KWS Saat: Was steckt hinter der EU-Entscheidung?
SmartCaps ist ein Angebot des redaktionellen Partners StockXperts.
finanzen.net GmbH ist für die Inhalte dieses Artikels nicht verantwortlich.

Seit Anfang Mai geht es für die KWS-Aktie nur in eine Richtung: abwärts. Anleger hoffen jetzt auf Brüssel und die technische Bremse.
Werte in diesem Artikel
Alle Jahre wieder, wenn KWS zur Hauptversammlung nach Einbeck einlädt, kommen auch die Aktivisten. Diese kämpfen gegen gentechnisch verändertes Saatgut und da ist KWS eine gern anvisierte Zielscheibe. Denn das Unternehmen hält eine Reihe internationaler Patente auf Gene, die in der Züchtung genutzt werden. Um diese Patente ging es in der vergangenen Woche auch in Brüssel.
Kein Patentverbot durch die EU
Spoileralarm: Das vom EU-Parlament vor zwei Jahren in den Raum gestellte Patentverbot für gentechnisch verändertes Saatgut kommt nicht. Das ist die gute Nachricht für KWS – und seine Patente. Denn im Vorfeld hatte unter anderem der Bauernverband gefordert, dass die Nutzung des biologischen Materials frei bleiben muss, um so auch kleineren Züchtungsunternehmen Zugang zum Züchtungsmaterial zu ermöglichen.
Verteuerung von Saatgut möglich
Hinter der Forderung des Bauernverbands steckt aber vor allem eines: die möglichen finanziellen Auswirkungen. Der Hinweis des Bauernverbands ist nicht von der Hand zu weisen. Eine Verteuerung von Saatgut über Lizenzgebühren ist ein realistisches Szenario. Wieso sollten die Patentinhaber denn einer kostenlosen Nutzung ihrer Patente durch Dritte zustimmen? Wohl dem also, der die Patente hält.
Fazit
Entscheidungen aus Brüssel sind mitunter kompliziert und die Halbwertszeit ist gering. In der Presse wird für die vielen Forderungen der unterschiedlichen Verbände von einem Kompromiss gesprochen. Die Auswirkungen für KWS sind damit in Summe schwer zu beziffern. Mittelfristig positiv dürfte sich jedoch das verhinderte Patentverbot auswirken. Technisch ist das Papier mittlerweile an einer wichtigen Unterstützung im Bereich von knapp 66 Euro angekommen. Hält der Widerstand, sind technische Trades mit engem Stopp eine Option.
Über einen Mangel an positiven Nachrichten beklagen muss man sich nicht demgegenüber bei Daldrup & Söhne. Nun hat der Vorstand im Rahmen des Kapitalmarkttages nachgelegt und u.a. die Hoffnungen bezüglich weiterer Großauftäge gestützt: zum Artikel
Auf ein positives Momentum hoffen derweil die Aktionäre von B+S Banksysteme. Denn die Aktie kommt trotz sehr überzeugender Fundamentaldaten nicht richtig voran. Woran das liegen und, vor allem, wann sich das ändern könnte: zum Artikel
Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.584 Prozent oder 14,3 Prozent p.a. (Stand: 20.06.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.
Erstellung am 22.6.26 um 12:42 Uhr.
Bitte beachten Sie auch unsere Informationen zur SmartCaps-Redaktion, insbesondere zu Arbeitsmethoden und zu potenziellen Interessenkonflikten, sowie unseren Disclaimer/Haftungsausschluss: zum Artikel