Douglas AG: Der Schatten des Weihnachtsgeschäfts
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Die Aktie der Douglas AG kommt trotz solider Geschäftszahlen und zuletzt positiver Analystenkommentare nicht vom Fleck. Anleger halten sich zurück und warten auf das Trading Statement am 19. Januar, nicht zuletzt wegen anhaltender Sorgen um das Weihnachtsgeschäft im deutschen Einzelhandel.
An der Börse präsentiert sich die Aktie der Douglas AG seit Wochen richtungslos. Nach dem deutlichen Kursrückgang im Anschluss an die Vorlage der Jahreszahlen und der vorsichtigen Guidance für 2025/26 ist es bislang nicht gelungen, eine nachhaltige Erholung einzuleiten. Der Titel pendelt in einer engen Spanne – und das, obwohl es zuletzt Insiderkäufe sowie überwiegend wohlwollende Analystenstimmen gab.
Jefferies und Deutsche Bank mit positiven Einschätzungen
Sowohl Jefferies als auch die Deutsche Bank haben ihre positiven Einschätzungen zu Douglas zuletzt bekräftigt. Beide Häuser sehen im Omnichannel-Modell, in der starken Marktposition in Europa sowie in den Fortschritten beim Schuldenabbau eine solide Basis für mittelfristiges Wachstum. Allerdings wurden die Kursziele teils angepasst, was verdeutlicht, dass auch auf Analystenseite die Unsicherheit über das kurzfristige Konsumumfeld nicht ausgeblendet wird. Entsprechend verpuffte der positive Impuls am Markt weitgehend.
Vertrauenssignal durch Zukäufe aus dem Aufsichtsrat
Ein bemerkenswertes Signal kam zu Jahresbeginn aus dem Aufsichtsrat. Der Vorsitzende des Gremiums tätigte Anfang Januar signifikante Aktienkäufe auf dem aktuellen Kursniveau, was grundsätzlich als Vertrauensbeweis in die eigene Unternehmensstrategie gewertet werden kann. Kurzfristig reichte dies jedoch nicht aus, um die abwartende Haltung vieler Investoren aufzubrechen.
Weihnachtsgeschäft als Unsicherheitsfaktor
Die Unsicherheit dürfte vor allem mit dem deutschen Weihnachtsgeschäft zusammenhängen. Branchenweit fiel die Zufriedenheit der Einzelhändler im Dezember nur verhalten aus. Berichte über hohe Preissensitivität, intensive Rabattaktionen und unterdurchschnittliche Frequenzen in den Innenstädten schüren die Sorge, dass auch Douglas im wichtigen ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 nur begrenzte Ergebnisfortschritte erzielt haben könnte. Entsprechend stark richtet sich der Fokus auf das für den 19. Januar angekündigte Trading Statement, das Einblicke in den Geschäftsverlauf von Oktober bis Dezember liefern soll. Erst konkrete Aussagen zur Umsatz- und Margenentwicklung im Weihnachtsquartal dürften dem Markt eine klarere Richtung vorgeben. Bis dahin dominiert bei Douglas das Abwarten.
Fazit
Douglas verfügt über eine überzeugende strategische Position und erhält Rückendeckung von Analysten wie auch aus dem eigenen Aufsichtsrat. Kurzfristig überwiegen jedoch die konjunkturellen Sorgen und die Unsicherheit über das Konsumverhalten im wichtigen Weihnachtsquartal. Solange hier keine Klarheit besteht, dürfte die Aktie in ihrem richtungslosen Fahrwasser bleiben.
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