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14.08.2020 22:22

Zuverlässige Wahlforscher wissen: Dieser Kandidat wird die US-Wahl gewinnen

Fast perfekte Trefferquote: Zuverlässige Wahlforscher wissen: Dieser Kandidat wird die US-Wahl gewinnen | Nachricht | finanzen.net
Fast perfekte Trefferquote
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Am 3. November stehen die US-Präsidentschaftswahlen an. Die Modelle der Forscher Helmut Norpoth und Allan Lichtman ergeben jeweils eindeutig, wer die Wahl gewinnen wird. Ihre Prognosen waren bislang nahezu immer richtig.
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• Joe Biden laut Umfragewerten 14 Prozentpunkte vor Donald Trump
• Norpoth und Lichtman 2016 unter den wenigen, die Trump-Sieg erwarteten
• Modelle versprechen spannende US-Wahl

Glaubt man den von der "New York Times" ermittelten Umfragewerten, liegt der Herausforderer Joe Biden in der Wählergunst mit 14 Prozentpunkten vor dem amtierenden US-Präsidenten Donald Trump. Lediglich 36 Prozent der Befragten sprechen sich demnach für den derzeitigen Amtsinhaber aus. Umfragen spiegeln allerdings keine Prognosen wider - anders als die Modelle der Forscher Helmut Norpoth und Allen Lichtman. Während für eines der Modelle der Wahlausgang bereits zu 91 Prozent feststeht, lässt das andere ein knappes Rennen vermuten.

Das "Primary-Modell"

Der in New York lehrende Deutsche Helmut Norpoth orientiert sich mit dem "Primary-Modell" an den Ergebnissen der ersten Vorwahlen. Wer hier bei den ersten Nominierungsabstimmungen deutlich vorne liegt, wird auch die US-Präsidentschaftswahl für sich entscheiden. Aufgegangen ist dieses Prinzip bei 25 von 27 Präsidentschaftswahlen. Einzig in den Jahren 1960, als John F. Kennedy nur 100.000 Stimmen mehr als sein Kontrahent Nixon sammelte, und bei der umstrittenen Wahl 2000, als Al Gore zwar insgesamt mehr Stimmen einsammelte, aber George W. Bush letztendlich auf mehr Wahlmänner kam, lag das Primary-Modell daneben.

Während bei der letzten Präsidentschaftswahl 2016 sämtliche Umfragewerte und Prognosen von einem sicheren Wahlausgang für Hillary Clinton ausgingen, stand das Primary-Modell mit seiner entgegengesetzten Prognose nahezu allein da. Das Modell bezifferte schon im März 2016 die Gewinnchancen von Donald Trump gegen Hillary Clinton auf 87 Prozent. Für dieses Jahr sind die Gewinnchancen sogar noch etwas eindeutiger verteilt: Helmut Norpoths Modell sieht eine 91-prozentige Chance für Donald Trumps Wiederwahl. 362 Wahlleute würde er demnach gewinnen - 270 sind für eine Mehrheit nötig.

Rennen entschieden?

Dem gegenüber steht der Historiker Allan Lichtman, der ebenfalls eine nahezu makellose Bilanz bei seinen Prognosen vorweisen kann. Lichtman hat in den 1980er Jahren eine Methode entwickelt, die er in einem Video auf der Internetseite der "New York Times" vorstellt. Für die Methode wurden alle Präsidentschaftswahlen von 1860 bis 1980 untersucht. Dabei wurden 13 sogenannte "Schlüssel" ermittelt, die die grundsätzliche Stimmung im Land, die Eigenschaften des Kandidaten oder die militärischen und politischen Erfolge des derzeitigen Präsidenten bewerten. Trifft ein Schlüssel zu, ist also "true", geht der Punkt an den Amtsinhaber. Andernfalls erhält der Bewerber einen Punkt. Wer mehr Punkte sammelt, macht das Rennen.

Einzig im Jahr 2000 irrte sich das Modell von Lichtman, weil der Gewinner George W. Bush nicht die meisten Stimmen hatte und damit nicht den "Popular Vote" gewann. Auch er lag allerdings 2016 richtig, indem er Trumps Sieg bei der US-Wahl vorhersagte. Für dieses Jahr sieht er jedoch Joe Biden als Gewinner, der bei der Methode mit sieben zu sechs Punkten vor Donald Trump liegt.

Trump vs. Biden - wer macht das Rennen?

Wenn auch noch nicht der Gewinner der Wahlen am 3. November 2020 feststeht, so ist zumindest bereits eine Sache absolut gewiss: Egal wie die Wahl letztendlich ausgehen wird, eines der beiden Prognosemodelle wird sich anschließend eine korrekte Vorhersage mehr zuschreiben können.

Philipp Beißwanger / Redaktion finanzen.net

Bildquellen: razihusin / Shutterstock.com, Niyazz / Shutterstock.com

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