19.07.2019 17:48

Innovative Industrial Properties-Aktie: Warum die Cannabis-Aktie alle Branchenkollegen outperformt hat

Branchenriesen geschlagen: Innovative Industrial Properties-Aktie: Warum die Cannabis-Aktie alle Branchenkollegen outperformt hat | Nachricht | finanzen.net
Branchenriesen geschlagen
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Cannabis-Aktien haben zuletzt mehrheitlich Tendenzen zu einer Korrektur gezeigt. Ein Wert konnte sich dem Trend aber entziehen.
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• Cannabis-Aktien haben einige harte Wochen hinter sich
• Teils zweistellige Kurseinbrüche der Cannabis-Riesen im Juni
• Neben Tilray kann sich IIP dem Abwärtssog entziehen - mit einem interessanten Geschäftsmodell

Gegenwind an den Finanzmärkten

Cannabis ist ein Zukunftsmarkt, davon zeigen sich viele Anleger überzeugt. Mit zunehmenden Legalisierungstendenzen - insbesondere im medizinischen Bereich - und der Hoffnung auf eine Entkriminalisierung des grünen Krautes in weiten Teilen der Welt haben zahlreiche Cannabis-Konzerne auch an den Börsen eine starke Entwicklung hingelegt. Doch zuletzt geriet der Aufwärtstrend ins Stocken: Insbesondere die Branchenführer bekamen an den Finanzmärkten kräftigen Gegenwind zu spüren. Branchengröße Aurora Cannabis etwa hat seit Anfang Juni an der NYSE mehr als fünf Prozent verloren. Canopy Growth büßte im gleichen Zeitraum rund zwölf Prozent ein, für HEXO ging es um satte 21 Prozent nach unten. Daneben hat die Village Farms-Aktie mehr als 18 Prozent verloren, für Aphria ging es vergleichsweise moderate 4,5 Prozent abwärts seit dem Junibeginn.

Tilray entzieht sich dem Abwärtssog

Doch nicht alle börsennotierten Unternehmen, die in der Cannabis-Branche aktiv sind, mussten sich dem Abwärtssog ergeben. Tatsächlich gab es zwei große Branchenvertreter, die sogar zweistellige Kursaufschläge verzeichnen konnten: So ging es für Tilray seit Anfang Juni um mehr als 16 Prozent nach oben. Die Kursrally im Monat Juni war bei dem kanadischen Unternehmen insbesondere auf gute Nachrichten zurückzuführen. Ein Private Equity-Deal führte die Aktie aus ihrem Kurstief und sorgte für deutliche Erholungstendenzen. Die Kanadier hatten eine unverbindliche Absichtserklärung mit der US-amerikanischen Privateer Holdings geschlossen, in deren Rahmen die Private-Equity-Gesellschaft ihre Sperrfrist, für ihre 75 Millionen Tilray-Aktien, auf bis zu zwei Jahre verlängert. Des Weiteren will Tilray Privateer in einem so genannten Downstream-Merger übernehmen und mit einer ihrer Tochterfirmen fusionieren. Für Aktionäre ist dies der bessere Weg, als wenn Privateer seine Anteile an der Börse verkauft und damit den Aktienkurs massiv unter Druck gesetzt hätte.

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Innovative Industrial Properties-Aktie outperformt die komplette Branche

Während Tilray von positiven Nachrichten zum Unternehmen profitierte, widersetzte sich noch ein anderer Wert dem Abwärtssog bei den Cannabis-Aktien und hat sich in den vergangenen Wochen als absoluter Outperformer gezeigt: Die Aktie von Innovative Industrial Properties. Mit einem satten Kurssprung von mehr als 51 Prozent seit Anfang Juni schnitt der Anteilsschein deutlich besser ab als alle anderen Branchenvertreter.

Dabei profitiert das Unternehmen insbesondere davon, dass es sich im Hinblick auf das Geschäftsmodell deutlich von anderen Cannabis-Konzernen unterscheidet. Anders als Aurora, Canopy & Co. ist IIP nicht in der Cannabis-Produktion und dem Verkauf tätig, sondern hat sich auf ein anderes Geschäftsfeld konzentriert: Cannabis-Immobilien. Innovative Industrial Properties agiert als REIT und investiert als solcher in Immobilien, die an Cannabis-Firmen vermietet werden. Dabei handelt es sich nicht um Bürogebäude im eigentlichen Sinne, sondern um Immobilien wie Gewächshäuser oder Industriehallen, welche von Cannabis-Konzernen zum Anbau, der Produktion oder der Lagerung ihrer Cannabis-Pflanzen genutzt werden.

Das Besondere als IIP ist: Der Immobilienfonds ist schuldenfrei und profitabel - und das bereits seit geraumer Zeit. Zuletzt hatte der Konzern Mitte Juni eine erneute Dividendenanhebung beschlossen: 0,60 US-Dollar erhalten Anteilseigner für das zweite Quartal 2019 pro Aktie, 33 Prozent mehr als zuvor. Mit einer Dividendenrendite von über zwei Prozent liegt Industrial Properties damit im Vergleich mit anderen Immobilienfonds sehr niedrig.

Dabei gilt das Risiko für Anleger eher als gering: REITs nehmen unter börsennotierten Immobiliengesellschaften eine Sonderstellung ein, denn sie sind gesetzlich zu einer Mindestausschüttungsquote von 90 Prozent verpflichtet. Daher eignen sie sich als Depotbeimischung, denn sie stellen aufgrund der verpflichtenden Dividende eine sichere Einnahmequelle dar.

Während Cannabis-Produzenten sich zunehmend mit starker Konkurrenz und hohen Schulden plagen und Anlegern weiterhin mehrheitlich rote Zahlen präsentieren, hat es Innovative Industrial Properties geschafft, mit einem vermeintlich simplen Geschäftsmodell profitabel zu werden und dennoch von der Boombranche Cannabis zu profitieren.

Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: Yellowj / Shutterstock.com, Lifestyle discover / Shutterstock.com

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