Instone Group: War das die Initialzündung?
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Instone hat marktbedingt schwierige Jahre hinter sich, konnte sich in dieser Zeit aber im Branchenvergleich gut behaupten. Durch das starke Wachstum des Verkaufsvolumens im letzten Jahr gibt es nun deutlich positive Impulse für die Umsatz- und Ertragsentwicklung in 2026.
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Die Instone Real Estate Group SE ist einer der führenden Wohnimmobilienentwickler in Deutschland. Das Unternehmen entwickelt bundesweit größere Wohnquartiere mit Miet- und Eigentumswohnungen, vor allem in wirtschaftsstarken Metropolregionen und deren Umland. Die Wertschöpfungskette reicht von der Grundstücksakquisition über Planung und Bau bis hin zum Verkauf an private Kapitalanleger, Eigennutzer oder institutionelle Investoren. Eine langfristige Bestandshaltung steht dabei nicht im Fokus; vielmehr zielt das Geschäftsmodell auf die Realisierung von Projektmargen ab.
Selbst in Krisenjahren profitabel
Nach sehr erfolgreichen Jahren bis 2021 wurde Instone – wie die gesamte Branche – von der Zinswende und dem abrupten Nachfrageeinbruch am Wohnimmobilienmarkt getroffen. In den Jahren 2023 und 2024 gingen Umsätze und Ergebnisse deutlich zurück. Eine geringere Bauleistung, verschobene Vertriebsstarts sowie eine ausgeprägte Zurückhaltung institutioneller Investoren belasteten die Entwicklung. Trotz dieser Rückgänge blieb Instone im Branchenvergleich profitabel, konnte sich der allgemeinen Marktschwäche jedoch nicht entziehen.
Verkaufsvolumen 2025 kräftig gesteigert
Im Geschäftsjahr 2025 war nun eine klare operative Stabilisierung erkennbar. Nach vorläufigen Zahlen erreichte das Unternehmen ein Verkaufsvolumen von über 500 Mio. Euro und erfüllte damit das eigene Jahresziel. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von mehr als fünfzig Prozent. Besonders das Schlussquartal entwickelte sich dynamisch und markierte das stärkste Quartal seit Beginn der Marktkrise.
Private Wohnungskäufer sind wieder da
Vor allem die Nachfrage privater Kapitalanleger hat sich deutlich belebt. Steuerliche Anreize aus dem Wachstumschancengesetz schaffen attraktive Rahmenbedingungen für Investitionen in energieeffiziente Neubauwohnungen, worauf Instone seine Produktpalette gezielt ausgerichtet hat. Bereits in den ersten drei Quartalen 2025 legten die Erlöse im Einzelvertrieb kräftig zu. Institutionelle Investoren kehren bislang langsamer zurück, leisteten zuletzt aber wieder spürbare Beiträge zum Verkaufsvolumen.
Hohe operative Profitabilität
Ertragsseitig behauptet Instone weiterhin eine hohe Profitabilität. In den ersten neun Monaten 2025 lag die Rohergebnismarge bei rund 24 Prozent und damit auf einem im Branchenvergleich starken Niveau. Umsatz und bereinigtes EBIT lagen nach neun Monaten mit 347,5 Mio. Euro beziehungsweise 35,2 Mio. Euro zwar noch unter dem Vorjahr, was jedoch auf die geringeren Bauleistungen als Folge der schwachen Verkäufe der Vorjahre zurückzuführen ist.
Gewinn 2025 wohl noch unter Vorjahr
Die Prognose für das Gesamtjahr 2025 wurde nach dem Q3-Bericht bestätigt. Sie sieht bereinigte Umsatzerlöse von 500 bis 600 Mio. Euro, eine bereinigte Rohergebnismarge von rund 23,0 Prozent sowie ein bereinigtes Ergebnis nach Steuern von 25 bis 35 Mio. Euro vor. Zum Vergleich: 2024 lag der bereinigte Umsatz bei 527 Mio. Euro, die Rohergebnismarge bei 22,6 Prozent und das bereinigte Nettoergebnis bei 36,9 Mio. Euro.
Rückkehr zum Wachstum absehbar
Damit dürfte Instone im Jahr 2025 die Vorjahreswerte in etwa erreicht oder leicht unterschritten haben. Zugleich spricht aber vieles dafür, dass die Kontraktionsphase damit beendet ist. Auf Basis der starken Zuwächse beim Verkaufsvolumen dürfte 2026 auch das Volumen der Bauleistungen und damit der Umsätze und Erträge wieder ansteigen. Darüber hinaus verfügt Instone über eine sehr umfangreiche Projektpipeline, die im Jahresverlauf weiter aufgestockt wurde und sich per Ende September auf 7,1 Mrd. Euro belief. In Kombination mit der zuletzt spürbar belebten Nachfrage ergeben sich daraus für die kommenden Jahre deutliche Wachstumsimpulse.
Fazit
Die Aktie, die im Jahr 2025 insgesamt leicht nachgegeben hat, reagierte auf die Meldung über das erreichte Verkaufsziel mit einem deutlichen Kursanstieg. Das könnte der Auftakt für eine spürbar positivere Entwicklung sein, die sich operativ bereits abzeichnet. Ob es zu einer nachhaltigen Neubewertung kommt, dürfte maßgeblich davon abhängen, ob sich die Markterholung 2026 fortsetzt und Instone wieder zu stabil wachsenden Umsätzen und Ergebnissen zurückfindet. Spannend wird diesbezüglich der Ausblick für 2026 sein, der spätestens mit dem Geschäftsbericht 2025 am 17. März veröffentlicht werden dürfte.
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