Aktien Frankfurt Ausblick: Zollkonflikt mit USA belastet den Dax weiterhin

20.01.26 08:13 Uhr

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt bleibt durch die am Wochenende wieder aufgeflammten Zollsorgen auch am Dienstag angeschlagen. Für den DAX, der zum Wochenauftakt wieder unter die runde Marke von 25.000 Punkten gerutscht war, geht die Korrektur der vorherigen Rekordjagd weiter.

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Eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-DAX den Dax mit 24.822 Punkten ein halbes Prozent unter dem Handelsschluss vom Vortag. In der Vorwoche hatte er noch eine Bestmarke von 25.507 Punkten erreicht. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50, der in der Vorwoche ebenfalls Rekorde erzielte, wird am Dienstag ebenfalls deutlich schwächer erwartet.

US-Präsident Donald Trump hatte den europäischen Anlegern am Wochenende die Laune verhagelt. Wegen des Grönland-Streits hatte er Strafzölle ab dem 1. Februar angekündigt, die zum 1. Juni Zölle noch steigen sollen, sofern kein Abkommen über den Kauf Grönlands durch die USA erzielt wird. Betroffen von den Zöllen sind acht europäische Nato-Länder, darunter auch Deutschland.

Die Verschärfung der transatlantischen Spannungen und die neue Zollunsicherheit nagten an der europäischen Anlagestory, schrieb Beata Manthey, Aktienmarktstrategin der Citigroup. Es liege nun ein Schatten über der erwarteten Gewinnbelebung europäischer Konzerne. Manthey strich daher ihre Präferenz für Aktien Kontinentaleuropas und schätzt sie im globalen Kontext nur noch neutral ein - erstmals seit mehr als einem Jahr, wie sie betonte. Mit Blick auf einzelne Branchen ist sie nun besonders skeptisch für Auto- und Chemiekonzerne. Hier hält sie eine Belebung der Gewinnentwicklung für besonders schwierig.

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Autowerte hatten am Montag europaweit, neben Technologiewerten, einen besonders schweren Stand. Der Branchenindex rutschte zeitweise auf den tiefsten Stand seit Oktober ab. Auch am Dienstagmorgen zeigen BMW, Mercedes (Mercedes-Benz Group (ex Daimler)), VW (Volkswagen (VW) vz) und Co. auf der Handelsplattform Tradegate wieder Schwäche.

Besonders deutlich bergab geht es allerdings für Hypoport (Hypoport SE) mit zeitweise fast 9 Prozent Abschlag. Beim Finanzdienstleister ist die Nachfrage nach Immobilienkrediten im vierten Quartal nach einem bis dahin starken Jahr leicht zurückgegangen.

Die Aktien von FMC (Fresenius Medical Care (FMC) St), Carl Zeiss Meditec und Douglas litten derweil darunter, dass Goldman Sachs die Kaufempfehlungen für die drei Werte gestrichen hat. Dagegen profitierten Salzgitter von einer Empfehlung des Investmenthauses Oddo BHF./ag/jha/

Bildquellen: Sebastian Kaulitzki / Shutterstock.com

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