Erstmals führt ein Flugzeug selbstständig eine Notlandung durch - weil der Pilot handlungsunfähig war
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Beechcraft King Air mit der Kennung N479BR: Die beiden Insassen steigen unverletzt aus dem Flugzeug. Screenshot/Youtube Rund sechs Jahre nach der Vorstellung ist es in Colorado zum ersten Einsatz Garmins vollautomatischem Autolandesystem Autoland gekommen. Die Beechcraft King Air landete sicher - die Ursache für den Zwischenfall bleibt rätselhaft.Plötzlich durchbricht eine kühle Computerstimme die Routine der Fluglotsen: «N479BR, pilot incapacitation. Two miles south of KBJC. Emergency autolanding – 19 minutes to runway 30R.» Übersetzt heißt das: «N479BR, Pilotenausfall. Zwei Meilen südlich von KBJC. Notlandung, 19 Minuten von Landebahn 30R bei KBJC entfernt».KBJC ist der Icao-Code des Rocky Mountain Metropolitan Airport bei Broomfield im Bundesstaat Colorado in den USA. N479BR ist das Kennzeichen einer Beechcraft King Air 200. Das Flugzeug war am 20. Dezember mit zwei Personen an Bord in Aspen gestartet. 20 Minuten nachdem sich die Computerstimme gemeldet hatte, landete es sicher in Broomfield. Betrieben wird das Flugzeug von der Buffalo River Aviation.Erster Einsatz außerhalb von TestsDas Besondere: Es ist die erste dokumentierte Landung des Autolandesystem Autoland. Hersteller Garmin hat inzwischen bestätigt, dass es sich um den ersten Einsatz des Autoland-Systems außerhalb eines Testbetriebs handelte. Auch die Luftfahrtbehörde FAA und die für Unfälle zuständige Behörde NTSB bestätigen den Vorfall und kündigten eine Untersuchung an.Laut dem TV-Sender CBS soll ein Druckproblem die Aktivierung des Autoland-Systems ausgelöst haben. Garmin stellte dieses 2019 vor; seit 2020 wird es offiziell eingesetzt. Das Prinzip ist simpel: Wird ein Pilot handlungsunfähig, löst sich das Autoland-System entweder automatisch aus – oder es kann manuell durch den verbleibenden Piloten oder Personen an Bord per Knopfdruck aktiviert werden.Autoland ist seit 2024 für die King Air zertifiziertDas System übernimmt die Kontrolle über das Flugzeug, inklusive der Kommunikation mit der Flugsicherung. Anschließend landet es am nächstgelegenen Flughafen. Zuerst wurde das System für Piper M600, Cirrus Vision Jets und Daher TBM 960 zugelassen. Erst seit 2024 ist es auch für King Air zertifiziert.Ein lokaler Privatpilot veröffentlichte auf Instagram ein Foto der Beechcraft King Air 200 nach der Landung. Er berichtete, ein handlungsunfähiger Pilot habe auf seinem Heimatflughafen notlanden müssen. Die Funksprüche des Flugzeugs seien noch aus etwa 16 Kilometern Entfernung zu hören gewesen. Die Maschine sei sicher gelandet, zum Stehen gekommen und habe die Motoren abgeschaltet, sodass die Rettungskräfte den Piloten bergen konnten.Zweifel an den GründenDie lokale Feuerwehr bestätigte am 22. Dezember, dass keine medizinische Behandlung der zwei Personen an Bord erforderlich war. «Warum das Notfallsystem der Beechcraft King Air 200 ausgelöst wurde, ist weiterhin unklar», hieß es in der Stellungnahme der Feuerwehr. Ein Video zeigt, wie die beiden Insassen das Flugzeug eigenständig verließen, noch bevor die Einsatzkräfte sie erreichten.Unabhängiger Luftfahrtjournalismus braucht Auftrieb. Bei aeroTELEGRAPH arbeitet ein Team erfahrener Luftfahrtjournalistinnen und -journalisten, das die Branche seit Jahren begleitet. Für den Preis von weniger als einem Cappuccino im Monat lesen Sie werbefrei – und helfen, dass wir weiter kritisch und fundiert berichten können.Jetzt hier klicken und abonnierenWeiter zum vollständigen Artikel bei aeroTELEGRAPH
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Quelle: aeroTELEGRAPH