KPS: Zweifel bleiben

09.02.26 15:43 Uhr

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KPS hat für das Geschäftsjahr 2024/25 erneut einen kräftigen Nettoverlust gemeldet. Die Suche nach Argumenten für eine Turnaround-Spekulation gestaltet sich schwierig.

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Der IT-Dienstleister KPS hat vergangene Woche die Geschäftszahlen für 2024/25 (per 30.9.) vorgelegt. Während sich der Umsatz um gut 16 Prozent auf 121,7 Mio. Euro verminderte, sank das EBITDA um rund 13 Prozent auf 5,2 Mio. Euro. Unterm Strich steht damit ein Nettoverlust von 21,8 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist das sogar eine Verbesserung, denn seinerzeit lag das Minus bei 23,4 Mio. Euro.

Diverse Sonderbelastungen

Der hohe Verlust ist aber auch auf diverse Sonderfaktoren zurückzuführen. Neben Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte mussten noch selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte wertberichtigt werden. In Summe waren das über 10 Mio. Euro – allesamt nicht liquiditätswirksam. Dass in der Bilanz noch eine Liquidität von 9,2 Mio. Euro (30.09.2024: 12,1 Mio. Euro) ausgewiesen wird, dürfte die gute Nachricht sein.

Hoher Goodwill in der Bilanz

Die Gretchenfrage ist jedoch, ob im laufenden Geschäftsjahr 2025/26 weitere Sonderabschreibungen drohen. Denn die bilanzierten Firmenwerte machen aktuell noch immer 47 Prozent der gesamten Aktivseite der Bilanz aus und sind dem starken akquisitionsbedingten Wachstum in der Vor-Corona-Zeit geschuldet. Nicht auszuschließen ist, dass der ein oder andere Wertansatz nochmals überprüft werden muss. Für den Fall erneuter Abschreibungen – liquiditätswirksam hin oder her – steht zum Verrechnen nur noch ein auf 27,4 Mio. Euro (30.09.2024: 48,4 Mio. Euro) geschmolzenes Eigenkapital zur Verfügung.

Fazit

Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2025/26 fällt bescheiden aus: Der Umsatz soll zwischen 99 und 110 Mio. Euro und das EBITDA zwischen 2,0 und 6,7 Mio. Euro liegen. Das zeigt, dass es wohl noch etwas Zeit braucht, um die KPS wieder auf Kurs zu bringen. Wir hatten Ende Dezember 2025 im Vorfeld der Zahlenbekanntgabe von einer Turnaround-Spekulation abgeraten. Auch nach der Veröffentlichung des Zahlenwerks erscheint uns eine Investition verfrüht.

Vielversprechender stellt sich hingegen die Lage bei Pyramid dar. Insbesondere konnte der Hersteller kundenindividueller IT-Systeme im Herbst einen spektakulären Großauftrag vermelden, der ab 2026 für eine neue Dynamik beim Umsatz und möglichweiweise auch bei der Aktie sorgen dürfte:  zum Artikel

Guter Newsflow, der auch die Aktie beflügeln könnte, ist auch von Matador Secondary Private Equity zu erwarten. Das Unternehmen, das in bestehende Private-Equity-Vehikel mit bekannten Portfoliostrukturen investiert, hat kürzlich über deutlich steigende Rückflüsse aus seinen Fonds berichtet, was auf gute Zahlen für 2025 hoffen lässt: zum Artikel

Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Erstellung am 09.02.26 um 13:27 Uhr. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.375 Prozent oder 14,2 Prozent p.a. (Stand: 07.02.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.

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