finanzen.net
11.10.2019 19:58
Bewerten
(0)

Das Risiko einer wirtschaftlichen Rezession ist laut Fed-Vize Clarida gering

Rezession unwahrscheinlich?: Das Risiko einer wirtschaftlichen Rezession ist laut Fed-Vize Clarida gering | Nachricht | finanzen.net
Rezession unwahrscheinlich?
Die Weltwirtschaftslage ist dauerhaft angespannt, globale Märkte schwächeln und die Konjunktur stockt. Handelskonflikte belasten die Industrie aufgrund von globalen Handelsbarrieren. Die Verantwortlichen der Federal Reserve geben sich dennoch optimistisch, alle nötigen Maßnahmen zur Stabilisierung der Weltwirtschaft würden getroffen werden.
• Federal Reserve sieht sich im Stande, angemessene Maßnahmen zu treffen
• Konjunktureller Abschwung sei trotz angespannter Situation nicht wahrscheinlich
• Private Haushalte konsumieren weiterhin auf hohem Niveau

"Angemessene Maßnahmen" machen Rezession unwahrscheinlich

Angesichts der weltweit politisch angespannten Lage in Hinsicht auf Handelskonflikte und zunehmend stagnierendem wirtschaftlichem Wachstum, sieht die Federal Reserve die Wahrscheinlichkeit einer Rezession dennoch als gering an. Der Fed Vize-Vorsitzende Richard Clarida äußerte sich vergangenen Donnerstag diesbezüglich mit Zuversicht, das Risiko einer wirtschaftlichen Rezession sei mit einer angemessenen Geldpolitik weiterhin gering. Wenn die Fed den Zins richtig setze, sei das Eintreten eines ökonomischen Abschwungs unwahrscheinlich, erklärte Clarida im Gespräch mit dem Wall Street Journal.
"Die Wirtschaft ist in einem guten Zustand", die Inflation sei stabil und finanzielle Möglichkeiten würden stets zur Verfügung stehen. Zudem sei die Sparrate im August um über 8 Prozent gestiegen, wodurch der Verbraucher die Folgen von geringerem Wachstum dämpfen könne, begründete der Vize der US-Notenbank seinen Optimismus.
Ob die Federal Reserve den Leitzins im Zuge der am 29. und 30. Oktober stattfindenden Sitzung erneut senken wird, lies Clarida jedoch unbeantwortet. "Wir haben acht Treffen im Jahr und behandeln diese unabhängig voneinander, ohne einen voreingenommenen Kurs einzuschlagen," kommentierte er das Thema.

Schwächelnde Handelssektoren sorgen für Unruhe

Diese Anmerkungen folgten nach einer wirtschaftlich ernüchternden Woche, der Dienstleistungs- und Produktionssektor schwächelte aufgrund von steigenden Spannungen im globalen Handelsstreit.
Zusätzlich waren die Finanzmärkte in den vergangenen Wochen von zunehmender Volatilität geprägt, was historisch ungewöhnlich sei. Daraufhin pumpte die New Yorker Fed mehrere Milliarden US-Dollar in den Finanzsektor, um kurzfristig für Stabilität zu sorgen, Investoren drücken dennoch Unsicherheit aufgrund fehlender langfristiger Lösungen aus. Diesbezüglich müsse die Fed evaluieren, ob sie am Ende des Monats genügend Cash zur Verfügung habe, um die Märkte längerfristig zu unterstützen, erklärte Clarida.
Dennoch sei er nicht besorgt, die Notenbank habe bei all ihren Kalkulationen mit diesen Konjunkturschwankungen gerechnet, zudem sei das globale Stagnieren der Wirtschaft schon seit über einem Jahr ein Faktor, welchem die Fed seither entgegenwirke. Clarida betonte zum Schluss der Pressesitzung erneut, die Federal Reserve würde hinsichtlich aller gegebenen Faktoren, die angemessenen geldpolitischen Maßnahmen vollziehen.

Privater Konsum als Gegenspieler zur schwächelnden Konjunktur

Gegen eine weltweite wirtschaftliche Rezession sprechen jedoch auch diverse Faktoren. So seien die privaten Konsumenten bislang noch nicht von den anhaltenden Spannungen betroffen. Stabiler Konsum ist auch für das letzte Quartal des Jahres zu erwarten, berichtet der Handelsverband Deutschland: "Die Stimmungslage der Verbraucher ist zwar weit von der Hochstimmung vergangener Jahre entfernt, mit einem Einbruch des privaten Konsums ist aber auch in den kommenden Monaten nicht zu rechnen."
Zudem sei der Arbeitsmarkt weiterhin stabil, während die Löhne und Renten in den vergangenen Jahren gestiegen sind. Außerdem wird die Kaufkraft des Verbrauchers von einer geringen Inflationsrate zusätzlich gestützt. "Damit bildet der private Konsum ein gesamtwirtschaftliches Gegengewicht zur derzeit schwächelnden Konjunktur," begründete der deutsche Handelsverband sein Fazit.
Demnach müsse die Arbeitslosigkeit weltweit weiterhin reduziert werden, um starke private Haushalte als Gegenspieler zu schwachen Konjunkturen und wirtschaftlich angespannten Verhältnissen zu wahren.

Henry Ely / Redaktion finanzen.net

Bildquellen: spirit of america / Shutterstock.com

Heute 18 Uhr live

Anleger, die ohne Stra­tegie handeln, über­leben nicht lange am Markt. Die Trend­folge­stra­tegie gilt als eine der erfolg­reichsten Stra­tegien überhaupt. Wie Sie Trends früh­zeitig erkennen und wie Sie so deut­sche Aktien handeln, erfah­ren Sie im Online-Seminar. Jetzt kostenlos anmelden!
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

Dow fester -- DAX reduziert Gewinne nach Brexit-Einigung -- Netflix verbucht höheren Gewinn -- Wirecard-Chef: Keine Risiken für unser Geschäft -- BVB, IBM, Tesla, Lufthansa, GEA im Fokus

HSBC prüft angeblich Verkleinerungen im Aktiengeschäft. Fusion von T-Mobile und Sprint bekommt von FCC grünes Licht. zooplus steigert Umsatz. Trump: Hoffe auf erfolgreiche Handelsgespräche mit EU. Nestlé wächst weiter und kündigt Aktienrückkauf an. Corestate bestätigt nach Kurssturz seine Ziele.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

In diesen Berufen bekommt man das höchste Gehalt
Mit welchem Beruf kommt man am ehesten an die Spitze?
Big-Mac-Index
In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?
Das sind die bestbezahlten Schauspieler 2019
Wer verdiente am meisten?
Die Performance der Rohstoffe in in Q3 2019.
Welcher Rohstoff macht das Rennen?
Die Performance der TecDAX-Werte in Q3 2019.
Welche Aktie macht das Rennen?
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Bundesregierung erlaubt anscheinend Huawei-Technik bei Aufbau des 5G-Netzes. Was halten Sie davon?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
NEL ASAA0B733
Amazon906866
Microsoft Corp.870747
BASFBASF11
Apple Inc.865985
CommerzbankCBK100
Deutsche Telekom AG555750
Netflix Inc.552484
TUITUAG00
Infineon AG623100
PowerCell Sweden ABA14TK6