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01.12.2021 23:50

Die Cannabis-Legalisierung in Deutschland kommt - diese Aktien könnten sich jetzt lohnen

Grüne Hoffnung: Die Cannabis-Legalisierung in Deutschland kommt - diese Aktien könnten sich jetzt lohnen | Nachricht | finanzen.net
Grüne Hoffnung
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Die neue Regierung will die Legalisierung von Cannabis auf den Weg bringen. Für Investoren tun sich hier Möglichkeiten auf.
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• Ampelregierung hat Cannabis-Legalisierung im Koalitionsvertrag
• Anleger hoffen auf Schub für Cannabis-Aktien
• Risikobehaftung bleibt

Auch in Deutschland wird die "kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene zu Genusszwecken" kommen. Das geht aus dem Koalitionsvertrag der neuen Ampelregierung in Deutschland hervor. Die beteiligten Parteien erhoffen sich durch den Schritt unter anderem eine bessere Qualitätskontrolle, wollen die Weitergabe verunreinigter Substanzen verhindern und setzen zudem auf eine bessere Gewährleistung des Jugendschutzes. Nicht nur Cannabis-Nutzer in Deutschland nahmen den Passus im Koalitionsvertrag der neuen Regierung positiv auf, auch Anleger machen sich nun Hoffnung auf positive Entwicklungen bei Cannabis-Aktien. Wer von der anstehenden Legalisierung profitieren dürfte.

Tilray als größter Nutznießer

Einer der größten Nutznießer der neuen Entwicklungen in Deutschland dürfte der kanadische Konzern Tilray sein. Das Unternehmen ist in 20 Ländern aktiv und hat sich auch auf dem europäischen Markt positioniert. In Deutschland hat sich Tilray mit CC Pharma bereits eine starke Marktposition verschafft. Das Vertriebsunternehmen für medizinisches Marihuana gehört zur 100-Prozent-Tochter Aphria und treibt das Wachstum das Gesamtunternehmens voran. Für den Weltmarktführer ist der deutsche Markt in diesem Zusammenhang einer der wichtigsten Wachstumsmärkte des Unternehmens, nachdem sich das Land europaweit bereits als größter Markt für medizinische Cannabinoide erwiesen hat. Eine Legalisierung für Cannabis zu Genusszwecken könnte Tilray hierzulande durch seine bereits jetzt erfolgte Positionierung einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschaffen. Denn Tilray vertreibt über CC Pharma am deutschen Markt nicht nur medizinisches Cannabis sondern baut seit November 2020 auch Cannabis in der Region Neumünster an. Können diese Produktionsstätten zeitnah ausgebaut werden, dürfte der Vorsprung von Tilray vor der Konkurrenz nach der Legalisierung von Cannabis in Deutschland weiter wachsen.

Und auch im Rest Europas rechnen sich die Kanadier gute Chancen aus. In Portugal etwa, wo der Konzern in Cantanhede ebenfalls Cannabis anbaut und ein Vertriebszentrum besitzt. Zudem beliefert Tilray auch den luxemburgischen Markt mit medizinischem Cannabis - in beiden Ländern hofft das Unternehmen auf eine Freigabe von Cannabis zu Freizeitzwecken.

Wie stark auch Anleger Tilray als Nutznießer der aktuellen Entwicklungen sehen, wurde beim Blick auf die Aktienkursentwicklung deutlich. In einer ersten Reaktion legte die Tilray-Aktie deutlich zu. Im bisherigen Jahresverlauf liegt das Plus an der US-Börse NASDAQ bei rund 22,5 Prozent. Anleger hatten in diesem Jahr allerdings schon starke Schwankungen zu verdauen: Im Februar hatte der Anteilsschein bis zu 67 US-Dollar gekostet, aktuell wird eine Tilray-Aktie bei rund 10 US-Dollar gehandelt.

SynBiotic-Aktie von Analyst gelobt

Auch ein deutsches Unternehmen könnte von der Entkriminalisierung von Cannabis hierzulande profitierten: SynBiotic. Als eines der wenigen deutschen Cannabis-Unternehmen, die börsennotiert sind, stehen die Chancen gut, dass Anleger die Aktie des Unternehmens genauer ins Visier nehmen. Diese Einschätzung hat auch Alexander Galitsa, Analyst von der Privatbank Hauck & Aufhäuser. Die Pläne, Cannabis zu Konsumzwecken kontrolliert abzugeben, sei "ein wichtiger Meilenstein für den deutschen Cannabismarkt, dem in den kommenden Jahren ein explosives Wachstum prognostiziert wird", schrieb er in einer Studie. Dem Münchener Unternehmen attestierte er in diesem Zusammenhang "hervorragende Aussichten" angesichts einer starken Stellung auf dem europäischen Cannabinoid-Markt und insbesondere in Deutschland. "Das Unternehmen hat seine Präsenz in den wichtigsten Bereichen der Wertschöpfungskette, also in Forschung & Entwicklung, in die eigene Produktion und den Vertrieb, einschließlich medizinischen Cannabis, aggressiv ausgebaut und erweitert seine Plattform durch eine 'Buy-and-Build'-Strategie", so der Experte weiter. Er traut SynBiotic sogar zu, sich als "europäischer Marktführer" zu etablieren.

Anleger haben offenbar ähnlich hohe Erwartungen an das Unternehmen: Nach Bekanntwerden des Koalitionsvertrages legte die SynBiotic-Aktie bereits kräftig zu. Bis zum Kursziel von Analyst Galitsa, das bei 75 Euro liegt, ist aber noch deutlich Luft nach oben: Aktuell wird die SynBiotic-Aktie für 39,40 Euro gehandelt.

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Kursfantasie auch für Aurora Cannabis

Positiv reagierte auch die Aktie von Aurora Cannabis auf die Legalisierungsbestrebungen in Deutschland. Unter Anlegern kam Wachstumsfantasie auf, denn das Unternehmen hat - ähnlich wie Konkurrent Tilray - hierzulande bereits einen Fuß in der Tür. Immerhin sind die Kanadier zwei von drei Unternehmen, die den Zuschlag für den Anbau von Cannabis in Deutschland bekamen. Der Dritte im Bunde, das deutsche Startup Demecan, ist nicht börsennotiert.

Aurora Cannabis baut Hanf in Leuna an und hat einen Liefervertrag mit dem deutschen Pharmahändler CANNOVUM geschlossen, der die Berliner beauftragt, "die gesamte Palette der medizinischen Cannabisprodukte von Aurora an Apotheken in ganz Deutschland" zu vertreiben.
Den Standortvorteil will Aurora nutzen und seine Position als größter Hersteller von medizinischem Cannabis in der Europäischen Union weiter ausbauen. Um die Ambitionen in diesem Segment zu verdeutlichen, haben die Kanadier mit Pedanios den größten Lieferanten für deutsche Apotheken übernommen. Die Erfahrungen, die Aurora im Bereich medizinisches Cannabis und dessen Vertrieb hierzulande gesammelt hat, dürften dem Unternehmen auch bei der Etablierung als Lieferant für Freizeit-Cannabis helfen.

Dabei hat die Aktie enormes Nachholpotenzial: An der NASDAQ verlor der Anteilsschein von Aurora Cannabis seit Jahresstart 22,74 Prozent und hat dabei teils deutliche Schwankungen aufs Parkett gelegt.

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Cannabis-Aktien bleiben risikobehaftet

Ungeachtet der Chancen, die sich für börsennotierte Cannabis-Konzerne nach dem Koalitionsvertrag der neuen Ampelregierung in Deutschland ergeben, sollten Anleger sich der Risiken eines Investments in diesem Segment bewusst sein. Immer wieder hatten Aktien von Cannabis-Unternehmen in der Vergangenheit Kurssprünge verzeichnet, wenn sich Legalisierungschancen auftaten und die Hoffnung auf neue Milliardenmärkte aufkeimte. Immer wieder hatten sich viele der Hoffnungen in der Vergangenheit aber auch zerschlagen. Hinzu kommt, dass Cannabis-Aktien häufig als "Zockeraktien" herhalten müssen, wie die Kursentwicklung von Tilray und Aurora etwa im Februar 2021 zeigte, als Reddit-Nutzer die Anteilsscheine deutlich nach oben trieben.

Redaktion finanzen.net

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