Brenntag: Jetzt wird es noch schwerer
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Die Aktie von Brenntag kennt aktuell nur eine Richtung: nach unten. Der immer höher steigende Ölpreis trifft die Chemie- und die Verarbeitende Industrie hart.
Werte in diesem Artikel
Der Chemiehändler Brenntag kann gerade machen, was er will, der gesamtwirtschaftliche Gegenwind scheint stärker. Die angekündigte Dividende für das Geschäftsjahr 2025 von 1,90 Euro/Aktie (2024: 1,95 Euro/Aktie) liegt zwar leicht unter dem Vorjahr, überrascht jedoch vor dem Hintergrund der operativen Entwicklung. Selbst die im Juli 2025 auf 950 bis 1.050 Mio. Euro gesenkte Range für das EBITA wird mit 929 Mio. Euro im Jahr 2025 nochmals verfehlt - eine schwierige Lage oder, auf Englisch, Dire straits, wie sie von der gleichnamigen Rockband besungen wurde.
Brothers in arms
Zu der Schwäche im Chemie-Sektor kommt nun auch noch der Krieg in Nahost, der den Ölpreis immer weiter nach oben treibt. Zwar versuchen die USA und ihre Verbündeten, die Meerenge bei Hormus (englisch: Strait of Hormuz) wieder für den Öl- und Warentransport zu öffnen, bislang sind die Risiken für eine Passage aber noch zu hoch. Ein hoher Ölpreis wiederum treibt die Kosten in der Chemie- und in der Verarbeitenden Industrie nach oben.
Romeo and Juliet
Brenntag ist als Händler kein Hersteller. Das Unternehmen steht zwischen den Chemieproduzenten und der weiterverarbeitenden Industrie. Höhere Kosten treffen Brenntag allerdings indirekt. Denn die Ölpreise drücken auf die Nachfrage, was zu geringeren Handelsmengen bei Brenntag führt. Ebendies war in den vergangenen zwei Jahren zu beobachten, als Brenntag unter der Konjunkturschwäche und der dadurch geringeren Chemikaliennachfrage litt.
Fazit
Aktuell ist bei den Brenntag-Aktionären „Money for nothing“ angesagt. Die vorläufigen Zahlen für 2025 sind erwartet schwach und die Hoffnung auf einen verbesserten Ausblick für 2026 am 12. März steht nun unter einem schlechten Stern – zumindest solange die „Sultans“ den „Swing“ vorgeben. Technisch ist das Papier unter das Tief bei knapp 46 Euro aus dem Jahr 2025 gesunken. Anleger sollten hier besser noch an der Seitenlinie warten, denn eine Kurserholung scheint „So far away“. Dies umso mehr, als sich der Ölpreisanstieg zuletzt noch beschleunigt hat.
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Erstellung am 09.03.26 um 7:40 Uhr.
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