Puma: Anta-Deal - was heißt das jetzt für die Aktie?
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Am Ende hat der chinesische Konzern Anta Sports doch zugeschlagen und sich das Pinault-Paket von 29 Prozent an Puma gesichert. Für die Aktionäre von Puma ändert sich damit die Gemengelage deutlich.
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Erst hieß es, die Verhandlungen um den Verkauf des 29-prozentigen Puma-Pakets, das die Familie Pinault über ihre Investmentholding Artemis hält, seien am Preis gescheitert, dann wurde doch noch Vollzug gemeldet: Der chinesische Konzern Anta Sports übernimmt die Aktien für 35 Euro pro Stück.
Erstmal kein Übernahmeangebot
Dabei wird es aber zunächst bleiben, so dass kein Übernahmeangebot ausgelöst wird. Sollte das in den nächsten 15 Monaten folgen, würden die Pinaults einen Nachschlag erhalten.
Kurssprung und Gewinnmitnahmen
Fantasie ist damit weiterhin vorhanden, aber nicht mehr mit kurzfristiger Perspektive. Das erklärt die Kursreaktion bei der Puma-Aktie, die erst sehr positiv ausgefallen ist, worauf dann eine Welle von Gewinnmitnahmen folgte.
Weiter im Seit-Abwärtskorridor
Der Aktie von Puma ist damit erneut der Ausbruch aus dem Seit-Abwärtskorridor misslungen, der in den letzten zehn Monaten ausgebildet wurde. Erst mit Kursen oberhalb von 25 Euro würde dieser verlassen, was dann ein charttechnisches Kaufsignal generieren würde.
Erfolgswahrscheinlichkeit gestiegen
Doch das ist Zukunftsmusik, erst einmal dürfte die Aktie im Seitwärtsmodus verharren, da die kurzfristige Übernahmefantasie (mit einem Pflichtangebot) jetzt obsolet ist. Insgesamt sehen wir Puma mit dem Deal allerdings gestärkt, denn der neue Großaktionär hat gute Erfahrungen damit, sehr bekannte, aber kriselnde Sportmarken zurück auf den Erfolgspfad zu führen. Die Wahrscheinlichkeit für einen positiven Verlauf der Sanierungsbemühungen bei Puma sind damit gestiegen. Und wenn der Kurs Fortschritte zeigt, könnte Anta aufstocken. Für die Aktionäre ist das Szenario attraktiv, jetzt ist aber vermutlich ein längerer Atem nötig, um dieses Potenzial auch zu realisieren.
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