Herausforderndes Umfeld

PUMA-Aktie tiefrot: PUMA warnt trotz Dividendenplus vor Folgen für Profitabilität - Partnerschaft mit RB Leipzig

27.02.24 17:58 Uhr

PUMA-Aktie nach Hiobsbotschaft verlustreich: PUMA stellt Anleger auf schwächeres Halbjahr ein - Analysten sehen Kurspotenzial | finanzen.net

Der Sportartikelhersteller PUMA will seinen Aktionären trotz eines Gewinnrückgangs für das vergangene Jahr eine unveränderte Dividende zahlen.

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Vorgeschlagen würden 0,82 Euro je Aktie, teilte das Unternehmen am Dienstag in Herzogenaurach mit. 2023 war das Konzernergebnis um 13,7 Prozent auf rund 305 Millionen Euro zurückgegangen, bekräftigte PUMA SE die Ende Januar veröffentlichten vorläufigen Zahlen. Dabei machten PUMA höhere Kosten und negative Währungseffekte zu schaffen, einschließlich der Bewertungsverluste aus der Abwertung des Argentinischen Peso.

Der Ende Januar gegebene Ausblick wurde ebenfalls bestätigt. PUMA erwartet dabei für dieses Jahr trotz sportlicher Großereignisse schwierige Geschäfte. Währungsschwankungen und die ungewisse politische Lage in mehreren Regionen hätten bereits 2023 zu einem gedämpften Konsumklima geführt, das auch 2024 anhalten werde, hieß es. "Die anhaltenden negativen Währungseffekte werden auch weiterhin die Profitabilität im ersten Halbjahr unter Druck setzen", erklärte Vorstandschef Arne Freundt.

Der zweitgrößte deutsche Sportartikelhersteller hinter dem fränkischen Lokalrivalen adidas geht von einem währungsbereinigten Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich aus. 2023 wuchsen die Umsätze währungsbereinigt um 6,6 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro. In Euro lag das Plus bei 1,6 Prozent. Das operative Ergebnis, im Vorjahr bei 621,6 Millionen Euro, soll 2024 in einem Bereich zwischen 620 Millionen und 700 Millionen Euro landen.

Freundt kündigte für 2024 - ein Jahr, in dem neben den Olympischen Sommerspielen in Paris auch die Fußball-Europameisterschaft und die Copa America stattfinden werden - Produktneuerungen an, darunter Fußball- und Laufschuhe. Im Retro-Bereich erhofft sich PUMA gute Geschäfte unter anderem mit dem neu aufgelegten Schuh Palermo.

PUMA wird Ausrüster von RB Leipzig

PUMA rüstet von der nächsten Saison an einen vierten Fußball-Bundesligisten aus.

Vorstandschef Arne Freundt kündigte am Dienstag in Herzogenaurach eine langfristige Partnerschaft mit RB Leipzig an. Die Nummer drei auf dem Sportartikelmarkt löst damit Nike als offizieller Ausrüster des Klubs ab. Laut Medienberichten zahlt Puma über zehn Jahre 15 Millionen Euro pro Jahr, insgesamt also 150 Millionen Euro. In der Fußball-Bundesliga hat PUMA bisher Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach und den 1. FC Heidenheim unter Vertrag.

PUMA erwartet nachhaltiges Wachstum in China

PUMA hat nach eigener Aussage im wichtigen Markt China 2023 vielfältige Weichen gestellt, um das Fundament für nachhaltiges Wachstum zu legen. China bleibe auch 2024 im Fokus, die Markenbegehrlichkeit und Relevanz für Kundinnen und Kunden dort will der Sportartikelhersteller weiter steigern. Beispielsweise sollen 2024 nach dem Ansatz Local-for-Local etwa 40 Prozent der Produkte im Land entworfen und etwa 80 Prozent auch dort hergestellt werden. Das Ladenkonzept wurde in China erneuert.

In China betrug 2023 auf Jahresbasis das Umsatzplus nominal 12 Prozent auf 582,2 Millionen Euro, das EBIT konnte der MDAX-Konzern mehr als vervierfachen auf 84,5 (Vj 20,2) Millionen Euro. PUMA profitierte dabei von der anhaltenden Erholung in China und der Wiedereröffnung des Marktes. Die Geschäftserholung verlaufe aber "langsamer als erwartet", hatte CEO Arne Freundt mit den Ergebnissen zum dritten Quartal gesagt. Im Vorjahr hatte PUMA in China über alle Quartale hinweg deutlich zweistellige Wachstumsrückgänge verzeichnet, die sich im Gesamtjahr währungsbereinigt auf gut 36 Prozent beliefen.

2023 hat PUMA in China ein neues Managementteam ernannt und das Sportmarketing mit chinesischen Sportlern und Sportlerinnen ausgebaut. Investiert wurde in digitales Marketing und Social-E-Commerce, zum Beispiel via TikTok, sowie ein digitales Hub mit Tencent für Kundendaten, personalisierten Content und Produktangebote.

Deutsche Bank Research belässt PUMA auf 'Buy' - Ziel 63 Euro

ANALYSE-FLASH:

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bank Research hat die Einstufung für PUMA nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 63 Euro belassen. Die endgültigen Resultate des Sportartikelherstellers seien nach den bereits im Januar vorgelegten Eckdaten im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, schrieb Analyst Adam Cochrane in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Auch der Ausblick sei nicht überraschend. Das Unternehmen kehre zu einer positiven Gewinndynamik zurück. Daher sieht der Experte für die Aktie enormes Potenzial.

So reagieren die Aktionäre

Die Aktien von PUMA setzen nach den Jahreszahlen ihre Erholungsrally zunächst fort. In der Spitze erreichten sie bei gut 44 Euro den höchsten Stand seit Mitte Januar. Anfang Februar hatten sie mit 35,60 Euro noch ein Tief seit 2018 erreicht.

Am Dienstag können die Papiere von PUMA die Gewinne aber nicht bis ins Handelsende retten - ganz im Gegenteil. Ab späten Nachmittag setzten sich die Bären durch und die PUMA-Aktie rutschte noch tief ins Minus. Mit Verlusten in Höhe von 4,1 Prozent bei 40,67 Euro schloss das PUMA-Papier.

Trotz eines Gewinnrückgangs will Puma eine stabile Dividende zahlen.

Die endgültigen Resultate des Sportartikelherstellers seien nach den bereits im Januar vorgelegten Eckdaten im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, urteilte der Deutsche Bank-Analyst Adam Cochrane in einer Studie. Auch der Ausblick sei nicht überraschend. Während die Stimmung der Puma-Anleger noch immer gedämpft sei, kehre das Unternehmen zu einer positiven Gewinndynamik zurück. Die Bewertung der Aktien bleibe deutlich hinter jener von Wettbewerbern zurück.

Experte Cochrane sieht von diesem Hintergrund das enorme Kurspotenzial der Aktien untermauert: Mit einem Ziel von 63 Euro sieht der Experte fast die Hälfte Luft nach oben und ist damit noch nicht einmal der größte Optimist. Die Experten von Goldman Sachs und Warburg sehen mit bis zu 88 Euro noch sehr viel mehr Potenzial.

HERZOGENAURACH (dpa-AFX / Dow Jones Newswires / Reuters)

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Bildquellen: Tooykrub / Shutterstock.com, PUMA SE

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12.04.2024PUMA SE HoldJefferies & Company Inc.
02.04.2024PUMA SE Equal WeightBarclays Capital
28.03.2024PUMA SE Sector PerformRBC Capital Markets
22.03.2024PUMA SE BuyWarburg Research
22.03.2024PUMA SE HoldJefferies & Company Inc.
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22.03.2024PUMA SE BuyWarburg Research
06.03.2024PUMA SE KaufenDZ BANK
05.03.2024PUMA SE BuyHauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA
01.03.2024PUMA SE BuyDeutsche Bank AG
01.03.2024PUMA SE BuyWarburg Research
DatumRatingAnalyst
12.04.2024PUMA SE HoldJefferies & Company Inc.
02.04.2024PUMA SE Equal WeightBarclays Capital
28.03.2024PUMA SE Sector PerformRBC Capital Markets
22.03.2024PUMA SE HoldJefferies & Company Inc.
22.03.2024PUMA SE NeutralJP Morgan Chase & Co.
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20.09.2021PUMA SE VerkaufenDZ BANK
06.07.2021PUMA SE VerkaufenDZ BANK
28.04.2021PUMA SE VerkaufenDZ BANK
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