+++ ZertifikateAwards: Bitte stimmen Sie 2x für finanzen.net ab und gewinnen Sie eine Reise nach Berlin! +++-w-
04.04.2012 11:34

Spaniens Finanzierungskosten ziehen deutlich an

Folgen

Bis zu 1% p.a. Festzins jetzt risikofrei sichern. 15 € Amazon-Gutschein bis 31.10. zusätzlich! -W-

Spanien ist erstmals seit der Vorlage seiner neuen Haushaltspläne mit Anleihen an den Markt gegangen und hat keinen überzeugenden Auftritt abgeliefert.
Werbung
Die Nachfrage nach Spanien-Anleihen ging im Vergleich zu den letzten Auktionen zurück und die Finanzierungskosten zogen an, wie aus Zahlen des spanischen Schatzamts vom Mittwoch hervorgeht. Investoren betrachten das große Euro-Krisenland bereits seit Anfang März wieder kritischer. An den Devisenmärkten geriet der Euro weiter unter Druck, die Risikoaufschläge für spanische Bonds zogen am Sekundärmarkt weiter an.

     Insgesamt sammelte Madrid mit drei Anleihen 2,59 Milliarden Euro ein, das Maximalziel von 3,5 Milliarden Euro wurde damit klar verfehlt. Auch die durchschnittlichen Zinsen, die Spanien Anlegern bieten musste, zogen merklich an. Im dreijährigen Laufzeitbereich lag die Durchschnittsrendite bei 2,89 Prozent, bei der letzten vergleichbaren Versteigerung im März hatte sie noch bei 2,44 Prozent gelegen. Noch deutlicher fiel der Anstieg bei einem Papier mit Fälligkeit in vier Jahren aus: Hier stieg die Rendite von 3,376 auf 4,319 Prozent. Um sich für acht Jahre Geld zu leihen, muss Spanien 5,338 Prozent zahlen.

     Experten hatten bereits erwartet, dass sich die Finanzierungssituation für Spanien verschlechtern würden. "Nachdem die Sorgen um Griechenland dank der erfolgreichen Umschuldung ein wenig in den Hintergrund gerückt sind, geraten die beiden größten Peripheriestaaten Spanien und Italien wieder verstärkt in den Fokus der Investoren", sagt Viola Stork, Analystin der Landesbank Hessen-Thüringen. Besonders Spanien sorge mit Defizitverfehlungen für eine angespannte Stimmung, was sich auch in den Risikoaufschlägen des Landes widerspiegele.

     Spanien hat sein Sparziel für das laufende Jahr bereits kassiert. Die Regierung in Madrid hatte zunächst ein Haushaltsdefizit von 4,4 Prozent der Wirtschaftsleistung angestrebt. Im März wurde es auf 5,3 Prozent gesenkt. Experten sind sehr pessimistisch im Hinblick auf die konjunkturelle Lage. Jürgen Michels, Europa-Chefvolkswirt der Citigroup, hält es für wahrscheinlich, dass Madrid noch in diesem Jahr ein Hilfsprogramm braucht.

Kritisch wird neben dem trüben Wirtschaftsausblick bewertet, dass die Wirkung der Dreijahresgeldspritzen der Europäischen Zentralbank langsam nachlässt. Allerdings hat Spanien mittlerweile bereits mehr als 45 Prozent seines Refinanzierungsbedarfs im laufenden Jahr gestillt. "Das Land ist im bisherigen Jahresverlauf sehr aggressiv am Markt aufgetreten und hat dabei vor allem auf kurz- bis mittelfristige Laufzeiten gesetzt", sagt Sebastian von Koss, Anleihe-Experte beim Bankhaus HSBC Trinkaus.

     An den Finanzmärkten fielen die Reaktionen auf das Auktionsergebnis enttäuscht aus: Der Euro geriet weiter unter Druck und fiel bis auf ein Tagestief von 1,3164 Dollar. An den Aktienmärkten wurden die Verluste ausgeweitet. Der für die als besonders sicher geltenden deutschen Anleihen richtungweisende Bund-Future kletterte auf ein Tageshoch bei 138,40 Punkten. MADRID/FRANKFURT (dpa-AFX) - /hbr/jkr

 

 

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

DAX beendet Handel tief im Minus -- Bayer kauft Asklepios Biopharmaceutical -- SAP kappt Ziele wegen Corona -- ifo-Index sinkt -- Lufthansa, Beiersdorf, Jungheinrich im Fokus

Nestlé baut Purina-Produktion in den USA weiter aus. Bechtle wächst im dritten Quartal überdurchschnittlich stark. NRW-Regierung schaltet sich bei thyssenkrupp Steel ein. Chefs von Facebook und Twitter Mitte November im US-Senat. Alibaba-Ableger Ant vor Rekord-Börsengang - 34,5 Milliarden Dollar angepeilt. Entscheidung über Wirecard-Verkauf anscheinend im November. Linde zahlt Quartalsdividende in Höhe von 0,963 Dollar je Aktie.

Umfrage

Die Infektionszahlen steigen und die Corona-Schutzmaßnahmen werden verstärkt. Decken Sie sich angesichts dessen vermehrt mit Waren des täglichen Gebrauchs ein?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
SAP SE716460
BioNTechA2PSR2
BayerBAY001
TeslaA1CX3T
NEL ASAA0B733
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Apple Inc.865985
Amazon906866
CureVacA2P71U
Lufthansa AG823212
Daimler AG710000
Ballard Power Inc.A0RENB
AlibabaA117ME
XiaomiA2JNY1
Wirecard AG747206