04.05.2015 09:54

Value-Stocks: Villeroy & Boch Raus aus den gesättigten Märkten

Vermögensverwalter-Kolumne: Value-Stocks: Villeroy & Boch Raus aus den gesättigten Märkten | Nachricht | finanzen.net
Vermögensverwalter-Kolumne
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Seinen Ursprung fand das Unternehmen bereits 1748, als der Kanonengießer Francois Boch einen beruflichen Neuanfang wagte und zusammen mit seinen Söhnen mit der Herstellung von Keramikgeschirr beginnt.
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von Susanne Woda, Portfoliomanagerin der GVS Financial Solutions GmbH in Dreieich

Um im europäischen Wirtschaftsgefüge besser bestehen zu können, fusioniert das Unternehmen 1836 mit seinem Konkurrenten Villeroy und zählt damit zu den ersten Global Playern des 19. Jahrhunderts. Seit 1987 als Aktiengesellschaft geführt, bleibt das Unternehmen aber im Familienbesitz, der Börsengang folgt 1990. Die Stammaktien befinden sich bis heute im Besitz der Gründerfamilien, von den Vorzugsaktien befinden sich 88 Prozent im Freefloat und werden seit 2013 im S-DAX geführt.

Das Unternehmen versteht sich heute als Komplettanbieter für Produkte rund um Tisch, Küche und Bad. Gebündelt in den Unternehmensbereichen Bad& Wellness sowie Tischkultur stellt Villeroy & Boch heute neben hochwertigem Geschirr, Sanitärkeramik und Fliesen u.a. auch Bad- und Küchenmöbel her. Basis der Geschäfte ist die Positionierung auf den westeuropäischen Märkten, der Umsatzanteil Deutschlands beträgt 28 Prozent, danach folgen Italien und Frankreich mit zusammen elf Prozent. Amerika spielt eine untergeordnete Rolle.

Doch die Märkte sind gesättigt und Wachstum kann auch ein Traditionshaus wie Villeroy & Boch kaum noch erzielen. Im Gegenteil, das Geschäft in der europäischen Peripherie sinkt, der Umsatz in Italien und Frankreich ging im Jahr 2014 um knapp sieben Prozent zurück. Deutschland wuchs mit 2,8 Prozent, etwas mehr Zuwachs erzielten noch die Benelux-Staaten, Großbritannien und Österreich. So ist es nicht verwunderlich, dass das Unternehmen sich den Wachstumsländern zuwendet, wo zunehmender Wohlstand die Nachfrage nach dem besonderen Etwas ankurbelt. Vorangetrieben wird besonders die Distribution in Russland und China. Das Geschäft dort macht zusammen etwa sieben Prozent aus und wächst mit hohem Tempo.

2014 erzielte das Unternehmen dort Zuwachsraten von mehr als 20 Prozent. Gemessen an der Größe der beiden Länder steckt hier noch mehr Potenzial. Und auch im Nahen Osten kann das Unternehmen beachtliche Wachstumsraten vorweisen.

Nach dem drastischen Konjunktureinbruch 2009 ist das Unternehmen wieder auf einem profitablen Wachstumspfad. Im Jahr 2014 konnten erneut Umsatz und Ergebnis gesteigert werden. Und auch das erste Quartal lief mit einer Ergebnissteigerung von fast 35 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gut an. Das Geschäft in Russland wächst trotz der angespannten politischen und wirtschaftlichen Lage. Das Unternehmen bestätigte die Jahresziele mit einem Umsatzplus von drei bis fünf Prozent und einer Ergebnissteigerung von fünf Prozent.

Anscheinend ist dies den Anlegern noch zu wenig, denn mit Bekanntgabe der Zahlen ging es mit dem Aktienkurs kürzlich fast fünf Prozent auf aktuell zwölf Euro bergab. Damit notiert die Aktie aktuell bei einem 2015-er KGV von 13,5. Wohl sorgen mögliche Risiken aus dem Russland-Geschäft noch für einen kräftigen Abschlag. Die Gewinnprognosen der Analysten sind eher verhalten und sprechen für eine langweilige Kursentwicklung, so rechnet man 2016 mit einem Gewinn pro Aktie von 1,01 Euro nach 0,98 Euro im Vorjahr.

Dafür punktet das Unternehmen mit einer günstigen Bewertung. Auch das KCV liegt mit sieben im günstigen Bereich und die Dividendenrendite bei 3,6%. Auf kurzfristig hohes Dividendenwachstum sollten Anleger aber nicht spekulieren, denn das Augenmerk dürfte auf dem Ausbau der Eigenkapitalquote liegen, die in den letzten Jahren rückläufig war und aktuell 23 Prozent beträgt.

Immer mehr Privatanleger in Deutschland vertrauen bei ihrer Geldanlage auf bankenunabhängige Vermögensverwalter. Frei von Produkt- und Verkaufsinteressen können sie ihre Mandanten bestmöglich beraten. Mehr Informationen finden Sie unter www.vermoegensprofis.de.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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21.07.2015VilleroyBoch vz HoldDeutsche Bank AG
20.07.2015VilleroyBoch vz buyOddo Seydler Bank AG
16.02.2015VilleroyBoch vz buyClose Brothers Seydler Research AG
22.10.2014VilleroyBoch vz HoldClose Brothers Seydler Research AG
16.10.2014VilleroyBoch vz buyClose Brothers Seydler Research AG
20.07.2015VilleroyBoch vz buyOddo Seydler Bank AG
16.02.2015VilleroyBoch vz buyClose Brothers Seydler Research AG
16.10.2014VilleroyBoch vz buyClose Brothers Seydler Research AG
14.07.2014VilleroyBoch vz buyClose Brothers Seydler Research AG
23.04.2014VilleroyBoch vz buyClose Brothers Seydler Research AG
21.07.2015VilleroyBoch vz HoldDeutsche Bank AG
22.10.2014VilleroyBoch vz HoldClose Brothers Seydler Research AG
11.02.2014VilleroyBoch vz haltenDeutsche Bank AG
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