne erwirtschaftet werden.

Mittelfristig werden wohl selbstfahrende Autos die Kostenstruktur deutlich senken und könnten Lyft auf dem Weg zur Profitabilität unterstützen.

Um das Profitabilitätsziel kurzfristig zu erreichen, müsse Lyft zahlreiche Anstrengungen unternehmen, glauben die Experten. Konkret nannten sie drei Strategien, mit denen das Unternehmen finanziell auf Kurs kommen könnte: Zunächst die Senkung des Arbeitslohns für die Fahrer. Angesichts der angespannten Arbeitsmarktlage und zu erwartendem Druck von politischer Seite dürfte dies ein schwieriges Unterfangen werden, glauben die Guggenheim-Analysten. Am Hebel "Lohn" zu drehen, dürfte in dem stark umkämpften Marktumfeld problematisch werden. Eine zweite Möglichkeit, Kosten zu sparen, könnte eine Verringerung der Anreize für die Lyft-Fahrer sein. Damit würde das Unternehmen aber riskieren, dass Angestellte zur Konkurrenz abwandern. Darüber hinaus könnte ein Rückruf der Versicherungskosten sich positiv auf die Margenentwicklung durchschlagen.

Wahrscheinlich werde das Unternehmen aber auf eine Kombination aller drei Strategien zurückgreifen, glauben die Experten.

Schlechtes Omen für Uber & Co.?

Lyfts Börsengang könnte eine Blaupause für das anstehende IPO des größten Konkurrenten Uber gewesen sein. Genau wie Lyft hängt auch Uber tief in den roten Zahlen fest. 2018 hat das Unternehmen bei 11 Milliarden Dollar Umsatz rund 1,8 Milliarden Dollar Verlust eingefahren. Ähnlich wie beim kleineren Konkurrent dürfte auch bei Uber die aggressive Preisstrategie einer der Hauptgründe für das Minus in den Konzernkassen sein. Beide Unternehmen arbeiten nicht kostendeckend und setzen ihre Hoffnungen auf Preiserhöhungen in der Zukunft, wenn sie sich einen umfangreichen Marktanteil gesichert haben.

Neben Uber haben noch andere US-Techunternehmen für dieses Jahr ein IPO geplant: Slack plant ein Directlisting nach dem Vorbild von Spotify. Auch über ein IPO von Airbnb wird am Markt fleißig spekuliert.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Tero Vesalainen / Shutterstock.com

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