Fuchs: Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen


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Fuchs: Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen

Die Vorzugsaktie von Fuchs hat nach dem starken Kursanstieg der vergangenen Monate eine Verschnaufpause eingelegt. Das Potenzial scheint aber noch immer nicht ausgereizt.

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Unser Optimismus bezüglich der Q3-Zahlen beim Schmierstoffhersteller Fuchs war berechtigt. Im Vorfeld der offiziellen Veröffentlichung am 30. Oktober hob das Unternehmen die Ziele für das Geschäftsjahr 2026 ein weiteres Mal an – und erneut trat das Management trotz der verbesserten Aussichten verbal auf die Bremse. Wir glauben jedoch, dass das letzte Wort hier noch immer nicht gesprochen ist.

Starker EBIT-Anstieg

Doch der Reihe nach: Im Neunmonatszeitraum 2026 auf Basis vorläufiger Zahlen erreichte der Umsatz bei Fuchs rund 3,13 Mrd. Euro (9M 2025: 2,7 Mrd. Euro), das EBIT stieg auf 409 Mio. Euro (9M 2025: 326 Mio. Euro). Das sind mehr als 25 Prozent Plus. Für das Gesamtjahr 2026 wird nun mit einem Umsatz von rund 4,1 Mrd. Euro (zuvor: deutlich über 3,7 Mrd. Euro) und einem EBIT von etwa 500 Mio. Euro (zuvor: 460 bis 480 Mio. Euro) gerechnet. Den endgültigen Quartalsbericht legt das Unternehmen am 30. Oktober vor.

Krieg am Golf belastet Wettbewerber

Bereits nach der Zielanhebung im Sommer 2026 waren wir etwas optimistischer als das Fuchs-Management. Denn wegen der anhaltenden Auseinandersetzung am Golf spekulierten wir darauf, dass Anbieter im Nahen Osten noch im Q3 – kriegsbedingt – nur eine eingeschränkte Lieferfähigkeit besitzen. Die Spekulation ging auf. Etwaige Vorzieheffekte aus Q2 konnten demnach bei Fuchs überkompensiert werden. Da der Konflikt aber noch immer nicht gelöst ist, dürften Wettbewerber vor Ort weiterhin beeinträchtigt sein.

Fazit

Nachdem die Abschwächung im Q3 nicht eingetreten ist, rechnet Fuchs nun im Q4 mit einer Geschäftsberuhigung, sieht beim Umsatz inflationsbedingt aber weiteres Wachstum. Wir schätzen, dass mit jedem Tag, den der Krieg am Golf noch andauert, die Wahrscheinlichkeit steigt, dass das Unternehmen die angehobenen Ziele nochmals übertreffen kann. Die Aktie hat jüngst ein neues Jahreshoch bei rund 46,30 Euro erklommen, legt aktuell aber eine kleine Verschnaufpause ein. Gelingt es dem Papier, das Niveau im Bereich um 43,50 Euro zu verteidigen, ist ein Angriff auf das Hoch aus dem Jahr 2025 bei knapp 50 Euro noch in diesem Jahr möglich.

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Erstellung am 29.10.26 um 09:07 Uhr.

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