Bilanzierungsverbote

Bilanzierungsverbote - Definition

Aktivierungs- und Passivierungsverbote für bestimmte Vermögensgegenstände bzw. Schulden. Nach § 248 II 2 HGB dürfen selbst geschaffene Marken, Drucktitel, Verlagsrechte, Kundenlisten oder vergleichbare Vermögensgegenstände nicht aktiviert werden. Ferner besteht nach § 248 I HGB ein explizites Aktivierungsverbot für Aufwendungen zur Unternehmensgründung, zur Beschaffung von Eigenkapital und für den Abschluss von Versicherungen. Zusätzlich gilt nach § 255 II 4 HGB ein explizites Aktivierungsverbot für Forschungskosten sowie Vertriebskosten. Ein Passivierungsverbot gilt für alle Rückstellungen, die nicht die in § 249 HGB genannten Kriterien erfüllen.

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Schneck (Hrsg.), Lexikon der Betriebswirtschaft, 9. Auflage, München 2015

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