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07.01.2019 20:44

Goldman Sachs: Es lohnt sich 2019 in Netflix zu investieren - Aktie zieht an

Experteneinschätzung: Goldman Sachs: Es lohnt sich 2019 in Netflix zu investieren - Aktie zieht an | Nachricht | finanzen.net
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Die US-Investmentbank Goldman Sachs hält an ihrer positiven Einschätzung des US-Streamingdienstes fest und sieht für 2019 großes Wachstumspotenzial. An den Börsen kam die Nachricht letzten Freitag gut an: Die Anteilsscheine standen bei Börsenschluss im NASDAQ fast 10 Prozent höher bei knapp 300 Dollar.
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Für den Streaming-Giganten Netflix war 2018 ein bewegtes Jahr. Nach Kursrallys im Juni und Juli sackten die Anteilsscheine in der zweiten Jahreshälfte immer weiter ab. Doch 2019 könnte das Jahr des Netflix-Comebacks werden, da sind sich die Marktanalysten rund um Goldman Sachs sicher. Jüngst setzten sie die Papiere des Konzerns auf ihre viel beachtete "Conviction Buy List", die überaus aussichtsreichen Aktien vorbehalten ist: "Wir glauben daran, dass Netflix eines der besten Risiko-Ertrags-Verhältnisse im Internetsektor besitzt", so Goldman-Analyst Heath Terry am Freitag laut CNBC. Dies ist nicht das erste Mal, dass die Investment-Spezialisten um Goldman Sachs dem Stream-Portal gute Chancen ausrechnen. Schon im Oktober 2018 sahen sie für Netflix großes Potenzial. Auch im neuen Jahr halten sie an dieser Überzeugung fest.

Allerdings senkte die Investmentbank trotz Optimismus ihr 12-monatiges Kursziel von 480 US-Dollar auf 400 US-Dollar. Jedoch sehen die Investment-Experten trotz des reduzierten Kursziels beim Internetportal ein Wachstumspotenzial von fast 50 Prozent gegenüber dem Schlusskurs von vergangenem Donnerstag.

Mehr Abonnenten als erwartet

Dafür geben die Marktanalysten auch mehrere Gründe an. Zum einen sind sie davon überzeugt, dass Netflix weltweit mehr neue Kunden anziehen wird als angenommen: "Wir glauben nach wie vor daran, dass durch Investitionen von Netflix in Inhalte, Technologien und den Vertrieb auch weiterhin in den USA und weltweit mehr Abonnenten gewonnen werden können als im Allgemeinen erwartet", schrieb ein Terry in einer Nachricht, die CNBC vorliegt.

Wachstumspotenzial an entwickelten Märkten

Dabei ist sich der Goldman-Analyst sicher, dass es auch in den entwickelten Märkten, allen voran den USA und Europa, noch viel Wachstumspotenzial gebe und das obwohl der Konzern in diesen Märkten ohnehin schon einen großen Marktanteil besitzt. So beruft sich der Investmentbanker auf Daten der Marketing-App Sensor Tower. Diese legen nahe, dass die monatlichen Downloads der Netflix-App in Nordamerika im Verlauf des vergangenen Jahres um 12 Prozent wuchsen, mit Rekordwerten im Dezember. Dies ist insoweit bemerkenswert, da die Hälfte aller Breitband-Haushalte in den USA schon Netflix nutzt. In Europa legten die Downloads um 49 Prozent und in der restlichen Welt ganze 71 Prozent zu.

Investition in exklusive Inhalte zahlt sich aus

Zwar erkennt der Investmentspezialist auch an, dass das Video-Portal in der Vergangenheit hohe Schulden aufnehmen musste, denkt aber, dass sich dieser Trend in Zukunft bessern wird: "Wir glauben, dass Netflix die jährlichen Investitionen in Inhalte verdoppeln und eine positive Kapitalrendite bis 2022 erreichen kann. Gleichzeitig glauben wir, dass sich der Verschuldungs- und Zinsdeckungsgrad zu 2018 verbessern werden, wenn sich die Netflix-Originale erst einmal vollständig amortisiert haben". Das Streaming-Portal hatte im vergangen Jahr mehrmals mit der Aufnahme hoher Schulden von sich Reden gemacht. Das frische Geld wurde benötigt, um sich mit exklusiven Inhalten gegen alte und neue Konkurrenten zu behaupten.

Netflix-Aktie hebt ab

Die Investoren bei Goldman Sachs sind sich allerdings sicher, dass sich die gesteigerten Ausnahmen insbesondere in die Netflix-Originale schon im vierten Quartal und auch darüber hinaus auszahlen werden. Allerdings werde dies auch weiterhin von der Allgemeinheit unterschätzt. An den Börsen kam der Optimismus der US-Investmentbank dem Video-Streaming-Dienst gegenüber gut an: Die Netflix-Aktie stieg am Freitag im NASDAQ-Handel um 9,72 Prozent auf 297,50 US-Dollar.

Redaktion finanzen.net

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