15.09.2021 20:24

Teures Surfen: In Deutschland sind die Kosten für mobiles Internet mit am höchsten

Verbraucherschutz: Teures Surfen: In Deutschland sind die Kosten für mobiles Internet mit am höchsten | Nachricht | finanzen.net
Verbraucherschutz
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Wer gerne unterwegs auf dem Smartphone im Internet surft, muss in Deutschland ganz schön tief in die Tasche greifen: Im EU-Vergleich gehört Deutschland zu den Ländern mit den teuersten Preisen für Mobilfunk und mobiles Internet. Die Verbraucherzentrale bemängelt fehlenden Wettbewerb und eine Politik, die nicht auf die Wünsche der Menschen eingehe.
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Mobiles Internet ist in Deutschland teurer als in den meisten EU-Ländern

Wie ein Preisvergleich des Verbraucherzentrale Bundesverbands ans Licht gebracht hat, ist Deutschland bei den europäischen Ländern mit den höchsten Kosten für mobiles Internet auf einen der vordersten Plätze, berichtet RND. "Die nackten Zahlen zeigen, dass wir in Deutschland mit die teuersten Gebühren und Preise für Mobilfunk und mobiles Internet haben", teilte der Verbandschef Klaus Müller der deutschen Presseagentur mit.

In an Deutschland angrenzenden Ländern wie Frankreich und Italien, besonders aber in den östlichen EU-Staaten Estland, Rumänien und Polen zahlen die Bürger deutlich weniger für ihre mobilen Daten als die Deutschen. Wie der Vergleich zeigt, betrug 2019 der Preis für ein Gigabyte mobiles Datenvolumen im reinen Datentarif in Deutschland durchschnittlich 3,35 Euro. Damit standen die Kosten in Deutschland auf einer Stufe mit Großbritannien und waren etwas geringer als in Spanien, wo pro Gigabyte 3,58 Euro anfielen. In Frankreich mussten die Bürger hingegen im Schnitt nur 3,18 Euro bezahlen, in Italien lediglich 1,65 Euro. In Polen gab es ein Gigabyte sogar für nur 0,83 Euro.

Verbraucherzentrale: Mehr Wettbewerb für den deutschen Markt

Der Verbraucherzentrale Bundesverband sieht in diesem hohen Kostenfaktor eine schwerwiegende Benachteiligung für die deutschen Verbraucher. "Es gibt einen ganz großen Bedarf in Deutschland, digital noch schneller und dann bitte auch günstiger zu werden", stellt Müller fest. Ihm zufolge sei der Schlüssel hierfür die Ermöglichung von mehr Wettbewerb, welcher etwa durch die Verkürzung von Vertragslaufzeiten erreicht werden könne. Sein Appell an die Politik lautet, sich nicht nach den Internet- und Telefonkonzernen zu richten, sondern nach den Wünschen der Verbraucher, wie die Zeit berichtet. Diese verlangen Müller zufolge nämlich nach mehr Flexibilität und günstigen Preisen.

Doch der Verbraucherzentrale liegt günstigeres und schnelleres Internet nicht nur der Verbraucher wegen am Herzen. Auch die deutsche Gesamtwirtschaft habe unter den zu hohen Internetkosten zu leiden. Viele Wirtschaftsunternehmen seien auf schnelles Internet angewiesen, um ihre Produkte und Dienstleistungen anbieten zu können, wie Müller bekräftigt. Auch in diesem Punkt ist der hohe Kostenfaktor aus diesem Grund ein nicht zu unterschätzendes Problem.

Thomas Weschle / Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Lichtmeister / Shutterstock.com
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