M1 Kliniken: Fokussierung als Kurstreiber?
SmartCaps ist ein Angebot des redaktionellen Partners StockXperts.
finanzen.net GmbH ist für die Inhalte dieses Artikels nicht verantwortlich.
Nach dem Verkauf der unrentablen Großhandelssparte positionieren sich die M1 Kliniken als Pure Player in der Schönheitsmedizin – mit steigenden Margen und ehrgeizigen Wachstumszielen. Die aktuelle Bewertung lässt Raum für eine nachhaltige Neubewertung der Aktie.
Nun ist fix, was bereits im vergangenen Oktober angekündigt wurde. Nachdem sämtliche Vollzugsbedingungen einschließlich der kartellrechtlichen Genehmigungen erfüllt wurden, haben die M1 Kliniken ihre wenig rentable Großhandelstochter Haemato Pharm per Ende Januar an die Mannheimer Phoenix Gruppe verkauft.
Starke Zahlen der Beauty-Sparte
Nach diesem Schritt agieren die Düsseldorfer nun als Pure Player im Wachstumsmarkt der Schönheitsmedizin. Den positiven Effekt deuten bereits die Ist-Zahlen an: Während der Gesamtkonzern in den ersten neun Monaten 2025 Umsatz und EBIT um 6,7 Prozent beziehungsweise 11,0 Prozent steigern konnte, verbesserte die Kliniksparte bei einem Umsatzplus von 9,5 Prozent auf 77,8 Mio. Euro das EBIT sogar um 29,7 Prozent auf 21,1 Mio. Euro. Entsprechend positiv fällt auch die Jahresprognose für 2025 aus, die allein für die Kliniksparte Erlöse von 100 bis 120 Mio. Euro vorsieht. Im Mittel entspräche das einem Wachstum von rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 91,7 Mio. Euro.
Wachstumstreiber bleiben intakt
Auch über das laufende Jahr hinaus bleiben die Perspektiven in der ästhetischen Medizin vielversprechend. Vor allem die steigende Nachfrage nach minimal- und nichtinvasiven Behandlungen wie Botox, Fillern oder Laseranwendungen sorgt laut Branchenstudien national wie international für ein anhaltend hohes, teils sogar zweistelliges jährliches Marktwachstum.
Ambitionierte Prognose
Entsprechend ambitioniert zeigt sich das Management von M1: Bis 2029 soll die Zahl der Kliniken von derzeit rund 60 auf 150 bis 200 steigen. Parallel dazu wird ein Umsatzanstieg auf 200 bis 300 Mio. Euro angestrebt, bei einer EBIT-Marge von mindestens 20 Prozent. Letztere wirkt eher vorsichtig angesetzt, da die Marge in der Kliniksparte zuletzt bereits rund 27 Prozent erreichte.
Bewertung lässt Spielraum
Der Markt hat diese strategische Neuausrichtung nach der Ankündigung des Haemato-Verkaufs zunächst mit einem schnellen Kursaufschlag von rund 20 Prozent quittiert. Seitdem konsolidiert die Aktie jedoch seitwärts bis leicht abwärts und preist das Potenzial der Gesellschaft aus heutiger Sicht noch nicht vollständig ein. Denn selbst auf Basis der Vorstandsplanungen würde das Kurs-Gewinn-Verhältnis der M1-Aktie mittelfristig in den einstelligen Bereich sinken. Zusätzlich lockt eine Dividendenrendite von mehr als 3 Prozent.
Für weiteres Kurspotenzial sorgt zudem mögliche Übernahmefantasie: Nach Unternehmensangaben zeigen auch Private-Equity-Investoren Interesse an der Kliniksparte von M1. Die Neubewertung der Aktie könnte damit gerade erst begonnen haben.
Auch die Kursentwicklung von Pyramid war in den vergangenen Monaten von einem deutlichen Auf und Ab geprägt. Dabei konnte der Hersteller kundenindividueller IT-Systeme im Herbst einen spektakulären Großauftrag vermelden, der ab 2026 für eine neue Umsatzdynamik sorgen dürfte. Mit zeitlicher Verzögerung könnte davon auch die Aktie profitieren: zum Artikel
Guter Newsflow, der auch die Aktie beflügeln könnte, ist auch von Matador Secondary Private Equity zu erwarten. Das Unternehmen, das in bestehende Private-Equity-Vehikel mit bekannten Portfoliostrukturen investiert, hat kürzlich über deutlich steigende Rückflüsse aus seinen Fonds berichtet, was auf gute Zahlen für 2025 hoffen lässt: zum Artikel
Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Erstellung am 09.02.26 um 9:58 Uhr. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.375 Prozent oder 14,2 Prozent p.a. (Stand: 07.02.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.
Hinweise zu potenziellen Interessenkonflikten:
Der Autor oder eine ihm nahestehende Person halten Aktien des Unternehmens oder derivative Instrumente, die vom Kurs der Aktien abhängen.
Eine StockXperts oder dem Autorenteam von StockXperts nahestehende Gesellschaft hält Aktien des Unternehmens oder derivative Instrumente, die vom Kurs der Aktien abhängen, und/oder sie hat die Aktie in ein von ihr betreutes Musterdepot oder Anlagevehikel (bspw. ein Zertifikat) aufgenommen.
Bitte beachten Sie auch unsere Informationen zur SmartCaps-Redaktion, insbesondere zu Arbeitsmethoden und zu potenziellen Interessenkonflikten, sowie unseren Disclaimer/Haftungsausschluss: zum Artikel