14.01.2022 20:14

EZB-Direktorin Schnabel warnt vor "zu frühen" Zinserhöhungen

Trotz hoher Inflation: EZB-Direktorin Schnabel warnt vor "zu frühen" Zinserhöhungen | Nachricht | finanzen.net
Trotz hoher Inflation
Folgen
Die Direktorin der Europäischen Zentralbank (EZB), Isabel Schnabel, hat trotz eines Rekordhochs bei der Inflation vor Zinserhöhungen gewarnt.
Werbung
Die Preise sind in der Eurozone im Dezember gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent gestiegen, so stark wie noch nie seit Einführung der Gemeinschaftswährung. Die EZB gehe davon aus, dass die Inflation in ein bis drei Jahren wieder deutlich sinken werde. "Darum dürfen wir die Zinsen nicht zu früh erhöhen", sagte Schnabel der Süddeutschen Zeitung. "Das könnte dazu führen, dass der Aufschwung abgewürgt wird."

An den derzeit rasant steigenden Preisen könne die EZB nichts ändern. "Wenn wir heute Maßnahmen ergreifen, wirken diese erst mit Verzögerung", sagte sie. Die Geldpolitik könne auch den Öl- oder Gaspreis nicht senken.

In Deutschland kritisieren viele die EZB dafür, dass sie an ihrer Nullzinspolitik festhält. Schnabel sieht hier auch ein Kommunikationsproblem: "Wir bemühen uns, komplexe Zusammenhänge möglichst einfach zu erklären. Manchmal gelingt uns das vielleicht nicht." Daraus könne aber nicht folgen, "dass wir eine aus unserer Sicht falsche Geldpolitik betreiben, nur weil wir Sorge haben, dass unsere Maßnahmen schwierig zu erklären sind", sagte sie. "Das würde großen Schaden anrichten."

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/sha/mgo

(END) Dow Jones Newswires

January 14, 2022 13:11 ET (18:11 GMT)

FRANKFURT (Dow Jones)

Bildquellen: Oliver Hoffmann / Shutterstock.com, Yurchyks / Shutterstock.com
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

US-Börsen rutschen deutlich ab -- DAX geht tiefrot ins Wochenende -- Netflix enttäuscht mit Prognose -- Siemens Energy schockt mit Prognosesenkung -- CureVac, Google, Siltronic, Zalando im Fokus

Schlumberger übertrifft Erwartungen. Total zieht sich nach Militärputsch aus Myanmar zurück. ElringKlinger gibt Jobgarantie bis 2024 an Dettinger Standorten. Airbus kündigt im Streit mit Qatar Airways Vertrag für A321neo. AUTO1-Eigner prüfen koordinierten Aktien-Verkauf nach Kurserholung. secunet 2021 mit Umsatzsprung. Intel will Chip-Werke für 20 Milliarden Dollar in Ohio bauen.

Umfrage

Haben Sie Verständnis für Menschen, die gegen die Corona-Politik demonstrieren?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln