Hochtief: Auftragsmaschine läuft

27.01.26 11:19 Uhr

SmartCaps ist ein Angebot des redaktionellen Partners StockXperts.
finanzen.net GmbH ist für die Inhalte dieses Artikels nicht verantwortlich.


Hochtief: Auftragsmaschine läuft | finanzen.net

Hochtief hat über die australische Tocher CIMIC erneut einen interessanten Auftrag an Land gezogen. Ob das für ein neues Allzeithoch ausreicht, werden die kommenden Tage zeigen.

Werte in diesem Artikel
Aktien

363,00 EUR 1,20 EUR 0,33%

Die australische Hochtief-Tochter CIMIC hat in Indien einen Auftrag zum Bau einer Zink-Recycling-Anlage akquiriert und dabei erneut die Expertise für anspruchsvolle Infrastruktur- und Anlagenprojekte unter Beweis gestellt. Das Projekt soll Umsätze von rund 400 Mio. Australischen Dollar oder gut 230 Mio. Euro liefern.

Kernenergie außerhalb Deutschlands gefragt

Erst vor wenigen Tagen wurde zudem bekannt, dass Hochtief das Baumanagement für die britische Rolls Royce bei der Umsetzung des globalen Programms zur Realisierung kleiner und mittelgroßer Nuklearreaktoren übernimmt. Unternehmensangaben zufolge verfügt Hochtief bereits über sieben Jahrzehnte Erfahrung im Nuklearbereich.

Goodbye Deutschland

Wichtiger als das potenzielle Volumen bei den neuen Aufträgen ist die Vielschichtigkeit, die Hochtief und die Tochterunternehmen an den Tag legen. Sie zeigen dabei gleich zweierlei: Erstens, dass bei anspruchsvollen Energieanlagen und KI-Rechenzentren Hochtief zu den gefragtesten Geschäftspartnern zählt. Und zweitens, dass die international geprägte Marschroute Geschäftspotenziale eröffnet, die Deutschland nicht mehr bieten kann.

Fazit

Ob sich in Deutschland die Aufträge aus dem Investitionspaket noch weiter hinauszögern oder nicht, ist für Hochtief nur von untergeordnetem Interesse. 95 Prozent der Umsätze wurden zuletzt sowieso außerhalb Deutschlands erzielt. Die Auftrags-Pipeline ist voll – und fast täglich kommen neue dazu. Einzig die Frage, ob schon beim Ausblick 2026 der dynamische Kursanstieg des vergangenen Jahres mit starken Geschäftszielen untermauert werden kann, bremst noch. Am 19. Februar dürfte das Management hierüber Auskunft geben. Bislang war es die richtige Strategie, das Papier an schwächeren Tagen einzusammeln.

Unter Druck steht hingegen aktuell die Verve-Aktie nach vorläufigen Zahlen für 2025, aber die Anlegermeinung könnte in den nächsten Quartalen drehen: zum Artikel

Die Vorwerk-Aktie profitiert im Gegensatz dazu weiterhin von der Sonderkonjunktur bei Infrastrukturinvestitionen: zum Artikel

Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Erstellung am 26.01.26 um 16:38 Uhr. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.345 Prozent oder 14,2 Prozent p.a. (Stand: 24.01.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.

Hinweise zu potenziellen Interessenkonflikten:

Der Autor oder eine ihm nahestehende Person halten Aktien des Unternehmens oder derivative Instrumente, die vom Kurs der Aktien abhängen.

Bitte beachten Sie auch unsere Informationen zur SmartCaps-Redaktion, insbesondere zu Arbeitsmethoden und zu potenziellen Interessenkonflikten, sowie unseren Disclaimer/Haftungsausschluss: zum Artikel

SmartCaps-Newsletter – Investieren in Small & Mid Caps