05.03.2021 21:42

Smartwatches sollen Corona-Infektion vorhersagen können - noch bevor Symptome auftreten

Apple Watch, Fitbit & Co.: Smartwatches sollen Corona-Infektion vorhersagen können - noch bevor Symptome auftreten | Nachricht | finanzen.net
Apple Watch, Fitbit & Co.
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Noch bevor die ersten Symptome einer Corona-Infektion auftreten, kann der Virus von Mensch zu Mensch weitergegeben werden. Das erschwert die Eindämmung der Pandemie ungemein. Smartwatches wie die Apple Watch oder Fitness-Tracker von Fitbit oder Garmin sollen hier Abhilfe schaffen können.
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Das berichtet der US-Fernsehsender CBS unter Berufung auf Studienergebnisse der Stanford Universität und der Mount Sinai Klinik in New York City, in denen unter anderem der Einsatz jener Smartwatches im Kampf gegen die Corona-Pandemie untersucht wurde. Wie aus den Ergebnissen der Studien hervorgeht, sollen die Geräte vorhersagen können, ob eine Person COVID-19-positiv ist, noch bevor sich erste Symptome zeigen oder die Erkrankung durch Tests nachweisbar ist. Den Experten zufolge kann die Technologie der Smartwatches eine wichtige Rolle bei der Eindämmung der Pandemie und anderer übertragbarer Krankheiten spielen.

Kleine zeitliche Veränderungen zwischen einzelnen Herzschlägen

Die von der Mount Sinai Klinik durchgeführte Studie analysierte insbesondere die Herzfrequenzvariabilität, die zeitliche Variation zwischen einzelnen Herzschlägen, was auch ein Maß dafür ist, wie gut das Immunsystem einer Person funktioniert. Die Forscher erkannten laut dem Bericht von CBS, dass eine Apple Watch bereits geringfügige Veränderungen des Herzschlages erkennen und anzeigen kann. Anzeichen, die auch auf eine Corona-Infektion hinweisen können. Dadurch sollen sich Erkrankungen bis zu sieben Tage früher vorhersagen lassen, noch bevor der Infizierte selbst etwas davon bemerkt, so die Studie. Infizierte Personen weisen im Gegensatz zu Nicht-Infizierten eine niedrigere Herzfrequenzvariabilität auf, also geringere zeitliche Abweichungen zwischen einzelnen Herzschlägen. Eine hohe Herzfrequenzvariabilität ist ein Indikator dafür, dass das Nervensystem einer Person aktiv, anpassungsfähig und widerstandsfähiger gegen Stress ist.

"Im Moment verlassen wir uns darauf, dass Menschen sagen, dass sie krank sind und sich nicht gut fühlen. Das Tragen einer Apple Watch erfordert jedoch keine aktiven Benutzereingaben und kann Personen identifizieren, die möglicherweise asymptomatisch sind. Dies ist eine Möglichkeit, Infektionskrankheiten besser zu kontrollieren", wie Rob Hirten, Autor der Studie und Assistenzprofessor für Medizin an der Icahn School of Medicine am Mount Sinai in New York City, in dem Bericht zitiert wird. "Wir wussten bereits, dass sich die Herzfrequenzvariabilität ändert, wenn sich eine Entzündung im Körper entwickelt, und COVID ist ein unglaublich entzündliches Ereignis" so Rob Hirten in dem Bericht. Apple selbst nahm laut Angaben des CBS-Berichts nicht an der Studie teil, sei sich aber darüber bewusst, zu was ihre Smartwatches fähig seien.

Fitness-Tracker als Mittel für frühzeitige Warnung

Eine weitere Studie der Stanford Universität, in der Teilnehmer verschiedene Aktivitäts-Tracker von Garmin, Fitbit, Apple und weiteren Herstellern trugen, zeigte, dass sich bei 81 Prozent der infizierten Personen bis zu neuneinhalb Tage vor Einsetzen der Symptome Veränderungen der Ruheherzfrequenz feststellen ließen. Eine extrem erhöhte Herzfrequenz sei ein Hinweis auf das Auftreten von Symptomen gewesen, so die Studie. Laut der im November veröffentlichten Studie identifizierten die Forscher mithilfe der von den Smartwatches ermittelten Daten mit 63 Prozent fast zwei Drittel der COVID-19-Fälle vier bis sieben Tage bevor Menschen Symptome zeigten. Dabei untersuchte die Studie Daten von 32 Personen aus einem Pool von über 5.000 positiv-getesteten Teilnehmern. Ziel der Untersuchungen ist es, die Betroffenen frühzeitig zu warnen, sodass sie sich rechtzeitig von anderen Menschen isolieren können und diese wiederum so vor einer Ansteckung schützen.

In beiden Arbeiten hielten die Forscher fest, dass es sich bei den dargestellten Ergebnissen vielmehr um einen Zwischenschritt in die richtige Richtung als um eine Lösung für derzeitige Probleme handelt. Die Arbeiten kamen je zu dem Ergebnis, dass weitere Untersuchungen und Forschungen notwendig seien. Ebenso seien die Ergebnisse nicht vollumfänglich haltbar, da beispielsweise andere Infektionen und andere Krankheiten Veränderungen der Herzfrequenz bzw. Herzfrequenzvariabilität hervorrufen können, wie in den Arbeiten festgehalten wird. Daher bieten sie demnach derzeit lediglich einen weiteren Anhaltspunkt zur Eindämmung der Pandemie als eine vollumfängliche Lösung.

Philipp Beißwanger / Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Lightspring / Shutterstock.com

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