Heidelberger Druckmaschinen: Die nächste Deutz?

29.01.26 07:33 Uhr

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Die Aktie von Heidelberger Druckmaschinen pendelt weiter seitwärts auf engem Raum, eine Trendentscheidung steht weiter aus. Wenn der Newsflow stimmt, könnte der Titel aber durchaus eine Entwicklung nehmen wie die Deutz-Aktie.

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Bei der Aktie von Heidelberger Druckmaschinen herrscht gespannte Ruhe, der Kurs pendelt seit etlichen Wochen zwischen 1,80 und 2,10 Euro. Die Anleger sind derzeit unsicher, wohin die Reise bei dem Druckmaschinen-Hersteller gehen könnte, und auch von Analystenseite gibt es keine neuen Impulse.

Zahlen am 5. Februar

Dabei stehen in Kürze die Zahlen für das dritte Quartal 2025/26 an. Der Blick wird sich vor allem darauf richten, ob Heidelberger Druckmaschinen den Turnaround untermauern kann und zugleich, in einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld, beim Auftragseingang nach vorne kommt. Außerdem dürften sich die Anleger weitere Informationen über die Erschließung neuer Geschäftsfelder erhoffen, wobei die Offensive im Rüstungssektor von gehobenem Interesse ist. Hier hatte der Konzern im letzten Juli eine Partnerschaft mit VINCORION gestartet, um die Energiesystem-Produktion des Partners insbesondere für den militärischen Sektor weiter zu professionalisieren.

Ausbruch denkbar

Damit gibt es drei Bereiche, in denen das Unternehmen liefern muss. Kann Heidelberger Druck die Erwartungen zumindest erfüllen, könnte die Aktie aus dem Seitwärtskorridor nach oben ausbrechen. Die Deutz-Aktie hat bereits erfolgreich vorgemacht, wie das Ganze laufen könnte.

Mehrere Gemeinsamkeiten mit Deutz

Und es gibt durchaus mehrere Gemeinsamkeiten: Beide Unternehmen sind deutsche Industrietitanen mit einem trägen oder schwierigen Kerngeschäft, die ihre hohe Kompetenz nun verstärkt in Wachstumsmärkten ausspielen, wobei umfeldbedingt bei beiden Konzernen das Rüstungsgeschäft ganz oben auf der Agenda steht. Und sowohl Deutz als auch Heidelberger Druckmaschinen sind moderat bewertet, insbesondere im Vergleich mit Rüstungsspezialisten: Das Konsens-KGV26 von Deutz liegt auch nach der jüngsten Rally lediglich bei 12,0 (Stand 29.1. Kurs 10,77 Euro) und Heidelberger Druckmaschinen kommt auf Basis der erwarteten Zahlen für die Finanzperiode 2025/26 auf 12,4 (Stand 29.1. Kurs 1,90 Euro).

Viel Luft nach oben

Da ist noch eine Menge Luft nach oben, wenn die Unternehmen die Anleger überzeugen können, dass die Wachstumsinitiativen im Rüstungssektor bald spürbare Impulse für das Umsatz- und Gewinnwachstum liefern können. Deutz ist hier schon auf einem sehr guten Weg. Bei Heidelberger Druckmaschinen darf man hingegen auf den 5. Februar gespannt sein. Wir würden einer Trendentscheidung der Aktie aber nicht vorgreifen.

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Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Erstellung am 29.01.26 um 7:30 Uhr. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.345 Prozent oder 14,2 Prozent p.a. (Stand: 24.01.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.

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