Mutares will den Wachstumsturbo zünden

18.03.26 10:59 Uhr

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Mutares liefert starke Zahlen für 2025 und will dank internationaler Expansion künftig noch schneller wachsen. Nur ein Aspekt trübt das Bild ein wenig.

 

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Mit starken vorläufigen Jahreszahlen hat die Beteiligungsgesellschaft Mutares ihre Prognosen für 2025 erfüllt. So konnte der Sanierungsspezialist die Konzernerlöse um rund 23 Prozent auf 6,5 Mrd. Euro steigern und den - für die Aktionäre relevanten - Gewinn der Holding um 20 Prozent auf 130,8 Mio. Euro erhöhen. Letzteres war maßgeblich durch die den Börsengang und den nachfolgenden Exit bei der Beteiligung Steyr Motors beeinflusst, der allein einen Bruttoerlös von über 170 Mio. Euro für die Holding eingespielt hat. Erfreulich auch, dass das bereinigte EBITDA, das gewissermaßen den Sanierungsfortschritt im Portfolio signalisiert, von -85,4 Mio. auf -27,8 Mio. Euro verbessert werden konnte.

Gut gefüllte Exit-Pipeline

Entsprechend optimistisch blickt das Management auch auf das laufende Jahr, in dem mit der erfolgreichen Veräußerung von LiBCycle sowie den vereinbarten Verkäufen von Kalzip, Relobus und der inTime Group bereits erste Erträge realisiert wurden. Noch deutlich mehr soll im weiteren Jahresverlauf folgen, denn Mutares sieht bei vielen Portfoliotiteln, insbesondere aus den Segmenten Energie und Energieinfrastruktur attraktive Ausstiegschancen und rechnet laut CIO Laumann sogar mit zwei „Blasts“ in diesem Jahr, also regelrechten Exit-Knüllern. In Summe erwartet der Vorstand daher auf Basis der bestehenden Portfoliostruktur sowie der bereits eingefädelten Transaktionen einen Anstieg der Konzernerlöse auf 7,9 bis 9,1 Mrd. Euro und des Holding-Gewinns auf 165 bis 200 Mio. Euro, womit das Gewinnziel an der Oberkante einen Wert markiert, der eigentlich erst für 2028 angepeilt war.

Bullishe Mittelfristprognose

Auch insgesamt gibt sich das Management, vor allem durch den konsequenten Ausbau der Aktivitäten in Asien und den USA, nun deutlich ehrgeiziger für die kommenden Jahre. Einen ersten Vorgeschmack bietet die im Januar vereinbarte Übernahme des europäischen und amerikanischen Geschäftsbereichs Engineering Thermoplasics von SABIC, der mit rund 2 Mrd. Euro Umsatz die mit Abstand größte Übernahme in der Geschichte von Mutares darstellt. In ähnlichen Dimensionen soll es offenbar auch weitergehen, denn bis 2030 hat der Vorstand nun das Ziel ausgegeben, Umsatz und Holding-Gewinn in jedem Jahr um 25 Prozent zu steigern. Käme es auch nur ansatzweise so, dürfte man der Aktie perspektivisch wohl Vervielfachungspotenzial zutrauen, denn schon jetzt liegt das KGV für 2026 bei unter 4!

Anleihebedingung gerissen

Ein Haar in der Suppe gibt es aber doch, denn auf Basis der vorläufigen Zahlen für 2025 erfüllt Mutares ein in den Bedingungen zweier Anleihen zugesagtes Verhältnis von Konzern-Nettoverschuldung und Konzern-Eigenkapital derzeit nicht. Zwar sei bereits absehbar, dass unter Einbeziehung bereits unterzeichneter neuer Beteiligungserwerbe der Quotient wieder eingehalten werde, dennoch muss sich Mutares nun die Zustimmung der Gläubiger einholen, die Anwendung der Kennzahl noch bis zum 29. Juni 2026 auszusetzen, wofür den Gläubigern eine Gebühr von 1,5 % des Nominalvolumens gezahlt werden soll. Zusätzlich will Mutares die Verschuldungsrelationen noch weiter entspannen, indem ab dem zweiten Quartal 2026 in jedem Quartal mindestens ein Anleihevolumen von 25 Mio. Euro zurückerworben wird. Vieles wird also davon abhängen, ob dafür durch entsprechende Exits genügend Cash in die Kassen der Münchner gespült wird. Sollte stattdessen eine Kapitalerhöhung nötig werden - die das Management eigentlich für die nächste Zeit ausgeschlossen hat - wäre das sicherlich kursbelastend.

Vielversprechend stellt sich die Lage bei Daldrup & Söhne dar. Das Unternehmen verspürt starken Rückenwind vom Markt und konnte im letzten Jahr mit einem hohen Auftragseingang und einer sehr starken Aktienperformance überzeugen. Derzeit konsolidiert die Aktie etwas, was sich im Nachhinein aber als Einstiegschance erweisen könnte. Denn an den guten Aussichten hat sich nichts geändert: zum Artikel

Als eine Einstiegschance könnte sich auch die aktuelle Phase bei Matador Secondary Private Equity ergeben. Denn das Unternehmen wird am 19. März seine Zahlen für 2025 und vor allem den Ausblick auf 2026 veröffentlichen. Sollte sich dabei der positive Trend der Ausschüttungen aus dem zweiten Halbjahr bestätigen, könnte das die zuletzt richtungslose Aktie spürbar anschieben: zum Artikel

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Erstellung am 18.03.26 um 10:42 Uhr.

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