finanzen.net
12.01.2020 16:51
Bewerten
(0)

Schlechtes Jahr für Airlines: Wird es 2020 besser?

Flugscham: Schlechtes Jahr für Airlines: Wird es 2020 besser? | Nachricht | finanzen.net
Flugscham
2019 war ein schwieriges Jahr - Handelskrieg, geopolitische Spannungen, die Brexit-Diskussionen. Auch Airlines hatten zu kämpfen. Wird es 2020 besser?
• Gewinnausblick für 2019 um 2,1 Milliarden US-Dollar gesenkt
• Nordamerika stärkste Region 2019
• 2020 dürfte der Gewinn wachsen

2019 lief es nicht gerade gut für Airlines, diverse Probleme verwässerten den Gewinn. Der Dachverband der Fluggesellschaften (IATA) senkte daher den Gewinnausblick für 2019 im Dezember auf 25,9 Milliarden US-Dollar - das sind 2,1 Milliarden US-Dollar weniger als noch im Juni geschätzt wurden.

Weltpolitik stellte Airlines vor Probleme

Die Luftfahrtindustrie stand 2019 vor einigen Problemen: Geopolitische Spannungen, der Handelskrieg zwischen den USA und China, die Unsicherheit, wie es mit dem Brexit weitergeht, und ein sich verlangsamendes Wachstum der Weltwirtschaft setzte auch Airlines unter Druck. Die Nachfrage nach Plätzen für Passagiere und Fracht sank aufgrund der genannten Faktoren und somit fielen auch die Erträge der Fluggesellschaften geringer aus als erwartet.

Trotz der Probleme schrieben die Airlines in der Gesamtbetrachtung aber weiter schwarze Zahlen. Regional betrachtet lief es 2019 allerdings nicht überall gut. So mussten Airlines in Afrika, im mittleren Osten und in Lateinamerika Verluste einfliegen. Die profitabelste Region 2019 war Nordamerika - 65 Prozent der Gewinne stammen von dort.

Alexandre de Juniac, CEO von IATA, geht davon aus, dass 2019 eine Bodenbildung eintritt und es 2020 dann wieder besser wird. Für das neue Jahr prognostiziert der Dachverband der Fluggesellschaften einen Gewinn von 29,3 Milliarden US-Dollar. Was die Fluggesellschaften in 2020 vor allem beschäftigen dürfte, ist seiner Ansicht nach die Entwicklung der Kapazitäten der Airlines.

Frage nach Kapazität, wenn Boeing 737 Max wieder abheben darf

Denn es wird erwartet, dass die Boeing 737 Max, die nach Abstürzen 2019 nicht mehr abheben durfte, 2020 wieder fliegen und ausgeliefert werden darf. Viele Fluggesellschaften warten auf ihre neuen Flugzeuge, Boeing hat mehrere hundert der Maschinen bereits fertiggestellt und wartet nur auf das "Go" für die Auslieferung.

Doch wenn alle Maschinen ausgeliefert sind und abheben werden, könnte es zu einem Überangebot an Flugzeugen und Plätzen kommen. Dadurch könnten die Preise wiederum unter Druck geraten. Kein Wunder also, dass die Frage nach der Kapazität im nächsten Jahr eine sehr wichtige werden könnte.

Wachsende Wirtschaft und Plus bei Passagierzahlen erwartet

Wenn die Weltwirtschaft 2020 wie erwartet wieder schneller wächst, wird das auch den Airlines zugutekommen. Auch der Handel könnte sich erholen, denn wenn im nächsten Jahr die US-Präsidentschaftswahlen anstehen, dürfte Donald Trump möglichst gut dastehen wollen. Wirtschaftliche Belastungen durch hohe Zölle dürften dann reduziert werden.

Die IATA erwartet für das kommende Jahr außerdem ein Plus bei den Passagierzahlen. Um 4,1 Prozent soll die Nachfrage an Flugzeug-Plätzen wachsen. Das ist ähnlich viel wie 2019, wo die Passagier-Nachfrage um 4,2 Prozent wuchs. Für die Fluggesellschaften dürfte dieser Ausblick beruhigend wirken, ist doch im Bewusstsein der Klimakrise immer öfter auch von Flugscham die Rede. Doch die Menschen fliegen offenbar munter weiter.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: istockphoto / Rawpixel, istockphoto / DigtialStorm
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX geht deutlich stärker ins Wochenende -- Dow schließt im Minus -- Axel Springer-Aktie vor Delisting -- Wirecard-Aktie setzt Rally fort -- Conti, K+S, KRONES im Fokus

Haaland nicht in BVB-Startelf. American Express übertrifft Erwartungen. Intel verdient mehr als erwartet und zeigt sich für 2020 optimistisch. Volkswagen wohl mit MAN Energy Solutions-Angebot unzufrieden. Ericsson wächst im Schlussquartal. Übernahme von JUST EAT durch Takeaway.com vor neuer Hürde. Broadcom profitiert von Apple-Auftrag in zweistelliger Milliardenhöhe.

Umfrage

Glauben Sie, dass die Wirtschaftsform des Kapitalismus gut für die Zukunft ist?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Ballard Power Inc.A0RENB
NEL ASAA0B733
Daimler AG710000
TeslaA1CX3T
Deutsche Bank AG514000
Microsoft Corp.870747
Apple Inc.865985
BayerBAY001
Varta AGA0TGJ5
EVOTEC SE566480
K+S AGKSAG88
BASFBASF11
XiaomiA2JNY1
Amazon906866