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Spekulieren auf fallende Kurse

Die Möglichkeit, auf fallende Kurse zu setzen und damit Geld zu verdienen, wird in den letzten Jahren zunehmend kontrovers diskutiert. Diverse Vorschläge wurden unterbreitet, die nahezu allesamt darauf abzielten, die verfügbaren Produkte oder Geldanlagemöglichkeiten per Gesetz noch weiter einzuschränken. Der Grund dafür ist, dass die Politik in den Märkten den Schuldigen für die Situation der Staatsfinanzen in einigen Euro-Ländern sieht. Das Spekulieren auf fallende Kurse kann allerdings auch stabilisierend wirken.

Welchen Zweck hat das Spekulieren auf fallende Kurse?

Bei der Spekulation auf fallende Kurse können zwei Motive unterschieden werden. Einerseits ist da die Absicherung des eigenen Depots: Eine vor einem längeren Zeitraum gekaufte Wertpapierposition ist gestiegen und der Depotinhaber möchte diesen hohen Kurs absichern, ohne sich jedoch die Chancen für die Zukunft zu verbauen. Dann sichert er sich durch ein Instrument ab, das bei fallenden Kursen steigt. Steigt nunmehr der Kurs weiter, so ist lediglich der Einkaufspreis für dieses Kurssicherungsinstrument verloren. Ein anderes Motiv ist die Erwartung sinkender Kurse. Hier soll sich das Analysegeschick und die Markterwartung des Analysten oder Anlegers auszahlen. Er kauft eine Put-Option oder ein Papier, welches auf einen sinkenden Markt setzt ohne eigenen Wertpapierbestand. Durch das im Kurs steigende Absicherungsinstrument verdient der Geldanleger an dieser Position, der seinerseits keiner fallenden Position gegenübersteht.

Wann ist die Absicherungs- oder Spekulationsstrategie möglich?

Die Instrumente, die bei sinkenden Kursen Gewinne einfahren oder die eigenen Verluste ausgleichen, werden zu den normalen Börsenzeiten gehandelt. Dabei handelt es sich meist um Verkaufsoptionen oder Futures mit einer Laufzeit von bis zu mehreren Monaten oder in seltenen Fällen auch über einem Jahr. Der Handel ist zu den üblichen Börsenzeiten möglich, die mit der Kursfestlegung beauftragten Makler sollen einen einigermaßen liquiden Markt bereitstellen. So ist das Spekulieren auf fallende Kurse nicht auf bestimmte Tage oder Uhrzeiten beschränkt.

Wo können die entsprechenden Wertpapiere geordert werden?

Der Kauf und Verkauf derjenigen Instrumente, die das Spekulieren auf fallende Kurse ermöglichen, ist auf dem gleichen Weg möglich wie der Handel mit den normalen Aktien oder Festverzinslichen. Für die Orderausführung bei der Bank oder einem Direktbroker wird die Wertpapierkennnummer benötigt, mit der die aktuellen Kurse auch jederzeit abgerufen werden können. Diese werden dann in das Wertpapierdepot eingebucht und werden somit bei jedem Monats- oder Quartalsabschluss bewertet. Auch auf dem Tagesauszug, den viele Banken im Online Broker-Bereich bereitstellen, sehen Sie, ob das Spekulieren auf fallende Kurse erfolgreich gewesen ist.

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