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27.12.2017 08:11

Klima als neuer Wachstumstreiber

Vermögensverwalter-Kolumne: Klima als neuer Wachstumstreiber | Nachricht | finanzen.net
Vermögensverwalter-Kolumne
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Seit acht Jahren kennen die Aktienmärkte quasi nur eine Richtung: Aufwärts.
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Die Gründe hierfür - Geldschwemme der Notenbanken und mangelnde Alternativen auf Grund des historisch niedrigen Zinsniveaus- sind bekannt und viel beschrieben worden.

In der marktwirtschaftlichen Theorie gibt es aber keinen gleichförmigen Verlauf, vielmehr wechseln sich Auf- und Abschwung mehr oder minder regelmäßig ab. Es ist also verständlich, dass die Stimmen, die eine bevorstehende Korrektur der Aktienmärkte anmahnen, lauter werden. Es ist auch nicht zu leugnen, dass sich bei einzelnen Werten ordentlich heiße Luft angesammelt hat, die zu passender Gelegenheit abgelassen werden muss. Doch die Stimmung in der Wirtschaft ist gut und die Wachstumsprognosen positiv. Ein Crash-Szenario für den Gesamtmarkt ist daher eher unwahrscheinlich.

Was aber passiert, wenn die Notenbanken ihre Versprechen einlösen und die Treibstoffzufuhr im nächsten Jahr drosseln, was sind dann die Treiber für weiter steigende Aktienmärkte? In der Vergangenheit waren es immer die bahnbrechenden Erfindungen, die die Welt veränderten und für lang anhaltende Aufschwungphasen sorgten. Der österreichische Ökonom Joseph Schumpeter stellte bereits vor 100 Jahren die These auf, der eigentliche Motor für Wohlstand und Wachstum seien neue Ideen und Technologien, die alte verdrängen und somit lange Wellen in Gang setzen. Er benannte sie nach seinem Entdecker, dem russischen Wissenschaftler Nicolai Kondratieff.

Fünf der sogenannten Kondratieff- Zyklen kennen wir bis heute: Die Erfindungen der Dampfmaschine, die die Wirtschaft revolutionierte, der Eisenbahn, die Transportzeiten von Menschen und Gütern dramatisch senkte, Elektrizität, das Auto und zuletzt die computerbasierte Informationstechnik. Die Produktivitätsfortschritte durch Computer und Internet sind nahezu ausgeschöpft. Investoren verdienten in den vergangenen Jahren nur noch mit Geld viel Geld - wie so oft am Ende eines Innovationszyklus. Stehen wir also am Beginn eines neuen, dem sechsten Kondratieffzyklus?

Einige sehen auf Grund der demografischen Entwicklung im Thema Gesundheit den Beginn des nächsten Zyklus. Aber vielleicht ist auch das Thema Umwelt der ausschlaggebende Faktor für bahnbrechende Erfindungen und einer damit einhergehenden langandauernden Welle. Extreme Wetterbedingungen, wie Hurrikane und Überschwemmungen, Fukushima, sowie die Feinstaubbelastung belasten nicht nur die Volkswirtschaften, sie haben zuletzt zu einem extremen Umdenken geführt. Umweltschutz ist nicht mehr nur etwas für Grüne, Umwelt entwickelt sich zu einer knapp werdenden Ressource und erhält auf einmal einen Preis, denn Umweltverbrauch wird zu einem Kostenfaktor.

Ein neuer Eco-Trend lässt Umwelt- und Verantwortungsbewusstsein der Konsumenten wachsen. Die Politik, allen voran die Chinesen mit ihren harten Auflagen zur Erhöhung der Elektromobilität, macht Druck auf die Wirtschaft. Reicht dies für nachhaltiges und weltweites Wirtschaftswachstum und was bedeutet dies für Investoren?

Das World Energy Council schätzt, dass sich der Stromverbrauch weltweit bis zum Jahr 2060 verdoppeln wird. Speicherung und Transport sind die größten Hürden und bedürfen laut WEC bis dahin Investitionen von bis zu 45 Billionen US- Dollar. Es ist nicht die Frage ob, sondern wann der Knoten platzt und wir neue, vielleicht auch bahnbrechende Entwicklungen sehen, die den aktuellen Problemen den Weltklimas entgegenwirken können.

Den perfekten Einstieg für ein Investment findet man selten. Für langfristig orientierte Anleger kann es sich empfehlen die frühe Chance zu nutzen um vielleicht auf der sechsten Welle des Kondratieffs mitzureiten.

Von Ralph Rickassel, PMP Vermögensmanagement in Düsseldorf, eine Niederlassung der Donner & Reuschel Lux S.A.

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Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: vectorfusionart / Shutterstock

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