08.11.2020 21:35

Gebrauchtwagen verkaufen über Onlineportale und Autohäuser - was lohnt sich mehr?

Händler oder privat?: Gebrauchtwagen verkaufen über Onlineportale und Autohäuser - was lohnt sich mehr? | Nachricht | finanzen.net
Händler oder privat?
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Um den eigenen Gebrauchtwagen verkaufen zu können, stehen dem Verkäufer unzählige Autohändler und Onlineplattformen zur Verfügung. Hierbei bieten die beiden Varianten jeweils gewisse Vor- und Nachteile, dementsprechend muss der Verkäufer entscheiden, welche Aspekte ihm beim Verkauf besonders wichtig sind.
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Gebrauchtwagen verkaufen

In Deutschland floriert der Markt für Gebrauchtwagen, hierbei stehen dem privaten Verkäufer mehrere Verkaufsoptionen zur Verfügung. Wer aus verschiedenen Gründen das alte Fahrzeug nicht an eine Privatperson direkt weiterverkaufen möchte, dem stehen noch Onlineportale und Autohäuser/-händler zur Auswahl.

Hier lassen sich in der Regel zwar nicht so hohe Verkaufspreise erzielen, wie es beim Direktverkauf von privat an privat wäre, dafür hat der Verkäufer bei diesen Varianten weniger Arbeitsaufwand und mehr Sicherheit.

Doch über welchen Weg lässt sich der Gebrauchtwagen lukrativer verkaufen und was gilt es bei der Präsentation und dem Verkauf zu beachten? Folgend werden die Verkaufsvarianten, Onlineportal und Autohaus, miteinander verglichen und dargestellt, was es für den Verkäufer zu beachten gilt.

Verkauf durch Onlineportal

Wichtig ist bei beiden Varianten vor allem die richtige Präsentation des Fahrzeuges, vor allem beim Onlineportal können schon ein geringer Mehraufwand und kleine Tricks den Verkaufspreis nach oben schieben.

Damit die potenziellen Käufer das angebotene Fahrzeug möglichst leicht über die Suchfunktion des Onlineportals finden, gilt es, alle angebotenen Filter zu bedienen, das heißt ein detailliertes Datenblatt muss für das Auto erstellt werden. Denn je häufiger das Fahrzeug nach einer Suchanfrage erscheint, desto mehr Kaufanfragen werden folgen. Da Onlinevermittler über ein sehr großes Gebrauchtwagenangebot verfügen, schwindet bei vielen potenziellen Käufern das Interesse für ein Fahrzeug, wenn die Angaben der Fahrzeugdaten unvollständig sind.

Dementsprechend sollte der Verkäufer alle fahrzeugrelevanten Angaben dem Fahrzeugschein entnehmen, Ausstattungsmerkmale können dem originalen Kaufvertrag entnommen werden. Angaben wie der Kilometerstand, Farbe und Preis werden hier ebenfalls durch den Verkäufer angegeben.

Angaben über Zusatzleistungen wie "Winterreifen inklusive" können ebenfalls aufgeführt werden. Aber auch Mängel und Unfallschäden müssen durch den Verkäufer deklariert werden.

Um einen realistischen Preis festzulegen, sollte der Verkaufspreis zu vergleichbaren Autos in Relation gestellt werden. Zudem ist es empfehlenswert, den Preis im Portal etwas höher anzusetzen, um Spielraum für Verhandlungen zu lassen. Außerdem erheben die meisten Verkaufsportale eine Gebühr, die sich prozentual am Verkaufspreis orientiert.

Wer über eine Onlineplattform an privat verkauft muss zusätzlich einen Kaufvertrag aufsetzen, um sich beispielsweise vor unrechtmäßigen Forderungen schützen zu können. Auf der Homepage des ADAC finden sich hierfür diverse Musterverträge zum Ausdrucken.

Wer also etwas zusätzlichen Aufwand nicht scheut und all diese Schritte befolgt, kann im Onlineportal sehr gute Verkaufspreise erzielen. Zudem kann es sich zusätzlich lohnen, wenn man zeitlich unabhängig verkaufen kann. Wer auf das schnelle Geld nicht angewiesen ist, erzielt mit etwas Geduld in der Regel bessere Verkaufspreise.

Verkauf an einen Autohändler

Wer sich an einen Autohändler wendet, um den eigenen Gebrauchtwagen zu verkaufen, erspart sich in der Regel viel Arbeit. Fahrzeuginformationen müssen nicht eingetragen werden und auch die Präsentation des Autos erfolgt vor Ort. Zudem lässt sich der PKW über diesen Weg auch deutlich schneller verkaufen, als über Onlineportale. Viele Händler kaufen das Fahrzeug direkt an.

Doch beim professionellen Autohändler obliegen dem Verkäufer deutlich weniger Verhandlungsspielraum und Bestimmungsmöglichkeiten als beim Verkauf über Onlineportale. Der Händler inspiziert das Fahrzeug an Ort und Stelle und nennt einen Preis, den er gewillt ist, zu zahlen. Der Händler lässt zwar auch hier Raum nach oben, um Verhandlungen zu ermöglichen, dennoch wird hier in aller Regel kein Preis erzielt, der dem Niveau beim Onlineverkauf an Privatpersonen entsprechen würde.

Dementsprechend lohnt sich der Verkauf an einen Händler preislich weniger. Dafür ist der Handel mit weniger Aufwand für den Verkäufer verbunden, er muss das Auto nicht eigenhändig inserieren und muss sich nicht mit unbekannten Privatpersonen zur Kaufabwicklung verabreden. Somit bietet das Autohaus mehr Sicherheit und einen professionellen Vertragspartner. Dementsprechend setzt auch der Händler den Kaufvertrag auf und erspart dem Verkäufer somit zusätzlichen Aufwand.

Von daher lohnt sich der Verkauf an einen Händler für diejenigen, die Abstriche beim Verkaufspreis verkraften können und sich dafür einen gewissen Aufwand ersparen möchten. Der Verkauf an ein Autohaus lässt sich außerdem innerhalb von wenigen Tagen vollziehen.

Henry Ely / Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Alexander Chaikin / Shutterstock.com
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