16.06.2020 22:18

Zweite Panikwelle? Wall Street erlebt zweitstärksten Einbruch nach März-Ausverkauf

Es geht wieder abwärts: Zweite Panikwelle? Wall Street erlebt zweitstärksten Einbruch nach März-Ausverkauf | Nachricht | finanzen.net
Es geht wieder abwärts
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Die Volatilität an den Aktienmärkten bleibt hoch. Während es nach dem massiven, panikartigen Einbruch im März, wenn auch mit Rücksetzern, stetig bergauf ging, erlebten die US-Börsen jüngst ihren zweitschlimmsten Tag seit dem Schwarzen Montag. Kommt es nun zu einer erneuten Panikwelle?
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• Erholung an den Aktienmärkte durch Fed-Aussagen unterbrochen
• Angst vor zweiter Infektionswelle grassiert
• Volatilität dürfte hoch bleiben

Jeder Investor erinnert sich sicherlich noch gut an den massiven Ausverkauf an den Börsen weltweit, der Mitte März seinen Höhepunkt fand. Während die wichtigsten internationalen Indizes noch im Februar neue Höhen erschlossen, holte die sich ausbreitende Corona-Pandemie die euphorischen Marktteilnehmer dann sehr schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. Die sich abzeichnenden wirtschaftlichen Auswirkungen der Gesundheitskrise wurden mit immer strengeren Kontaktbeschränkungen nur allzu deutlich. Die Panik an der Wall Street gipfelte schließlich am 23. März in einem neuen 52-Wochen-Tief des US-amerikanischen Leitindexes Dow Jones Industrial bei 18.213,65 Punkten - ein Abschlag von satten 38 Prozent gemessen am seinem Höchststand desselben Jahres.

Fragile Erholung nach dem "Schwarzen Montag"

Seitdem blieb die Entwicklung an den Aktienmärkten äußerst fragil. Dennoch zeichnete sich bisher ein klarer Aufwärtstrend ab. Mit den gelockerten Maßnahmen, die gegen Corona eingeführt wurden, sowie den ersten Anzeichen einer sich erholenden Wirtschaft griffen auch Investoren wieder zu. Auch vielerorts zurückgehende Infektionszahlen schürten die Hoffnung der Marktteilnehmer, das Schlimmste liege hinter ihnen.

Jerome Powell sorgte für zweiten Ausverkauf

Allerdings zeigt sich nun, dass die Euphorie angesichts einer erhofften Rückkehr zur Normalität verfrüht gewesen ist. Denn verschiedenste Experten sehen nach wie vor gravierende Auswirkungen der Corona-Krise. Dies schienen Anleger erst durch die unmissverständlichen Aussagen des US-Notenbankchefs Jerome Powell zu begreifen. Dieser malte bei dem jüngsten US-Zinsentscheid bezüglich der kommenden Quartale ein düsteres Bild. Wo Investoren bisher von einer "V-förmigen" Erholung der Konjunktur ausgegangen waren, machte Powell diese Hoffnung wieder zunichte. Hier geht die Fed davon aus, dass bis Jahresende das US-BIP um 6,5 Prozent zurückgehen dürfte. Die Arbeitslosenzahl dürfte um 9,5 Prozent ansteigen und in 2021 noch immer 6,5 Prozent betragen.

Die wenig optimistischen Aussagen sorgten dann auch prompt für den zweit-schlechtesten Börsentag des Dow Jones in diesem Jahr. Im Tagestief fiel das US-Börsenbarometer ganze 7 Prozent auf 25.082,72 Zähler.

Sorge vor zweiter Infektionswelle bleibt groß

Die jüngsten, neu aufgekeimten Sorgen dürften nun auch von der Angst einer zweiten Infektionswelle noch angetrieben werden. So registriert China derzeit die höchsten Neuinfektionsraten seit dem Monat April. In kürzester Zeit wurden in Peking 79 Neuinfektionen registriert, wo es vorher mehrere Monate lang überhaupt keine Ansteckungen gegeben hatte. Erste Beschränkungen wurden als Reaktion bereits wieder erlassen. Auch in den USA kam es in jüngster Zeit wieder vielerorts vermehrt zu Neuinfektionen. Die Angst vor einem erneuten Lockdown bleibt dementsprechend hoch.

Auch wenn sich nicht nur Anleger weltweit eine Erholung und Rückkehr zur Normalität wünschen, sollte nicht vergessen werden, dass der bisherige Fortschritt im Kampf gegen Corona noch so lange auf tönernen Füßen stehen wird, wie kein Impfstoff entwickelt wurde oder genug Menschen weltweit über die nötigen Antikörper verfügen. Bis dahin wird die Volatilität an den Aktienmärkten hoch bleiben - was auch die Möglichkeit eines erneutes massiven Kurseinbruchs miteinschließt - der Abwärtstrend seit der Fed-Sitzung hält sich bislang. Bleibt zu hoffen, dass sich die Korrektur nicht zu einer zweiten Verkaufswelle mausert.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: 3000ad / Shutterstock.com, Hans RW Goksoyr / Shutterstock.com
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