17.09.2018 21:19

Ray Dalio: Die nächste Finanzkrise wird "sozial und politisch härter"

Rezession ab 2019?: Ray Dalio: Die nächste Finanzkrise wird "sozial und politisch härter" | Nachricht | finanzen.net
Rezession ab 2019?
Folgen
Ray Dalio sagt der amerikanischen Wirtschaft eine gefährliche Zukunft voraus. Steht der baldige Abschwung der amerikanischen Wirtschaft sowie des US-Dollars - und damit der globalen Finanzwelt - bevor?
Werbung
Milliardär und Bridgewater-Gründer Ray Dalio geht schon länger davon aus, dass ab 2019 eine schwierige Phase für Anleger anbrechen wird. In einem Interview mit Bloomberg warnte er nun vor einer bevorstehenden Rezession in den Vereinigten Staaten. Diese könne der Rezession der 1930er-Jahre ähneln und wäre eine große Gefahr.

Gibt es keine andere Wahl?

Dalio verglich in seinem Interview das aktuelle Umfeld der amerikanischen Wirtschaft mit der Rezession der Jahre 1930 bis 1945. Zudem spiegle ihm zufolge die Finanzkrise von 2008 den Beginn der Weltwirtschaftskrise von 1929 bis 1932 wieder. Bereits diese Finanzkrise ließ der Geldpolitik keine Wahl: Die Preise der Vermögenswerte schnellten in die Höhe, weil mehr Geld in Umlauf gebracht wurde und Vermögenswerte gekauft wurden. Aber hat die amerikanische Wirtschaft auch diesmal keine Alternative?

Die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) werde, so Dalio, die Geldmenge erhöhen. Er gehe davon aus, dass die Fed mehr Geld drucken werde, um das Defizit zu finanzieren, das aufgrund einer niedrigeren in- und ausländischen Nachfrage nach amerikanischen Staatsanleihen entstünde. Der US-Dollar würde demnach schwächeln und laut Dalio sogar eine Abwertung von rund 30 Prozent verzeichnen.

Die Rezession, die den USA dann bevorstünde, habe laut dem Bridgewater-Gründer enorme Ausmaße.

Politische und soziale Krise mit großen Auswirkungen

Ray Dalio geht davon aus, dass der nächste Abschwung nicht nur fatal für die heimische Wirtschaft werden kann, sondern auch global härtere Auswirkungen mit sich bringen wird. "Ich denke, dass es in Bezug auf die sozialen, politischen Probleme schwerer sein wird. Und ich denke, es wird schwieriger zu handhaben sein ... Es wird nicht dasselbe sein in Bezug auf die große Schuldenkrise. Es wird eine langsamere, einschneidendere Art von Schuldenkrise sein, von der ich glaube, dass sie größere soziale Bedeutung und größere internationale Auswirkungen haben wird," sagte Dalio. Er verrät zudem, auf welchen Zeitpunkt sich der Markt einstellen kann. "In zwei Jahren beginnt die Zeit, über die ich mir Sorgen mache," fügte er hinzu.

Ob der bevorstehende mögliche Abschwung tatsächlich größere Probleme als die Finanzkrise von 2008-2009 mit sich bringen oder diese gar übertreffen würde, bleibt abzuwarten. Ray Dalios Zukunft der Finanzwelt scheint düster.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Michel Euler/AP, Anja Niedringhaus/AP
Werbung
Werbung
Werbung
Neue Funktionen als Erstes nutzen
Sie nutzen finanzen.net regelmäßig? Dann nutzen Sie jetzt neue Funktionen als Erstes!
Hier informieren!
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

Wall Street schließt in Grün -- DAX beendet Handel kaum verändert -- Apple plant neues Verschlüsselungssystem -- GameStop macht weiter Verluste -- Siemens, RWE, BMW im Fokus

Kapitalerhöhung der Credit Suisse stößt wohl auf hohes Anlegerinteresse. VW erwartet beim Geschäft mit Autofinanzierungen ein schweres Jahr 2023. ExxonMobil erhöht Aktienrückkaufprogramm. Unilever plant wohl Zukauf von US-Eiscreme-Marken. Henkel gibt Zahnpasta-Marken an Katjes weiter. Bernstein bestätigt Tesla-Einschätzung - Kursziel 150 US-Dollar. Netflix startet Serie über Harry und Meghan.

Umfrage

Die Regierung möchte das Staatsangehörigkeitsrechts reformieren. Stimmen sie einer erleichterten Einbürgerung zu?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln