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25.01.2020 11:10

Sieger von morgen: Das sind die 9 Megatrend-Aktien!

Die Zukunft kann kommen: Sieger von morgen: Das sind die 9 Megatrend-Aktien! | Nachricht | finanzen.net
Die Zukunft kann kommen
Von Blockchain über Gentherapie und KI bis hin zum Weltall: Mit welchen neuen Technologien Anleger richtig Geld verdienen können.
€uro am Sonntag
von Julia Groß und Birgit Haas, Euro am Sonntag

Ein Buchladen im Internet? 1997 schien das manchem eine seltsame Idee. Zum Börsengang nahm Gründer Jeff Bezos immerhin 54 Millionen Dollar ein. Dass die Firma mit dem exotischen Namen Amazon 18 Jahre später Walmart als wertvollsten Einzelhändler der Welt überholen würde und heute den größten Onlinemarktplatz der Welt betreibt, haben damals nur die wenigsten erwartet. Wer beim Amazon-IPO für 1.000 Euro Aktien gekauft hätte, könnte sich heute über mehr als 32.000 Euro Kapital freuen - eine Rendite von 3.100 Prozent. Selbst wer erst 15 Jahre später einstieg, im Mai 2012, konnte seinen Einsatz verneunfachen.

Jeder Weltmarktführer war einmal ein Start-up, jede Technologie steckte einmal in den Kinderschuhen. Immer wieder gibt es Unternehmen, die scheinbar aus dem Nichts kommen und dann ganze Wirtschaftsbereiche von Grund auf umkrempeln oder neu erschaffen. Wer frühzeitig in diese disruptiven Firmen investiert, kann als Aktionär weit überdurchschnittliche Gewinne erzielen.

Solche Wetten sind natürlich riskant. Auf jeden Spitzenwert kommen zahlreiche Titel, bei denen die hoffnungsvolle Entwicklung in der Pleite endet. Dennoch gibt es Technologien, bei denen sich bereits heute ein großer Wachstumsmarkt abzeichnet, wo bedeutende Veränderungen innerhalb bestehender Sektoren absehbar sind.

€uro am Sonntag hat vier besonders aussichtsreiche Bereiche identifiziert: Gentherapien, Blockchain, künstliche Intelligenz und Satellitenkommunikation. Unter unseren Empfehlungen sind etablierte Konzerne, aber auch kleinere Firmen, die binnen drei bis sechs Jahren ihr volles Potenzial entfalten sollten.

Gentherapie:
Medizinrevolution


Schmuck oder Schminke kann man sich an diesem Arbeitsplatz gleich sparen - beides ist verboten. Unter der Schutzkleidung mit Overall, Brille und zwei Paar Handschuhen wäre davon ohnehin nichts zu sehen. In acht kleinen Reinräumen des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig arbeiten jeweils zwei Fachkräfte neun bis zehn Tage lang, um ein Medikament für einen einzigen Patienten herzustellen: Kymriah, eine Zelltherapie des Schweizer Pharmakonzerns Novartis gegen Blutkrebs.

Die Angestellten klemmen Schläuche und Spritzen an Plastikbeutel, fügen Reagenzien hinzu, nehmen Proben ab, inkubieren, dokumentieren und desinfizieren, immer und immer wieder. Die Aufgabe ist körperlich anstrengend, wegen der Schutzkleidung und der unnatürlichen Arbeitsumgebung. Aber auch psychisch belastend: Denn was hier hergestellt wird, ist meist die letzte Hoffnung für einen todkranken Patienten. Und es gibt nur einen einzigen Versuch.

Das, was hier produziert wird, gilt aber auch als Zukunft der Pharma- und Biotechbranche. Dank der jüngsten Fortschritte in der Gen- und Zelltherapie ist der alte Traum, Krankheiten mit einer einzigen Dosis zu heilen, in greifbare Nähe gerückt. Gleichzeitig stellen die neuen Behandlungen Grundprinzipien und Geschäftsmodelle des Sektors komplett auf den Kopf.

Noch steht die Entwicklung ganz am Anfang. Störungsfrei, das lässt sich heute schon sagen, wird der Paradigmenwechsel nicht verlaufen. Doch einstweilen herrscht Goldgräberstimmung. Weltweit laufen über 500 klinische Studien, in denen Immunzellen von Patienten für den Kampf gegen Krebs ausgerüstet werden (CAR-T-Zell-therapien) oder gesunde Gene in die Körper von Menschen mit Gendefekten eingeschleust werden (Gentherapien).

Die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA rechnet ab 2025 mit der Zulassung von zehn bis 20 solcher Therapien pro Jahr. Bleibt die Zahl der insgesamt neu zugelassenen Medikamente etwa gleich, wäre in Zukunft ein Viertel bis die Hälfte davon Gen- und Zelltherapien. Samit Hirawat, Chief Medical Officer des US-Pharmariesen Bristol-Myers Squibb, schwärmte jüngst: "Jetzt ist die beste Zeit, um in der Medikamenten­entwicklung zu arbeiten."

Nur wenige Menschen erleben dies wohl so unmittelbar wie die 80 Reinraum­mitarbeiter des Leipziger Fraunhofer-­Instituts. Ihre Kapazitäten reichen für bis zu 150 Blutkrebspatienten pro Jahr. Um sie herum organisiert Novartis eine komplexe Lieferkette. Speziallogistiker liefern auf minus 180 Grad tiefgefrorene Immunzellen an und bringen das fertige Kymriah zu den Patienten zurück. Mit sogenannten Vektoren, meist gentechnisch veränderte Viren, gelangt der Bauplan für die Krebsbekämpfung in die Patientenzellen. Inklusive Vermehrung und Qualitätskontrolle dauert die Herstellung rund vier Wochen.

Abkehr von Massenprodukten


Vom traditionellen Geschäftsmodell der Pharmabranche könnte dieser Prozess nicht weiter entfernt sein. Denn bisher mündeten hohe Forschungs- und Entwicklungskosten stets in ein billig herzustellendes, aber teuer verkauftes Massenprodukt: Tabletten für Millionen von Patienten. Zwar wurden die Zielgruppen in den vergangenen Jahren kleiner. "Aber die Marge bei Zelltherapien ist viel geringer als bei jeder anderen Therapie, die jemals zugelassen wurde, schlicht weil die Produktionskosten absolut immens sind", sagt Luca Alberici, Chief Business Officer der kleinen italienischen Gen- und Zelltherapiefirma Molmed.

Auf umgerechnet etwa 90.000 bis 135.000 Euro schätzen Branchenkenner die Herstellungskosten einer CAR-T-­Dosis, davon bis zu 30 Prozent allein für den Vektor. Der Erstattungsbeitrag deutscher gesetzlicher Krankenkassen für Kymriah beträgt 275.000 Euro. Bei "normalen" Biopharmazeutika machen die Produktionskosten nur fünf bis 20 Prozent des Verkaufspreises aus.

Bei Wettbewerbern heißt es hinter vorgehaltener Hand, Novartis zahle bei Kymriah drauf. Von Januar bis September 2019 erzielte die Therapie 182 Millionen Dollar Umsatz. Auch beim Konkurrenten Gilead scheint die CAR-T-Profitabilität fraglich. Bei reinen Gentherapien sollte die Bilanz jedoch deutlich besser ausfallen: Sie sind nicht unbedingt individuell produziert und erzielen höhere Preise - Zolgensma gegen spinale Muskelatrophie, ebenfalls von Novartis, ist mit 1,9 Millionen Euro das teuerste Medikament der Welt.

Wirksamer und wertvoller


Trotz der Anlaufschwierigkeiten stürzen sich Unternehmen auf die Technologien. Wer nicht selbst welche entwickelt, kauft ein. Die Übernahmen von Juno, Kite, Avexis, Spark, Nightstar oder Audentes - alles Gen- und Zelltherapiefirmen - sprechen Bände. Die Hoffnung ist, dass die Behandlungen in den kommenden Jahren erheblich profitabler werden. Einerseits weil die aktuelle Therapeutikageneration die allererste ist. Zukünftige Produkte könnten noch wirksamer und damit wertvoller sein. Viele Forscher arbeiten auch an universellen Zelltherapien, die nicht individuell angefertigt werden müssen.

Andererseits setzt die Industrie da­rauf, dass sich die Produktionskosten durch Automatisierung stark senken ­lassen. Wie gut das funktionieren wird, darüber gehen die Meinungen auseinander. Dass die Branche dennoch Milliarden in die neuen Therapien investiert, liegt auch am weltweit wachsenden Kostendruck. "Die USA geben bereits etwa 20 Prozent ihres BIP für das Gesundheitswesen aus; in fünf Jahren werden es voraussichtlich 25 Prozent sein. Kostenkontrolle ist dringend notwendig", davon sind Strategen der Vermögensverwaltung Nikko Asset Management überzeugt.

Doch wer Heilung mit einer einzigen Medikamentendosis bieten kann, ein normales Leben statt eines mit starken Einschränkungen, der wird auch in Zukunft Verhandlungsspielraum beim Preis besitzen.

Welcher der Therapieanbieter in dem neuen Feld Gewinner und welcher Verlierer ist, ist bisher alles andere als klar. Bereits jetzt profitieren vom Boom jedoch die Zulieferer, die Vektoren und Reagenzien herstellen oder gleich die Produktion übernehmen. Wer Zelltherapien bei einem Dienstleister herstellen lassen will, muss aktuell mit Wartezeiten von bis zu 18 Monaten rechnen.

Die großen Equipmentkonzerne Thermo Fisher, Catalent, Danaher und Lonza haben sich alle kürzlich mit Übernahmen perfekt für das Geschäft aufgestellt. Lonza beispielsweise kaufte mit der Firma Octane das Know-how für eine futuristisch anmutende automatische Gentherapieproduktion in sogenannten Cocoons. Mit den kleinen ovalen Einheiten sollen Firmen ihre Produktion ganz nach Wunsch skalieren können.

Danaher, Thermo Fisher und Catalent sind dagegen groß in das Geschäft mit Vektoren eingestiegen, sie entwickeln mit Kunden den gesamten Produktionsprozess einer Therapie und bieten auch die Produktion selbst an. Bei Preisen von 30.000 bis 50.000 Dollar pro Patient allein für Vektoren klingeln die Kassen. Die neuen Technologien dürften den Zulieferern über viele Jahre ein rasant wachsendes Geschäft bescheren.

Blockchain:
Sicher übertragen


Dass die Schweizer Bank UBS mit der deutschen Commerzbank Wertpapiere austauscht, ist eigentlich keine Nachricht wert. Im Fall der Transaktion von Anfang Dezember aber schon: Deutsche Staatsanleihen und europäische Un­ternehmensanleihen wechselten den ­Besitzer via Blockchain in Echtzeit. Ebenfalls im Dezember meldete das Kre­ditinstitut Deka zusammen mit der NRW.Bank den rechtswirksamen Austausch von Schuldscheinen über eine Blockchain. "Mit der Blockchain-basierten Plattform reduziert sich die Kom­plexität und Dauer der Abwicklung von Schuldscheindarlehen", so die Finanzkonzerne zu ihrem Vorgehen.

Den Banken zufolge habe sich die Dauer des Abwicklungsprozesses um die Hälfte reduziert. Gleichzeitig sei die Sicherheit höher, weil eine automatische Echtheitsprüfung absichere. Bei ­einer Transaktion mittels "Distributed-­Ledger-Technologie", so heißt das Netzwerk hinter einer Blockchain, entfällt der Papierkram vollständig. Während der Hype um Kryptowährungen wie Bitcoin abgeflaut ist, tüfteln Unternehmen nach wie vor an der Hebung des Potenzials dieser Technologie. Die britische Bank HSBC verkündete unlängst, dass sie 20 Milliarden US-Dollar in die Blockchain transferiere, um Privatplatzierungen sicherer zu machen. Die Unternehmensberatung EY hat zusammen mit dem IT-Konzern SAP eine Blockchain für den Weinhandel entwickelt.

"Tokenisierte" Zukunft


Der Finanzsektor ist die Kernbranche dieser Entwicklung, wie auch eine Studie des IT-Branchenverbands Bitkom gezeigt hat. Die Vorteile für die Banken liegen auf der Hand, meint Bitkom-Präsident Achim Berg: "Im Kern geht es bei der Blockchain darum, dass Daten nicht zentral auf einem Server gespeichert werden, sondern dezentral in der Blockchain." So seien sie zeitgleich auf allen im Netzwerk befindlichen Rechnern abrufbar. Das macht die Transaktion auch sicherer vor Cyberkriminalität oder technischen Störungen.

Die verstärkten Aktivitäten der Finanzbranche haben noch einen anderen Grund: Seit Anfang Dezember reguliert die Finanzaufsichtsbehörde Bafin Kryptogeschäfte und schafft damit Rechtssicherheit. "Kryptowährungen wird nicht ganz zu Unrecht eine Nähe zu kriminellen Handlungen unterstellt. In dieses Umfeld wollten sich Banken bisher nicht begeben. Durch Gesetz­gebung und Regulierung wird diese No-go-Area auch für Banken zugänglich", sagt Hartmut Giesen von der Hamburger Sutor Bank. Der Finanzindustrie steht demnach eine "tokenisierte" Zukunft bevor. Der Begriff Token meint ein digitales Dokument, etwa ein Wert­papier, das über die Blockchain transferiert werden kann.

Ein Investment in die Zukunftstechnologie ist noch schwierig. Viele Kooperationspartner der Banken, kleine Unternehmen wie Finledger oder HQLA X, sind nicht börsennotiert. Gelistete Unternehmen wie Advanced Blockchain, Mic AG oder die Bitcoin Group, deren Aktien im Kryptoboom vor zwei Jahren beliebt waren, hängen an der Wertentwicklung des Bitcoin und anderer Kryptowährungen. Die zunehmende Nutzung der Technologie dürfte jedoch aus vielen heutigen Start-ups spannende Börsenkandidaten machen.

Künstliche Intelligenz:
Clever fahren


Wer die neuesten Entwicklungen der Autohersteller sehen will, braucht nicht mehr zur heimischen IAA zu pilgern: Die Industrie präsentiert ihre Errungenschaften neuerdings lieber auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas. So sieht der ­Vision AVTR von Mercedes-Benz denn auch eher wie ein automobiles Gad­get aus als wie ein richtiges Auto. Nicht jedoch für Daimler-Chef Ola Källenius: "Der AVTR soll zeigen, wie Mensch, Maschine und Umwelt miteinander verschmelzen können." Im Future-Flitzer ist ein riesiges Display verbaut, statt eines Lenkrads gibt es eine Art Joystick, der sich bei Berührung bewegt und leuchtet. Künstliche Intelligenz, kurz KI, bringt dem Fahrer die Maschine nahe.

"KI hat die Forschungslabore verlassen und durchdringt atemberaubend schnell unsere Alltagswelt in Form sprechender Geräte und digitaler Assistenten, kooperativer Roboter, autonomer Fahrzeuge und Drohnen", so das Fraunhofer Institut. KI erkenne aus großen Datenmengen komplexe Zusammenhänge, ohne dafür explizit programmiert worden zu sein. Deshalb könne KI direkt zur Steuerung von Geräten und Prozessen eingesetzt werden, erklären die Wissenschaftler.

Schon heute sind Fahrzeuge vollständig fahrerlos unterwegs. Autos der Alphabet-Tochter Waymo etwa haben allein 2019 zehn Millionen Kilometer nur mit KI am Steuer auf öffentlichen Straßen abgespult. Das US-amerikanische Marktforschungsunternehmen Gartner rechnet damit, dass Autos in den nächsten fünf Jahren "vollumfänglich auf allen Straßentypen, in allen Geschwindigkeitsbereichen und unter allen Umfeldbedingungen die Fahraufgabe vollständig allein durchführen".

Der Umsatz mit teilautonomen Fahrzeugen soll dann bei 36 Milliarden US-­Dollar, mit vollautonomen bei acht Milliarden Dollar jährlich liegen. Deutsche Zulieferer wie Bosch oder Continental mischen kräftig mit. Sie haben im Zeitraum 2010 bis 2016 weltweit die meisten Patente angemeldet. Der Chipkonzern Intel, Mutter des Fahrassistenzentwicklers und Sensorherstellers Mobileye in Israel, ist ebenfalls sehr aktiv.

Eine starke Rolle bei KI nimmt auch Onlinehändler Amazon ein, dessen Sprachsteuerung Alexa Kunden in vielen Wohnzimmern aufmerksam zuhört. Die Tochter Amazon Web Services wertet ihre Dienste für Firmenkunden mit hoch entwickelter KI-Technologie auf.

Satellitentechnik
Daten aus dem All


Während hierzulande der Ausbau des Hochgeschwindigkeitsinternets 5G nur schleppend vorangeht, soll Apple an ­einer eigenen Satellitentechnik tüfteln. Damit könnten iPhone-Nutzer künftig unabhängig vom Mobilfunkanbieter Daten aus dem All aufs Smartphone erhalten. Unklar ist, ob Apple plant, eigene Satelliten in die Umlaufbahn zu katapultieren - nach dem Vorbild von SpaceX. 180 Satelliten hat Elon Musks Firma mit mehreren Raketenstarts in den Weltraum befördert und ist damit Betreiber der weltweit größten Satellitenflotte. Bis Jahresende sollen es 1.380 Trabanten werden, im Endausbau sogar 40.000.

Der Vorteil der Datenübertragung aus dem All: Die Kommunikation ist schnell und - wenn die Infrastruktur steht - auch kostengünstiger als per Kabel. Neben der Kommunikation sollen die Trabanten zudem die Erde beobachten, zum Beispiel CO2-Emissionen messen. Hier will der deutsche Hersteller OHB im Ringen um Fördergelder mitmischen. Das sei das wichtigste Projekt, meint Vorstands­chef Marco Fuchs: "Deshalb wird es darum den schärfsten Wettbewerb geben." Mit zwei Missionen hofft der Konzern dabei zu sein.

Die Euphorie um den Weltraummarkt ist groß. Die US-Bank Morgan Stanley rechnet mit einer Vervierfachung des jährlichen Umsatzes auf eine Billion Dollar im Jahr 2040. Für Anleger sind das visionäre Aussichten - ein bisschen Geduld könnte aber vonnöten sein.

Investor-Info

Thermo Fisher Scientific
Amazon der Forschung


Sie läuft und läuft: die Aktie des Labor- und Forschungsdienstleisters Thermo Fisher. Der Konzern übernimmt häufig Wettbewerber und entwickelt sich damit immer mehr zum "Amazon der Forschung", bei dem Wissenschaftler und Pharmakonzerne Ausrüstung, Verbrauchsmaterial und Diagnostiktests aus einer Hand erhalten. Mit Brammer Bio haben sich die Amerikaner einen der führenden ­Vektorhersteller für Gen- und Zelltherapien einverleibt. Solides Top-Investment.

Danaher
Optimierungsmaschine


Das US-Unternehmen Danaher ist so etwas wie das Berkshire Hathaway für Bio- und Umweltwissenschaften: ein äußerst lukratives Konglomerat, das mit seinem jüngsten Coup in Zukunft noch profitabler werden dürfte. Gerade wurde das Dentalgeschäft abgespalten, dafür kaufte Danaher die Biopharma­sparte von General Electric dazu. Mit dem konzerneigenen Businesssystem dürfte das Unternehmen auch aus diesem Zukauf das Maximum herausholen. Allerdings wird das noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Lonza
Schweizer Produktionsprimus


Das Schweizer Spezialchemieunternehmen ist ein führender Auftragsproduzent für biotechnologisch hergestellte Medikamente und bei Gen- und Zelltherapien stark engagiert. Lonza bietet die Prozessentwicklung und die gesamte Produktion inklusive Logistik vom und zum Patienten an. Punktabzüge gibt es für den Abgang gleich zweier CEOs in einem Jahr und dafür, dass Schweizer Aktien in Deutschland nach wie vor nur außerbörslich oder ­direkt in Zürich gehandelt werden können.

Bitcoin Group
Wiederbelebt


Die Firma in Herford beschreibt sich selbst als Europas größte Kryptohandelsplattform. Weil der Handel hier 2019 schwach ausfiel, gingen Umsatz und Gewinn laut Schätzungen zurück. Der Aktienkurs korreliert stark mit dem Kurs des Bitcoin. Dieser ist zuletzt wieder gestiegen. Überdies reduziert sich die Menge an Bitcoins in der Blockchain im Mai planmäßig. Spekulative Anleger setzen jetzt schon auf die erwartete Wertsteigerung.

Nvidia
Zukunft total


Ob Blockchain oder KI, der Hersteller von Grafikprozessoren und Chips spielt in beiden Bereichen mit. Mit den Prozessoren werden Serverräume von Blockchain-Betreibern ausgestattet. Der Bedarf steigt, der kalifornische Konzern profitiert davon. Zudem baut Nvidia eine KI-Plattform für autonomes Fahren. Der Aktienkurs geriet 2018 stark unter Druck, in den vergangenen zwölf Monaten hat der Titel wieder um knapp 75 Prozent zugelegt. Die Bewertung der Aktie ist bereits hoch. Anleger nutzen Kurskorrekturen zum Einstieg.

Intel
Autonome Intelligenz


In Deutschland schloss der US-Halbleiter­hersteller zuletzt zwei Standorte, an denen Modem-Chips und Software für Smartphones konzipiert wurden. Aus diesem Geschäft zieht sich Intel zurück. Dafür stärkt der Konzern die Entwicklung autonomer Fahranwendungen mit Zukäufen, zuletzt mit dem israelischen ­KI-Profi Habana Labs. Intel kämpft in diesem ­Bereich noch mit Liefer- und Profitabilitätsproblemen. Das Geschäft mit Computerchips schwächelt, das wichtige Standbein Serverchips läuft aber gut. Hohes Potenzial.

Alphabet
Autonome Intelligenz


Wer den Suchmaschinendienst Google nutzt, der nutzt auch künstliche Intelligenz. Die Alphabet-Tochter wendet die Plattform TensorFlow für maschinelles Lernen bereits in der Praxis an und entwickelt sie kontinuierlich weiter. Im "DeepMind Lab" trainiert Google zudem ein Programm, sich selbstständig zu orientieren. Beim autonomen Fahren ist die Tochter Waymo dank KI weltweit führend. Impulse für den Kurs könnte auch ein Aktienrückkaufprogramm liefern.

Amazon
Vom Robo empfohlen


Der US-Onlinehandelsriese entwickelte ursprünglich KI-Anwendungen, um Produktempfehlungen im Handel zu geben. Inzwischen nutzt auch die gewinnträchtige Cloud-Tochter Amazon Web Service (AWS) intensiv KI in ihren Diensten für Firmenkunden. Dank riesiger Rechenleistung von AWS kann der Konzern seine Logistikleistungen stetig steigern und Lieferzeiten verkürzen. Der Onlineanteil im Handel wächst weiter. Die Aktie hat noch viel Potenzial.

OHB
Astronomische Entwicklung


Die Europäische Weltraumbehörde will in den kommenden fünf Jahren 14,4 Milliarden Euro in ihr Erdbeobachtungsprogramm Copernicus investieren. OHB profitiert davon, denn das Unternehmen ist an Copernicus beteiligt und baut Satelliten dafür. Das gibt den Bremern Planungssicherheit für die nächsten drei bis fünf Jahre. In den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres konnte OHB das operative Ergebnis im Vergleich zum Umsatz überproportional steigern. Der Kurs ist im Aufwärtstrend, hat aber noch Luft nach oben.







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Bildquellen: PopTika / Shutterstock.com, Kiselev Andrey Valerevich / Shutterstock.com

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