MORNING BRIEFING - USA/Asien

09.01.26 07:52 Uhr

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

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MONTAG: In Japan bleiben die Börsen wegen eines Feiertags geschlossen.

+++++ TAGESTHEMA +++++

Glencore und Rio Tinto verhandeln wieder über einen möglichen Zusammenschluss, durch den der weltgrößte Bergbaukonzern entstehen könnte. Glencore bestätigte am Donnerstag einen Artikel der Financial Times, die berichtet hatte, dass Glencore sich in vorläufigen Verhandlungen mit Rio Tinto über die Zusammenlegung einiger oder aller Geschäftsbereiche der beiden Unternehmen befinde. Rio Tinto reagierte zunächst nicht auf die Bitte um eine Stellungnahme. Wie die in der Schweiz ansässige Glencore mitteilte, könnte die Fusion über einen Aktientausch vollzogen werden. Glencore hat Daten von Factset zufolge eine Marktkapitalisierung von etwa 67,44 Milliarden US-Dollar. Rio Tinto ist an der Börse etwa 145,32 Milliarden Dollar wert. Im Jahr 2014 hatte Rio Tinto ein Fusionsangebot von Glencore abgelehnt.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- US

14:30 Arbeitsmarktdaten Dezember

Beschäftigung ex Agrar

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PROGNOSE: +73.000 gg Vm

zuvor: +64.000 gg Vm

Arbeitslosenquote

PROGNOSE: 4,5%

zuvor: 4,6%

durchschnittliche Stundenlöhne

PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+3,6% gg Vj

zuvor: +0,1% gg Vm/+3,5% gg Vj

Baubeginne/-genehmigungen September

Baubeginne

PROGNOSE: +2,5% gg Vm

August: -8,5% gg Vm

Baugenehmigungen

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PROGNOSE: +2,1% gg Vm

August: -3,7% gg Vm

Baubeginne/-genehmigungen Oktober

PROGNOSE: 52,0

Baubeginne

PROGNOSE: 1,33 Mio

zuvor: k.A.

Baugenehmigungen

PROGNOSE: 1,34 Mio

zuvor: k.A.

16:00 Index Verbraucherstimmung Uni Michigan (1. Umfrage) Januar

PROGNOSE: 53,4

zuvor: 53,3

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

zuletzt +/- %

E-Mini-Future S&P-500 6.796,54 +0,3%

E-Mini-Future Nasdaq-100 25.698,00 +0,0%

S&P/ASX 200 (Sydney) 8.717,80 -0,0%

Nikkei-225 (Tokio) 51.939,89 +1,6%

Hang-Seng (Hongk.) 26.221,61 +0,3%

Shanghai-Comp. 4.112,69 +0,7%

Kospi (Seoul) 4.586,32 +0,7%

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Etwas fester - Nachdem die Börse in Tokio an den Vortagen unter Gewinnmitnahmen und Handelssanktionen Chinas im Zuge der Spannungen zwischen beiden Staaten wegen der Machtansprüche Chinas über Taiwan gelitten hatte, führt sie am Freitag in einer Erholungsbewegung die Gewinnerliste an. Unterstützend wirkt dabei der etwas schwächere Yen, wodurch sich japanische Exporte auf Dollarbasis verbilligen. An den chinesischen Börsen setzen neue Preisdaten kaum Akzente. Sie sind wie erwartet ausgefallen. Gleichwohl liegt der Anstieg der Verbraucherpreise mit 0,8 Prozent auf einem Dreijahreshoch, was tendenziell auf eine Belebung der Konjunktur hindeutet - ebenso, die Entwicklung der Erzeugerpreise. In Sydney gerieten Rio Tinto mit der Nachricht unter Druck, die Gespräche mit Glencore über eine mögliche Fusion wieder aufgenommen zu haben. Rio Tinto gaben um 6,2 Prozent nach, während das Papier des Wettbewerbers BHP um 0,8 Prozent zulegte. "Kohle müsste veräußert werden, um die Unterstützung der australischen Aktionäre zu gewinnen. Rio ist ein relativ einfaches Unternehmen, das sich auf Eisenerz, Kupfer, Aluminium und Lithium (in jüngerer Zeit) konzentriert. Die Hinzufügung einiger weiterer Bereiche verwässert das Bild, und es müssten erhebliche Synergien erzielt werden, um diese Verwässerung auszugleichen"; lautet ein kritischer Kommentar aus dem Handel zu dem Plan. In Seoul legt die Aktie von Hanwha Ocean um 2,7 Prozent zu. Laut dem Wall Street Journal führt der Schiffbauer Gespräche über eine Erweiterung seiner Kapazitäten in den USA. Beim jüngsten Highflyer SK Hynix geht es mit Gewinnmitnahmen um 1,8 Prozent nach unten.

WALL STREET

INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 49.266,11 +0,6% 270,03 +1,9%

S&P-500 6.921,46 +0,0% 0,53 +1,1%

NASDAQ Comp 23.480,02 -0,4% -104,26 +1,5%

NASDAQ 100 25.507,10 -0,6% -146,79 +1,6%

Donnerstag Mittwoch

Umsatz NYSE (Aktien) 1,23 Mrd 1,20 Mrd

Gewinner 1.890 997

Verlierer 848 1.751

Unverändert 95 88

Uneinheitlich - Vor den US-Arbeitsmarktdaten am Freitag dominierte Zurückhaltung. Im Technologiesektor nahmen Anleger vor allem bei Speicherchipherstellern Gewinne mit. Konjunkturdaten setzten keine Akzente. Rüstungswerte erholten sich von ihren kräftigen Vortagesverlusten, nachdem US-Präsident Donald Trump eine Erhöhung des Verteidigungshaushalts auf 1,5 Billionen Dollar bis 2027 angekündigt hatte. Tags zuvor hatten Pläne Trumps noch für Druck gesorgt, den Branchenunternehmen Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe zu untersagen. Lockheed Martin gewannen 4,3 und Northrop Grumman 2,3 Prozent. Applied Digital kletterten um 8,1 Prozent, gestützt von stark ausgefallenen Geschäftszahlen mit einem in etwa verdreifachten Umsatz. Constellation Brands stiegen um 5,4 Prozent. Der Getränkehersteller hatte zwar einen niedrigeren Quartalsumsatz und -gewinn berichtet, die Zahlen fielen aber dennoch besser aus als vom Markt erwartet. Abbvie gaben um 4 Prozent nach, Revolution Medicines stiegen um 4,6 Prozent, nachdem Abbvie Berichte über Verhandlungen zur Übernahme des Krebsmedikamentenspezialisten zurückgewiesen hatte. Am Vortag waren Abbvie mit dem Übernahmegerücht um gut 4 Prozent gestiegen, Revolution um fast 30 Prozent.

US-ANLEIHEN

Die Anleiherenditen stiegen wieder, nachdem die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf einen soliden Arbeitsmarkt hingedeutet hatten. Bereits an den Vortagen hatte die Zinssenkungsspekulation etwas nachgelassen. Die Zehnjahresrendite stieg um 5 Basispunkte auf 4,19 Prozent.

DEVISEN

zuletzt +/- % 00:00 Do, 08:30 % YTD

EUR/USD 1,1650 -0,1 1,1659 1,1679 -0,6%

EUR/JPY 183,36 0,3 182,88 182,89 -0,6%

EUR/GBP 0,8674 -0,0 0,8677 0,8683 -0,5%

GBP/USD 1,3430 -0,1 1,3437 1,3451 -0,1%

USD/JPY 157,39 0,3 156,85 156,58 -0,1%

USD/KRW 1.458,20 0,5 1.451,18 1.450,62 +0,4%

USD/CNY 7,0131 -0,1 7,0189 7,0149 +0,0%

USD/CNH 6,9811 -0,0 6,9814 6,9820 +0,2%

USD/HKD 7,7942 0,0 7,7921 7,7898 +0,0%

AUD/USD 0,6694 -0,1 0,6703 0,6697 +0,8%

NZD/USD 0,5740 -0,2 0,5751 0,5754 +0,3%

BTC/USD 91.011,20 -0,1 91.128,35 90.137,15 +2,7%

YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags

Der Dollar baute seine jüngsten Gewinne aus, gestützt vom Anstieg der US-Marktzinsen. Der Dollarindex stieg um 0,3 Prozent. Der aktuelle Anstieg dürfte begrenzt und vorübergehend bleiben, es sei denn, der US-Arbeitsmarktbericht für Dezember falle stärker als erwartet aus, meinte XS-Analystin Rania Gule mit Blick auf den Freitag.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold 4.474,77 4.476,70 -0,0% -1,94 +3,2%

Silber 77,31 77,0015 +0,4% +0,31 +9,7%

Platin 1.966,39 1.948,43 +0,9% +17,96 +12,3%

Kupfer 5,86 5,80 +1,1% +0,07 +42,6%

YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags

Der Goldpreis stabilisierte sich nach seinem jüngsten Rücksetzer. Die Feinunze zeigte sich wenig verändert bei 4.458 Dollar. Silber baute jedoch seine Verluste aus und verbilligte sich um weitere 2,7 Prozent.

ÖL

zuletzt VT-Schluss +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 58,36 57,76 +1,0% +0,60 -2,2%

Brent/ICE 62,65 61,99 +1,1% +0,66 -1,2%

YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags

Die Ölpreise holten ihre Vortagesverluste mehr als nur auf. Die Notierungen für Brent und WTI zogen im späten Handel steil an und kletterten um bis zu 5 Prozent nach oben. Im Handel wurde darauf verwiesen, dass US-Präsident Trump einen Gesetzesentwurf unterstützen soll, der harte Sanktionen gegen Käufer russischen Öls vorsieht. Außerdem habe der Ölmarkt mit Verspätung auf die am Vortag veröffentlichten wöchentlichen US-Lagerbestandsdaten reagiert, die überraschend geschrumpft waren. Im asiatisch dominierten Handel am Freitag steigen die Ölpreise weiter.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++

CHINA - Inflation

Die Verbraucherpreisinflation in China hat im Dezember leicht angezogen, während die Erzeugerpreise weiterhin rückläufig waren. Der Verbraucherpreisindex stieg im Dezember im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozent und entsprach damit den Markterwartungen. Im November hatte der Anstieg 0,7 Prozent betragen. Es war der dritte monatliche Zuwachs in Folge. Der Dezember-Wert ist zugleich der höchste seit März 2023. Die Erzeugerpreise blieben unter Druck, wenngleich sich das Tempo des Rückgangs verlangsamte. Der Erzeugerpreisindex fiel um 1,9 Prozent, nach einem Rückgang von 2,2 Prozent im November. Ökonomen hatten einen Rückgang von 2,0 Prozent prognostiziert.

GE AEROSPACE

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January 09, 2026 01:52 ET (06:52 GMT)