Teamviewer: Knapp ins Ziel gerettet
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Teamviewer hat vorläufige Zahlen für 2025 veröffentlicht und die Zielerreichung bei den Pro-forma-Umsätzen gemeldet. Die Aktie steigt – doch die Fragezeichen bleiben.
Werte in diesem Artikel
Die Aktie von Teamviewer befindet sich seit Mai 2025 im Rückwärtsgang. Möglicherweise war der anhaltende Kursdruck ein Grund dafür, dass das Unternehmen bereits sehr früh im Jahr die vorläufigen Zahlen für 2025 veröffentlicht hat. Die Kernaussagen lauten, dass die Prognose für die Pro-forma-Topline – sprich den Umsatz – erreicht und das Ziel für die bereinigte EBITDA-Marge von rund 44 Prozent nochmals bestätigt wurde.
Unterschiedliche Sichtweisen
Um die Zielerreichung zu belegen, nennt das Unternehmen die ursprüngliche Zielspanne vom Oktober 2025 und die nun erreichten Umsatzwerte einerseits auf Basis der relevanten Wechselkursannahmen zum dritten Quartal und andererseits auf jenen zum vierten Quartal. Die Abweichungen verdeutlichen zumindest die Währungsschwankungen. Wohlwollen unterstellt, erscheint die Darstellung jedoch eher irritierend als zielführend.
1E lässt aufhorchen
Die für Investoren wichtigste Nachricht geht dabei fast unter. So soll die Tochtergesellschaft 1E, deren Entwicklung zuletzt unter Plan gelegen hatte und eine Anpassung der Ziele für 2026 erforderlich machte, das vierte Quartal mit einem „sequenziellen ARR-Wachstum“ abgeschlossen haben. Die Annual Recurring Revenues (ARR) sind für Analysten und Investoren ein zentraler Indikator für die Bewertung der Geschäftsentwicklung.
Fazit
Die Teamviewer-Aktie befindet sich nach der Meldung kräftig im Aufwind. Eine starke Kursreaktion auf Geschäftszahlen war bei dem Papier schon häufiger zu beobachten, änderte letztlich aber nichts am mittelfristigen Abwärtstrend. Denn den Elefanten im Raum will offenbar niemand sehen: die angeschlagene Bilanz per 30. September 2025. Die Eigenkapitalquote beträgt nur knapp acht Prozent, und auf der Aktivseite übersteigt der bilanzierte Goodwill die Eigenkapitalposition um den Faktor acht bis neun. Zudem ist die Liquidität mit knapp 28 Mio. Euro weiterhin dünn. Wenngleich die Aktie technisch eine beachtenswerte Reaktion zeigt, bleibt die fundamentale Lage mit Fragezeichen behaftet.
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