LPKF: Spektakulärer Jahresstart nach Krisenjahr
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Die Aktie von LPKF Laser & Electronics startet mit fast 20 Prozent Plus ins neue Börsenjahr und entwickelt sich damit zu einem spannenden Turnaround-Kandidaten.
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Neues Jahr, neues Glück – auf nur wenige deutsche Nebenwerte trifft das wohl so zu wie auf die Aktie von LPKF Laser & Electronics. Das vergangene Jahr hatte für das Unternehmen und seine Aktionäre nur wenig Positives zu bieten. Im Gegenteil: Die anhaltenden Probleme in der Automobilindustrie sowie die zusätzlichen Belastungen aus den Zollkonflikten hatten die Ergebnisse des Unternehmens stark unter Druck gebracht. Rückläufige Umsätze und zuletzt (Q3 2025) sogar negative Nettogewinnmargen hatten ihre Spuren hinterlassen.
Restrukturierung stützt Analysteneinstufungen
Immerhin sorgte das im Herbst auf den Weg gebrachte Restrukturierungsprogramm „North Star“ dafür, dass die Analysteneinstufungen überwiegend freundlich blieben. Allerdings verbunden mit dem Hinweis, dass die Erwartungen an die kommenden Geschäftsjahre nach unten angepasst wurden. Die Folge: Pünktlich zum Jahresschluss erreichte LPKF nicht nur ein Jahrestief bei rund 5,35 Euro, sondern auch den niedrigsten Stand seit Anfang 2019.
Kräftige Erholung zum Jahresauftakt
Mit dem Start in das neue Börsenjahr drehte die Aktie jedoch plötzlich wieder auf und konnte bislang ein Plus von fast 20 Prozent verzeichnen. Damit hat sich auch die charttechnische Ausgangslage spürbar verbessert. Bereits am ersten Handelstag des neuen Jahres überwand LPKF die 50-Tage-Linie bei rund 6 Euro. Danach folgten einige Tage der Konsolidierung, in denen offenbar Kraft für den nächsten Schub gesammelt wurde. In dieser Woche ging es erneut deutlich nach oben – mit einem möglichen Ausbruch über die 100-Tage-Linie bei derzeit rund 6,65 Euro.
Dieser Schritt ist zwar noch nicht final bestätigt und könnte angesichts der bislang fehlenden fundamentalen Unterfütterung auf wackeligen Beinen stehen. Dennoch ist das aktuelle Momentum bemerkenswert.
RSI signalisiert Überhitzung
Gleichzeitig sollten technische Indikatoren nicht außer Acht gelassen werden. Insbesondere der Relative-Stärke-Index liegt aktuell klar im überkauften Bereich. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit kurzfristiger Gewinnmitnahmen. Auffällig ist allerdings, dass die jüngste Aufwärtsbewegung von einem steigenden Handelsvolumen begleitet wurde.
Weiteres Potenzial bei operativer Bestätigung
Mit der aktuellen Aufwärtsdynamik qualifiziert sich die Aktie von LPKF klar als spannender Turnaround-Kandidat. Nun kommt es darauf an, dass sowohl vom Restrukturierungsprogramm als auch von den operativen Zahlen positive Impulse folgen. Dann wäre auch ein weiterer Anstieg in Richtung des Niveaus zwischen 8 und 9 Euro möglich.
Fundamental betrachtet ist auch die Aktie der Matador Secondary Private Equity AG einen Blick wert. Das Unternehmen verzeichnete im zweiten Halbjahr steigende Rückflüsse aus seinen Investments – ein Trend, der sich angesichts des lebhaften M&A-Marktes (vor allem in den USA) auch 2026 fortsetzen könnte: zum Artikel
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