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20.05.2014 15:00
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Köttners Aufholjagd

Das einstige DWS-Flaggschiff Vermögensbildung I kann seine Note verbessern, der Templeton Global Bond Fund steigt ab.
€uro am Sonntag
von Andreas Hohenadl, Euro am Sonntag

Lange Jahre zählte der DWS Vermögensbildungsfonds I zu den Verkaufsschlagern der Branche. Mit ihm wagten unzählige Anleger den Einstieg in den globalen Aktienmarkt. Und nicht zuletzt erarbeitete sich der langjährige Fondslenker Klaus Kaldemorgen mit diesem Portfolio seinen Starmanager-Status. Doch ab 2007 lief es nicht mehr richtig rund bei Kaldemorgen. Der Fonds hinkte meist seinem Vergleichsindex, dem MSCI World, hinterher. Anfang 2012 war der Vermögensbildung I bis auf FondsNote 4 abgerutscht. Im Februar 2013 schließlich der Schnitt: Die DWS holte vom Konkurrenten Union Investment Andre Köter.

Der hatte sich mit dem erfolgreichen Management des Aktienfonds UniGlobal einen Namen gemacht. Neben dem Vermögensbildung I übernahm Köttner auch die Leitung des Akkumula von Kaldemorgen. Auch dieser globale Aktienfonds trug nur noch die wenig schmeichelhafte Note 4. Nun zeigt sich, dass Köttner das Blatt zu wenden versteht. Bereits im vergangenen Monat stuften €uro am Sonntag und das Münchner Analysehaus FondsConsult den DWS Akkumula von Note 4 auf 3 hoch. In diesem Monat nun ging es für den Vermögensbildung I von FondsNote 4 auf 3 herauf. Im Gegensatz zu Kaldemorgen setzt Köttner weniger auf große Themen, sondern stärker auf die Auswahl von Einzeltiteln. Mehr als die Hälfte des Portfolios hat er derzeit mit Unternehmen aus den USA bestückt.

Die weltweiten Aktienportfolios scheinen bei der Fondsgesellschaft der Deutschen Bank generell besser in Schwung zu kommen. Denn auch der DWS Global Value und der DWS Zukunftsstrategie Aktien konnten sich in diesem Monat von Note 3 auf 2 verbessern. Aufwärts ging es auch für Nebenwertefonds wie den M & G European Smaller Companies (siehe Investor-Info unten).

Rückschlag für Hasenstab
Abwärts in der Bewertung ging es dagegen für das Anleihedickschiff Templeton Global Bond Fund. Das von Michael Hasenstab und Sonal Desai gemanagte Portfolio trägt seit diesem Monat nur noch die FondsNote 3. Für den knapp 30 Milliarden Euro schweren Fonds lief das vorige Jahr nicht besonders gut. Und die schwache Phase dauert weiter an. Auf Jahressicht steht ein Minus von knapp sechs Prozent zu Buche. Daneben hat der Fonds auch mit schwindenden Anlegergeldern zu kämpfen. Denn vielen Investoren ist Hasenstabs Strategie, in großem Stil auf ukrainische Anleihen zu setzen, zu riskant. Auf lange Sicht erwirtschaftete der Fondsmanager aber gerade mit solchen mutigen Wetten überdurchschnittliche Renditen. So setzte er etwa mitten in der Eurokrise auf irische Staatsanleihen und fuhr damit hohe Gewinne ein.

Erstmals eine Bewertung erhält der deutsche Nebenwertefonds DB Platinum III Platow. Auf Anhieb schaffte das 2007 gestartete Portfolio die Spitzennote 1. Über die vergangenen fünf Jahre erzielte der mit knapp 50 Millionen Euro relativ kleine Fonds einen Wertzuwachs von mehr als 185 Prozent. Die Investments werden vom Team des Börsennewsletters "Platow Börse" ausgewählt, die sich dabei an keinem Vergleichsindex orientieren.

Mit Note 2 erstmals bewertet wurde der Europaaktienfonds Henderson Horizon European Growth. Die Fondsmanager Richard Pease und Simon Rowe investieren in Unternehmen mit starken Geschäftsmodellen und stetigem Wachstum. Die Firmen, die den Kern des Portfolios bilden, kaufen Pease und Rowe mit einem Investmenthorizont von fünf bis zehn Jahren.

Investor-Info

M & G European Smaller Comp.
Die Kraft der Kleinen

In diesem Monat konnte sich eine Handvoll Aktienfonds mit Schwerpunkt europäische Nebenwerte in der FondsNote verbessern. Unter ihnen der M & G-Fonds, der nun mit Note 2 statt 3 bewertet wird. Fondsmanager Charles Anniss wählt für sein konzentriertes Portfolio kleinere Unternehmen in Europa, deren Geschäftsmodell nicht ohne Weiteres reproduzierbar ist und die dadurch einen Wettbewerbsvorteil besitzen. Auf Sicht von fünf Jahren erwirtschafte er so ein Plus von rund 137 Prozent.

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