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17.06.2019 09:11
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Uber und Lyft vor Comeback

Benjamin Feingold-Kolumne: Uber und Lyft vor Comeback | Nachricht | finanzen.net
Benjamin Feingold-Kolumne
Einen erfolgreichen Börsengang legten Uber und Lyft mit Milliardeneinnahmen hin. Doch dann folgte der Absturz mit vielen enttäuschten Anlegern. Doch die beiden Mitfahrdienste arbeiten an ihrem Comeback, die Gewinnzone könnte schneller erreicht werden als gedacht.
Uber war der größte US-Börsengang seit Facebook und auch Lyft war wenige Wochen zuvor ein voller Erfolg. Doch das änderte sich nachdem die beiden Titel an der Börse notierten und schnell an Wert eingebüßt haben. Ganz im Gegensatz zu Beyond Meat, die in der Spitze in etwa auf das 8fache ihres IPO-Preises gestiegen sind. Doch allmählich wendet sich das Blatt für die beiden Fahrdienstvermittler, deren Aktien sich wieder erholt haben. Uber ist sogar fast bis auf seinen IPO-Preis von 45 Dollar wieder geklettert.

Beide sogenannten Ride-Hailing-Unternehmen verdienen eine Provision für die Vermittlung eines privaten Fahrers, den Kunden über die jeweilige App bestellen können. Hinter dem Anstieg stehen positive Analystenkommentare, die beide Unternehmen früher in die Gewinnzone fahren sehen. Umsetzen lässt sich diese positive Meinung nicht nur über den Kauf von Uber- oder Lyft-Aktien, sondern auch über Hebelpapiere, die inzwischen in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen. Sie profitieren überproportional von steigenden Aktienkursen, zum Beispiel die moderat gehebelten Papiere mit der WKN MC1Q23 (Morgan Stanley, Hebel 5 auf Uber) oder die WKN CP9VWL (Citigroup, Hebel 4,7 auf Lyft).

Preiswettbewerb lässt nach

Noch fahren die beiden Unternehmen allerdings riesige Verluste in Milliardenhöhe ein, aber laut Benjamin Black vom US-Broker Evercore ISI können Lyft und Uber im Jahr 2022 die Gewinnzone erreichen. Das ist ein Jahr früher als der Konsens der Analystenerwartungen. So sei laut Black der Preiswettbewerb nicht mehr so intensiv und auch der Anteil, den die Fahrdienstvermittler verdienen, werde größer und verbessere die Margen der beiden.

Allerdings warnt Uber-Finanzchef Nelson Chai, dass 2019 ein "Jahr der Investitionen" werde. Damit will man das künftige Wachstum ankurbeln. Die Bruttobuchungen schwächelten bereits und waren im abgelaufenen Quartal um lediglich 3,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal geklettert. Dagegen sorge laut Chai die Demografie für Rückenwind, weil die junge Generation im Gegensatz zur älteren ein geringeres Interesse daran habe, ein eigenes Auto zu besitzen. Das würde das Geschäft der Ride-Hailing-Anbieter wie Uber und Lyft beflügeln.

Blick nach vorn

Dagegen hat Lyft Anleger verunsichert. Zwat hat ihr Finanzchef Brian Roberts gesagt, dass das laufende Jahr der Höhepunkt bei den roten Zahlen sein werde, doch das Unternehmen hat diesmal nicht die Bruttobuchungen bekanntgegeben. Wie es weitergehen könnte, zeigt Mati Greenspan, Senior-Analyst der Social Trading-Plattform eToro auf, der in Richtung China und Russland blickt: "Russlands Yandex ist schnell profitabel geworden als sich der Wettbewerbsdruck gelockert hat. In China versucht der Mitfahrdienst Didi Chuxing ebenfalls schneller profitabel zu werden." Zuletzt hatte Toyota Interesse an einer Beteiligung am chinesischen Fahrdienstvermittler angemeldet. Warum sollte nicht auch Uber und Lyft einen schnelleren Weg finden, Gewinne zu erzielen. An der Handelsplattform gettex gehören sie schon zu den häufig gehandelten Werten.

Benjamin Feingold ist seit mehr als 20 Jahren Börsianer und langjähriger Redakteur bei Börse Online sowie bei der Financial Times Deutschland gewesen. Zusammen mit Daniel Saurenz gründete er 2013 das Investmentportal Feingold Research, das täglich Analysen und Investmentideen zur Börsenentwicklung veröffentlicht.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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