Nennwert

Die Bezeichnung Nennwert taucht häufig im Zusammenhang mit Aktien auf.

Der Nennwert, auch Nominalwert genannt, ist der Wert, welcher auf Banknoten, Münzen und Wertpapieren aufgedruckt ist. Dieser Nennwert stimmt nicht unbedingt mit dem Kurswert überein. Insbesondere bei Aktien kann es große Abweichungen geben, da hier Angebot und Nachfrage den Kurswert bestimmen.

Nennwert bei Aktien

Bei einer Aktie ist der aufgedruckte Nennwert der Wert, mit welchem die Aktie am Grundkapital des ausgebenden Unternehmens beteiligt ist. Der Nominal- oder Nennwert wird wie folgt ermittelt: Grundkapital eines Unternehmens geteilt durch die auszugebende Aktienanzahl.

In der Bundesrepublik Deutschland können Aktien gemäß §8 Aktiengesetz ab einem Mindestnennwert von einem Euro ausgegeben werden. Höhere Aktienbeträge müssen auf volle Euro ausgestellt sein.

Besitzt man eine Aktie mit einem Nennwert in Höhe von einem Euro, so hat man mit diesem Euro einen Anteil am Grundkapital des Unternehmens inne, auch wenn man für diesen Anteilsschein beispielsweise zehn Euro gezahlt hat. Aufgrund des Nennwertes wird die Gewinnausschüttung (Dividende) für den Aktionär berechnet.

Durch das „Gesetz über die Zulassung von Stückaktien“ wurde es möglich, auch nennwertlose Aktien auszugeben.

Geschichte

Aktien gibt es bereits seit über 700 Jahren. Von Bischof Peter wurden Anteilsscheine eines Bergbauunternehmens, das Kupfer abbaute, im Jahre 1288 verkauft. Als erstes Unternehmen in Deutschland gab die Saarländer Dillinger Hütte im Jahre 1809 Anteilsscheine aus, diese entsprachen der heutigen Aktie.

Nennwert auf anderen Wertpapieren, Banknoten und Münzen

Andere Wertpapiere, welche mit einem Nennwert versehen sein können, sind z.B. festverzinsliche Wertpapiere wie Anleihen oder Pfandbriefe und GmbH-Anteile.

Das der Nennwert nicht zwingend mit dem Kurswert übereinstimmen muss, kann man gut an einem Beispiel aus der Geschichte erkennen. Der Nennwert auf Banknoten oder Münzen in Deutschland im Jahre 1923 erreichte einen historischen Höchststand mit 100 Billionen Mark. Die wirkliche Kaufkraft wurde damit aber nicht ausgedrückt, die Menschen versuchten, erhaltenes Bargeld so schnell wie möglich in Sachwerte einzutauschen. Am 9. Juni 1923 beispielsweise kostete in Berlin ein Ei 800 Reichsmark. Für eine Banknote mit dem Nennwert von 1.000 Reichsmark bekam man damit also nur ein einziges Ei, somit stand der Nennwert in keiner Relation zum Kurswert.

Bei Schuldverschreibungen wird die Anleihe in Teile von festgelegten Größenordnungen aufgegliedert. Diese einzelnen Teilbeträge sind die ermittelten Nennwerte der Schuldverschreibungen.

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