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18.10.2019 19:11
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"Bearishe Lähmung": Investoren strömen mit der höchsten Rate seit der Finanzkrise in sichere Anlagen

Flucht in "Safe Haven": "Bearishe Lähmung": Investoren strömen mit der höchsten Rate seit der Finanzkrise in sichere Anlagen | Nachricht | finanzen.net
Flucht in "Safe Haven"
Angesichts geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten fliehen Anleger zunehmend in "Safe Haven"-Anlagen. Seit der Lehman-Pleite im Jahr 2008 sei nicht mehr so viel Geld in einer derartigen Geschwindigkeit in die Geldmärkte geflossen.
• Anleger flüchten in vermeintlich sichere Anlagen
• Seit Finanzkrise nicht mehr so viel Geld in Geldmärkte geflossen
• Bank of America spricht von "bearisher Lähmung"

Die Märkte weltweit werden wieder und wieder von Unsicherheiten erschüttert. Infolgedessen fliehen Anleger vermehrt in die relative Sicherheit der Geldmärkte - zuletzt gar mit der höchsten Rate seit dem Zusammenbruch von Lehman Brothers im Jahr 2008, wie CNBC berichtet. Seitdem habe es nicht mehr eine derart bearishe Stimmung unter den Investoren gegeben wie es nun der Fall sei.

Geld fließt in Geldmärkte

So seien in den vergangenen sechs Monaten 322 Milliarden US-Dollar in Geldmarktfonds geflossen. Auch in der jüngsten Vergangenheit hätten Anleger weiterhin die gleiche Stimmung widergespiegelt, die sie im letzten halben Jahr in ihren Trades gezeigt hätten, heißt es bei Business Insider. Während Anleihen innerhalb nur einer Woche Zuflüsse in Höhe von 11,1 Milliarden US-Dollar verzeichneten, seien zugleich 9,8 Milliarden US-Dollar aus Aktien geflossen, berichtet die Bank of America Merrill Lynch. Fonds hätten jeden Monat dieses Jahres, außer im April, Zuflüsse verbucht. Aus Daten von FactSet geht außerdem hervor, dass Vermögenswerte dadurch auf fast 3,5 Billionen US-Dollar angestiegen sind. Die gesamten Geldmarkt-Aktiva seien gar auf den höchsten Stand seit September 2009 geklettert.

Anleger verunsichert

Anleger flohen zunehmend in vermeintlich sichere Anlagen und signalisierten damit zunehmende Sorgen bezüglich der Entwicklung der Wirtschaft. Schuld sind diverse wirtschaftliche und geopolitische Unsicherheiten am Markt: Der US-chinesische Handelskonflikt, Angst vor einer nahenden Rezession, das Brexit-Chaos. "Es gab genug Schlagzeilen, ob nun über Politik, Handelsbelange oder eine Rezession, damit das Geld in diese Märkte fließt", merkte Quincy Krosby, Chief Market Strategist bei Prudential Financial, an. Anleger erlebten derzeit eine "bearishe Lähmung", wie die Bank of America-Strategen unter der Leitung von Michael Hartnett die Situation bezeichneten.

"Ich denke, die meisten Leute in diesem Bullenmarkt haben das Gefühl, genug Geld verdient zu haben, und wenn sie ein wenig Aufschwung verpassen, ist das ok, und das ist es, was sich daraus ergibt", zitiert CNBC außerdem Mitch Goldberg, Leiter von ClientFirst Strategy.

"Man könnte es gegenläufig sehen und sagen, dass [der Geldmarktfluss] positiv ist, denn wenn sich der Markt tatsächlich stabilisiert und es eine Entspannung gibt, wird dieses Geld wieder in den Aktienmarkt zurückkehren. Aus konträrer Sicht wäre es hilfreich", ergänzte Quincy noch.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Kovalchuk Oleksandr / Shutterstock.com, 3000ad / Shutterstock.com
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