Adidas raus, Puma weiter - was macht die Aktie?
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Das WM-Fieber ist noch nicht auf die Puma-Aktie übergesprungen. Technisch steht das Papier dagegen vor richtungsweisenden Handelstagen.
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Aus, aus, aus! Das Spiel ist aus. Deutschland ist im Sechzehntelfinale an Paraguay gescheitert und das auch noch im Elfmeterschießen! Was emotional dem ein oder anderen Fußballfan so kräftig die Laune verdorben haben dürfte, besitzt jedoch auch eine nicht zu unterschätzende wirtschaftliche Komponente. Denn Deutschland hat mit Adidas und Puma gleich zwei weltweit führende Sportartikelhersteller, die die WM als Werbeplattform nutzen.
Punkt für Puma
Dabei dürfte das frühe Ausscheiden der deutschen Fußball-Nationalmannschaft dem Puma-Wettbewerber Adidas aber deutlich schwerer im Magen liegen. Denn Adidas ist Ausrüster der Nagelsmann-Elf und das Trikot einer im Sechzehntelfinale ausgeschiedenen Mannschaft wird voraussichtlich nicht mehr zum Top-Seller. Funfact am Rande: Der Deutschland-Bezwinger Paraguay wird ausgerechnet von Puma ausgerüstet. Auch sonst kann sich die Puma-Bilanz sehen lassen: Von elf ausgerüsteten Länderteams sind neun im Sechzehntelfinale – und noch kein Team ist dort ausgeschieden.
Aufwärtstrend im Stresstest
Einen Kursaufschwung durch Verkäufe beim Paraguay-Trikot wird es aber nicht geben. Dafür ist Paraguay als Land zu klein und die Kaufkraft zu schwach. Mehr Potenzial könnte von der Charttechnik kommen. Gemessen am Tief vom November 2025 bei rund 15 Euro ist die Aktie zunächst weiter im Aufwärtstrend. Nachdem das Puma-Papier Ende Mai jedoch am Widerstand bei 30 Euro scheiterte, ging es wieder auf gut 26 Euro zurück. Hier besitzt das Papier noch eine Unterstützung. Setzt sich die Seitwärtsbewegung der vergangenen Tage weiter fort, droht jedoch der Bruch des im November 2025 gestarteten Aufwärtstrends.
Fazit
Die nächsten Handelstage könnten entscheiden, ob das Papier wieder unter die Unterstützung rutscht oder doch wieder in Richtung der Widerstandszone bei 28/30 Euro nach oben dreht. Bislang sind allerdings spürbar positive Impulse durch die Fußball-WM ausgeblieben. Vor diesem Hintergrund drängt sich sogar noch eine dritte Option auf: Eine Seitwärtsbewegung bis zur Vorlage der Halbjahresbilanz am 30. Juli. Diese könnte wiederum den technischen Aufwärtstrend verletzen. Bei Bekanntgabe der Halbjahreszahlen Ende Juli sind deutliche Kursausschläge in die ein oder andere Richtung aber durchaus denkbar. Gelingt es dem Management um Arthur Hoeld, die Investoren davon zu überzeugen, dass 2027 wieder Umsatz- und Gewinnwachstum möglich ist, dürfte das Papier die Marke von 30 Euro erneut in Angriff nehmen.
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Erstellung am 30.6.26 um 11:16 Uhr.
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