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07.05.2018 21:52

Schlagabtausch der Giganten: Wie Elon Musk Warren Buffett auf Twitter aufs Korn nimmt

Burggräben und Süßigkeiten: Schlagabtausch der Giganten: Wie Elon Musk Warren Buffett auf Twitter aufs Korn nimmt | Nachricht | finanzen.net
Burggräben und Süßigkeiten
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Am Wochenende fand in Omaha die große Warren Buffett-Show statt: Der Starinvestor präsentierte die Quartalszahlen seiner Holding Berkshire Hathaway und verteidigte sein von Elon Musk öffentlich angezweifeltes Burggraben-Konzept. Der Tesla-Chef reagierte prompt und amüsierte die Twitter-Community.
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Beide gelten als lebende Legenden, wenn auch in unterschiedlichen Bereichen: Während Starinvestor Warren Buffett in Sachen Investieren an der Börse das Vorbild vieler Anleger ist, bewundern Musk-Fans den Tesla-Chef für sein Engagement in Sachen Elektroautos, Solartechnik, Raumfahrt und Tunnelbau. Nun sind beide Legenden aneinander geraten - auf äußerst amüsante Art und Weise.

"Burggräben sind lahm"

Begonnen hat alles mit der durchaus bemerkenswerten Analystenkonferenz von Tesla in der vergangenen Woche, während der sich der Tesla-CEO Analysten gegenüber äußerst dünnhäutig präsentiert hatte. Im Rahmen der Veranstaltung war Musk gefragt worden, warum er sein Supercharger-Netzwerk für Elektroautos auch Fahrern von Elektrofahrzeugen anderer Marken zur Verfügung stellen will, da er damit ein Alleinstellungsmerkmal, einen so genannten "Burggraben", aufgeben würde. Die Antwort von Musk kam prompt: "Burggräben sind lahm", erklärte er. Wer gegen einfallende Armeen nichts als einen Burggraben als einzige Verteidigungslinie zu bieten habe, der werde nicht lange durchhalten", so Musk weiter.

Dabei ist die Suche nach "Burggraben"-Aktien, Unternehmen also, die über ein Alleinstellungsmerkmal verfügen, Teil der Investmentstrategie von Warren Buffett, der diesen Begriff wesentlich mitgeprägt hat.

Buffett verteidigt sein Investitionskonzept

Viele Beobachter hatten die Kommentare von Elon Musk in diesem Zusammenhang denn auch als Angriff auf die Investorenlegende verstanden - und auch Buffett selbst scheint sich zumindest angesprochen gefühlt zu haben. Denn im Rahmen der Berkshire Hathaway-Aktionärsversammlung sah sich der 87-Jährige genötigt, sein Konzept zu verteidigen: Es gebe noch ein Reihe von Burggraben-Unternehmen da draußen, auch wenn er durchaus einräumte, dass es zwischenzeitlich zahlreiche neue Unternehmen gebe, die etablierten Firmen den Rang ablaufen können. Explizit verwies Buffett dabei auf ein Unternehmen, das sich im Portfolio von Berkshire Hathaway befindet: Den Pralinen-Hersteller "See's Candy", der sich in den vergangenen Jahrzehnten für die Holding durchaus als solides Investment erwiesen hat. "Vielleicht stellt Elon manche Sachen auf den Kopf, ich glaube aber nicht, dass er es mit uns aufnehmen will, wenn es um Süßigkeiten geht", so die Investmentlegende im Rahmen der Hauptversammlung.

Musk nimmt die Herausforderung an

Elon Musk nutzte die Steilvorlage des Altmeisters seinerseits und kündigte auf Twitter prompt an, ein Süßwarenunternehmen gründen zu wollen. Dieses werde "großartig" sein. Es sei ihm wirklich "super, super ernst", legte der 46-Jährige nach.

Musks treue Twitter-Gefolgschaft sprang dem Tesla-Chef prompt zur Seite, es folgten durchaus kreative Vorschläge wie "Mars-Schokoriegel", in Anspielung auf Musks Ambitionen zur Besiedlung des roten Planeten.

"Kryptocandy", war die Antwort des Tesla-Chefs, der damit Bezug auf Buffetts Abneigung gegen Digitalwährungen nahm.

Und dann nannte er den Starinvestor auch noch direkt beim Namen: Er wolle einen Burggraben bauen und ihn mit Süßigkeiten füllen, Warren Buffett werde einer Investition nicht widerstehen können.

Zwei Welten prallen aufeinander

Doch trotz der durchaus amüsanten Tweets, mit denen Musk Warren Buffett aufs Korn nahm, wurde der Tesla-Chef dann doch noch ernst und machte deutlich, dass ihn und den Starinvestor nicht nur viele Jahre sondern auch Welten trennen. "Burggräben zu mögen ist nur eine nette Art zu sagen, dass man Oligopole mag", legte Musk auf Twitter nach.

An dieser Stelle wurde offensichtlich, wie unterschiedlich die Ziele sind, die beide Milliardäre verfolgen. Während Buffett unterbewertete Unternehmen sucht, um günstig einzusteigen, und eine möglichst hohe Rendite damit zu erzielen, setzt Elon Musk konstant auf Risiko. Tesla, seit Jahren tief in den roten Zahlen, bewegt sich immer knapp an der Pleite. Doch Musks Vision, Elektrofahrzeuge massentauglich zu machen und herkömmliche Antriebsformen komplett abzulösen, ist alles andere als risikoarm - weder kurz-, noch mittel- oder langfristig. Schließlich tritt Tesla zahlreichen etablierten Autobauern gegenüber, die den Markt über Jahrzehnte lang beherrscht haben. Der noch recht junge Konzern kann weder in Sachen Erfahrung noch im Bereich finanzieller Ausstattung mit den Großen der Autobranche mithalten. Dass Tesla vor diesem Hintergrund mit der Öffnung der Ladestationen für Fahrzeuge anderer Marken auch noch einen Burggraben aufgibt, dürfte für Musk eine logische Konsequenz zur Erreichung seines Zieles sein, bei Warren Buffett aber für Kopfschütteln sorgen.

Dass Buffett vor diesem Hintergrund jemals eine Investition in Tesla in Erwägung zieht, dürfte nahezu ausgeschlossen sein. Schließlich gibt es kaum eine Aktie am Markt, die derart von Hoffnungen getrieben wird, die wiederum insbesondere an den charismatischen Konzernchef gebunden sind.

Redaktion finanzen.net

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