11.03.2015 11:58

Bundesregierung erhöht Förderung für moderne Heizungen

Folgen
Werbung

   Von Christian Grimm

   BERLIN (Dow Jones)--Nach dem überraschenden Aus für den Wärmedämmer-Bonus hat die Bundesregierung ihr Förderprogramm für moderne Heizungen erweitert. Es richtet sich nicht nur an private Hausbesitzer, sondern auch an Firmen und die Kommunen, um ihre Heizanlagen zu erneuern. "Über verbesserte Förderanreize wollen wir so den Zubau erneuerbarer Energien im Wärmemarkt deutlich beschleunigen", erklärte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel am Mittwoch.

   Das Förderprogramm hat ein Volumen von rund 300 Millionen Euro pro Jahr. Mit der Novelle steigen ab erstem April die Fördersätze für die Modernisierung von Heizungen im Gebäudebestand. Bei Neubauten ist die Förderung nur im Ausnahmefall möglich. Hausbesitzer müssen sich beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) um Investitionszuschüsse bewerben.

   Bei solarthermischen Anlagen zur Warmwasseraufbereitung gibt es beispielsweise bis zu 50 Euro je Quadratmeter Modulfläche vom Staat zurück. Pelletöfen werden je nach Ausstattung mit 2.000 bis 4.500 Euro gefördert. Für den Einbau von Wärmepumpen sind 1.500 Euro vorgesehen, während Erdwärme mit bis zu 4.500 Euro unterstützt wird.

   Unternehmen und Kommunen können Zinsverbilligungen und Tilgungszuschüsse bei der staatseigenen KfW-Bank beantragen. Die Gelder werden ebenfalls für Heizanlagen auf Basis erneuerbarer Energien gewährt. Bei Solaranlagen zur Wasseraufbereitung und Raumwärme können bis zu 30 Prozent der Kosten von der KfW übernommen werden. Große effiziente Wärmepumpen werden mindestens mit 10.000 und maximal mit 50.000 Euro gefördert.

   Wirtschaftsminister Gabriel will die Heizwärme umweltfreundlicher machen, damit Deutschland seine Klimaziele erreichen kann. Bisher liegt der Anteil der erneuerbaren Energien in diesem Bereich nur bei 10 Prozent. Bis 2020 soll ihr Anteil auf 14 Prozent steigen. Ende Februar war ein wichtiger Baustein bei der energetischen Gebäudesanierung nach Einwänden aus Bayern gekippt. Der Gebäudesanierungsbonus sollte Bund und Länder etwa eine Milliarde Euro im Jahr kosten.

   Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

   DJG/chg/brb

   (END) Dow Jones Newswires

   March 11, 2015 06:28 ET (10:28 GMT)

   Copyright (c) 2015 Dow Jones & Company, Inc.- - 06 28 AM EDT 03-11-15

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

US-Börsen beenden Sitzung in Grün --DAX schließt fester -- Sartorius übertrifft Erwartungen -- METRO senkt Ziele -- Netflix verdient mehr als erwartet -- BioNTech, Apple, Daimler, Commerzbank im Fokus

Scout24 kauft weniger eigene Aktien zurück als angepeilt. ADVA Optical blickt nach gutem Jahresstart etwas optimistischer auf 2021. Anscheinend Thales und andere Unternehmen an HENSOLDT-Beteiligung interessiert. Verizon steigert Umsatz und Gewinn. Bisher 59 Fälle von Hirnthrombosen nach AstraZeneca-Impfung. Deutsche Börse stellt Handel mit Coinbase-Aktie ab Freitag zunächst ein. Continental bekräftigt Ausblick für 2021.

Top-Rankings

In diesen Städten leben die meisten Milliardäre
In diesen Städten leben die meisten Milliardäre
Die erfolgreichsten Filme aller Zeiten (Stand März 2021)
Welcher Blockbuster spielte den größten Umsatz aller Zeiten ein?
In diesen Sportarten verdient man richtig viel Geld
Mit diesen Sportarten kann man reich werden

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die ewige DAX-Liga
Welche Aktien sind von Beginn an im deutschen Leitindex notiert?
James Bond und seine Autos
Welcher Sportwagen gehörte zu welchem Bond-Film?
Die 10 beliebtesten Serien laut IMDb
Diese Serien haben die besten User-Bewertungen.
Rohstoffe: Die Gewinner und Verlierer in Q1 2021
Welcher Rohstoff macht das Rennen?
Rentendauer in Europa: So viel Zeit hat man, um die Rente zu genießen
Lohnt sich die Rente
mehr Top Rankings

Umfrage

Die STIKO hält Impfangebote für alle bis zum Ende des Sommers nach wie vor für realistisch. Würden Sie dieses - gleichgültig welcher Impfstoff - annehmen?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln